Wie es begann

1897

Im Jahr 1897, noch vor der offiziellen Genehmigung der Vereinsstatuten wurde vom Jägercorps Springe, vertreten durch Heinrich Rust, der Antrag gestellt, ein Schützenfest ausrichten zu wollen.
Vom Magistrat wurde hierzu ein Zuschuß von 100,- Mark zur Ausrüstung des Festes bewilligt und auch in der Kirche wurde in der Predigt dieses Festes gedacht.
In mehreren Anzeigen in der Heimatzeitung wurden Mitglieder für das Corps geworben und auch der Programmablauf wurde genaustens bekannt gegeben.
So wurde am Sonnabend um 8 Uhr Abends der Zapfenstreich geblasen. Am Sonntag den 18. Juli erscholl um 6 Uhr in der Früh der Weckruf, um 9 1/2 Uhr war Kirchparade, Nachmittags 2 Uhr war Aufstellung zum Festzug, von 4 - 6 Uhr war "Conzert" und Abends 8 Uhr war Ball. Der Montag wurde ebenfalls wieder mit Weckruf, Frühstück und Festzug verbracht, währen am Dienstag nach dem Weckruf von 9 Uhr früh bis 2 Uhr Mittags das Preisschießen in der Sandkuhle stattfand. Ab 2 1/2 Uhr war der Umzug der Schulkinder.
Beim Schießen auf die Jägerscheibe siegte als “Bester Mann” Chr. Wilking und wurde somit, wenn auch damals noch anders genannt, erster Schützenkönig des Jägercorps.
Als Lohn hierfür erhielt er eine goldene Uhrkette. Weitere Sieger des Jägercorps waren Gustav Battermann, H. Welliehausen und Karl Temps.
Erwähnenswert bei den damaligen Schützenfesten war, daß nur ein Hausbesitzer die Bürgerscheibe schießen durfte, welcher sich auch am Festumzug beteiligt hatte. Wer nicht am Festumzug teilnahm, mußte auch wesentlich mehr Eintritt bzw. Tanzgeld bezahlen als die “welche sich am Umzug beteiligten”.
Vom Jägercorps waren Othmer 1. Lieutnant, Hermann Peters 2. Lieutnant, Heinrich Wobbe Feldwebel und Heinrich Bormann Vice Feldwebel.

In der Heimat - Deister Zeitung wurde folgendes über das Fest berichtet.

Springe, 21. Juli. Das Schützenfest hat nun mit dem Ball der vorigen Nacht sein Ende erreicht. Es waren für Manchen schwere Tage, die noch viel schwerere Nachwehen hinterlassen haben. Wir müssen bestätigen, daß das Fest in allen Theilen bei frischem Humor und ungetrübter Heiterkeit ohne jede Störung verlaufen ist. Am Montag Morgen schoß das Jägercorps nach der Scheibe, während dem fand im Festzelte das Frühstück statt, wozu sich etwa 60 Herren eingefunden hatten und müssen wir dem jungen Rathskellerwirth das Compliment machen, daß er alles Mögliche gethan hat, um seine Gäste zufrieden zu stellen. Die Speisen waren reichlich und gut zubereitet und eine auserlesene Speisefolge. In allen den schönen Reden, die gehalten wurden, wurde der Freude Ausdruck gegeben, daß die Schützengesellschaft die Anregung gemacht habe, jedes Jahr ein Schützenfest zu feiern, womit, soviel wir wahrnahmen, sowohl die Väter der Stadt, wie auch die ganze Bürgerschaft einverstanden sind. Nachmittags fand abermals ein Festumzug statt, bei dem aber die Betheiligung nicht so rege war wie am Sonntage. Der gestrige Nachmittag jedoch gehörte den Kindern. Um 1/2 8 Uhr begann der Festzug und hat gewiß manchem Vater und mancher Mutter das Herz im Leibe gelacht, als er seinem Sohn oder seiner Tochter. Blumengeschmückt, und die Mädchen in weißen Kleidern, in das vor Freude strahlende Antlitz blicken konnte. Abends bekam dann wieder Terpsichore ihr Recht und wir glauben, daß selbst diejenigen, welche sonst nie genug bekommen, nach diesen drei Tagen ihre Tanzlust haben befriedigen können. Die Namen der besten Schützen auf den drei Scheiben sind: 1. Bürgerscheibe: 1. Bäckermeister Friedrich Hüper (6 silb. Eßlöffel), 2. Fabrikant Karl Risch (3 silb. Eßlöffel), 3. Bäckermeister Christian Bormann (6 silberne Teelöffel), 2. Schützenscheibe: 1. Maurermeister Fr. Bormann (silberne Medaille, 6 silb. Teelöffel), 2. Ackerbürger Fr. Gaßmann (1 Barometer), 3. Schneidermeister Willmer (Bierservice), 4. Stuhlfabrikant W. Lange (sog. Platmenage), 5. Schuhmachermeister W. Feise (Salonblumengefäße), 6. Gärtner H. Prelle (Stock mit Hirschkrone), 3. Jägerscheibe: 1. Chr. Wilking (gold. Uhrkette), 2. H. Wellihausen (1 Berservice), 3. Gustav Battermann (1 Likörservice), 4. Karl Temps, Echternstraße, (1 Rauchservice).

Am 8. August 1897 richteten nachstehend erwähnte Springer Bürger folgendes Schreiben an den Magistrat der Stadt Springe:

Dem wohllöblichen Magistrat und verehrlichen Bürgervorsteherkollegium überreicht der unterzeichnete Ausschuß des Jägercorps die anliegenden Statuten zur gefälligen Genehmigung und um demnächstige Zurücksendung derselben.

Der Ausschuß des Jägercorps Springe
Herbst
W. Peters
G. Peters
H. Springer
W. Hüber
H. Wobbe
Friedrich Körner

An den wohllöblichen Magistrat und das verehrliche Bürgervorsteherkollegium Hierselbst.

Nach dem der wohllöbliche Magistrat auf selbigem Antrag die Rücksendung der Statuten mit der Genehmigung am 07.10.1897 an erstunterzeichner Herbst zurücksannte, ist dieses Datum wohl als Gründungsdatum des Schützenvereins Jägercorps Springe zu werten.
Zu den weiteren Gründungsmitgliedern gehörte der Landwirt Friedrich Körner, welcher nach Aussagen seiner Nachfahren, das Jägercorps mit ins Leben rief, weil derzeit in der Schützengesellschaft keine Landwirte erwünscht waren. Körner sorgte auch unter erheblichen finanziellen Aufwand dafür, das die Mitglieder des Corps einen Schützenrock tragen konnten.
Ein weiterer Mitbegründer war August Marock, welcher später auch den Vorsitz übernahm.

1898

Nachdem im Jahr 1898 die Generalversammlung des Jägercorps beschloß sich erneut an der Ausrichtung eines Schützenfestes zu beteiligen und dieses dem Magistrat auch schriftlich vortrug, (unterschrieben vom Vorstand Fr. Fargel, Gustav Stöcker sowie H. Sohns) staffierte man sich in der Militair - Effecten - Handlung H.- Schwake in Hannover militärisch aus. Für 390,75 Mark erwarb man hier unter anderem 21 Säbel samt Portepee und Koppel, 3 Degen, 10 Seitengewehre (das Stück für 50 Pf), Schulterstücke mit und ohne Fransen, Schärpen und ein Bondouliere. (Dieses breite Lederne Wehrgehänge wurde als Zier über die linke Schulter getragen. Für die Offiziere war es mit goldenen und silbernen Tressen versehen. Die dazugehörige Patronentasche war mit einem Adler, Stern oder Namenszug verziert.)
Das eigentliche Fest wurde mit der Schützengesellschaft gemeinsam ausgerichtet. Bester Mann des Jägercorps wurde W. Wehmann.
Nach der Abrechnung des Festes durch H. Rust vom Jägercorps, verblieb ein Überschuß von 11,02 Mark.

1899

Bei dem 1899 ausgerichtetem Schützenfest wurde vom Jägercorps Friedrich Temps als Major gewählt, während Zanni Friedheim und Wilhelm Bormann dessen Adjudanten waren. Beim Schießen auf die Jägerscheibe wurde Chr. Fargel bester Mann des Jägercorps.
Auf geselligem Gebiet tat sich im Jägercorps auch einiges, so wurde eine Schützenfestnachfeier mit einem Ausflug nach “Müllers Ruh” nahe der Hallerquelle vorgenommen und am 26. November ein Jägerball im Saale des Rathskellers durchgeführt. Über diesen Ball wird in der Neuen Deister Zeitung wie folgt berichtet:
Ein Fest, wie es selten so gemütlich gefeiert wird, fand am 26.d.M. auf dem Rathskeller statt. Es war das Winterfest des Jägercorps. Der sonst bei den meisten Festen herrschende Kastengeist war verschwunden. Hoch und Niedrig, Reich und Arm, alle bewegten sich in heiterster Stimmung nahmen Theil an den frohen Tanzreigen unter den Klängen der trefflichen Musik des Herrn Gille. Besonders zu erwähnen ist noch die geschmackvolle Ausschmückung des Saales und die vorzüglichen Getränke des Wirthes. Wünschen wir dem Corps weiteres Gedeihen und noch viele solcher gemütlichen Feste.

1900

Am 17.01.1900 beantragte das Jägercorps anläßlich des Schützenfestes am 17. und 18. Juni 1900 seine Fahne weihen zu dürfen. Dieses wurde vom Magistrat am 06.02.1900 genehmigt, so daß der Fahnenweihe (übrigens der ersten eines Schützenvereins in Springe) nichts mehr im Wege stand und die Fahne des Jägercorps am 15. Juni 1900 geweiht wurde.
Bester Mann des Jägercorps wurde in diesem Jahr der Arbeiter Nowicki.
Vom Jägercorps waren als Chargirte u.a. beteiligt Heinrich Rust, Heinrich Sohns, Friedrich Temps, Friedrich Körner und W. Hüper.
Am 16. September des gleichen Jahres veranstaltete das Jägercorps erneut einen Ausflug nach “Müllers Ruh", hier sollten 100 Liter Schützenfestbier vertilgt werden.

1901 - 1903

Da in den Jahren 1901 - 1903 wegen Unstimmigkeiten der Schützengesellschaft mit dem Jägercorps keine Schützenfeste ausgerichtet wurden, veranstaltete das Jägercorps für seine Mitglieder jeweils Preisschießen in der Sandkuhle, sowie Tanzvergnügen im geselligen Bereich.

1904

Bereits am 02. August 1903 teilte das Comite des Jägercorps Springe, H. Uhde, Springer, H. Rust und G. Stöcker dem Magistrat sowie dem Bürgervorsteherkollegium den Generalversammlungsbeschluß des Jägercorps Springe mit, im Sommer 1904 ein Schützenfest auf den Schützenfestplatz in alleiniger Regie unter Oberaufsicht des Magistrats abzuhalten.
Die Zustimmung hierzu wurde erteilt und das Jägercorps Springe konnte mit den Vorbereitungen beginnen. Am 26. April 1904 wurde dem Magistrat vom Comite des Jägercorps, Heinrich Springer, H. Uhde, H. Grünewald sowie August Marock das Programm mitgeteilt. Festgelegt wurde das Fest für den 18. - 21. Juni 1904 mit folgendem Programm:

18. Juni, abends 8 Uhr Zapfenstreich und Commers in dem Festzelt bei Herrn Pott (Stadt Bremen)
Sonntag den 19. Juni nachmittags 2 Uhr Festmarsch durch die Straßen der Stadt Springe zum Festzelte, daselbst Konzert bis 6 Uhr Abends. Nachdem Ball.
Montag den 20. Juni, von morgens 9 Uhr bis nachmittags 5 Uhr Schießen in der städtischen Sandgrube für Bürger und Jäger. Nachmittags 2 Uhr Ausmarsch der Kinder zum Festzelte, daselbst Konzert bis 6 Uhr. Nachdem Ball bis 12 Uhr nachts.
Dienstag den 21. Juni von morgens 9 Uhr bis nachmittags 5 Uhr Schießen der Bürger und Schützen. Von morgens 11 Uhr Frühstück in dem Festzelt bei Herrn Peters (Rathskeller). Während des Frühstücks Konzert bis abends 8 Uhr.
Diejenigen Herren Bürger, welche den Ausmarsch nicht mitmachen, haben keine Berechtigung am Bürgerschießen teilzunehmen.

Das Comite

Gleichzeitig erschien am 03. Mai 1904 eine Anzeige in der Neuen Deister Zeitung mit dem Wortlaut des Jägercorps Springe:

Alle diejenigen jungen Leute, welche gewillt sind, das diesjährige Schützenfest mitzumachen, werden gebeten, sich bei den Feldwebeln Fritz Schramme oder Gustav Battermann melden zu wollen, oder spätestens am Sonntag den 15. Mai, nachmittags 4 Uhr im Tivoli zur ersten Uebung sich einzufinden.

Der Major
Fr. Körner

Zu Offizieren für dieses Fest wurden gewählt, Karl Silberberg zum Oberst, Adjudant Fr. Rodewald, Oberstleutnant Fr. Temps, Adjudanten W. Bormann und Gustav Jansen, Major Fr. Körner jr., Adjudanten W. Temps und S. Friedheim jr..
Erster Mann des Jägercorps wurde in diesem Jahr der Landwirt Friedrich Temps. Die Neue Deister Zeitung brachte im Nachgang folgenden Bericht:
Springe, 22. Juni. (Nachträgliches vom Schützenfest) Die ersten beiden Schützenfesttage, an welchen auf dem Festplatze und im Festzelte der beste Humor und die gemütlichste Geselligkeit herrschte, lagen hinter uns, und von neuem begannen die Festesfreuden am Dienstag morgen mit einem delikaten Frühstück im Zelte des Rathskellerwirtes Fr. Peters. Sehr zahlreich war die Beteiligung und als die Heiterkeit am größten war, als der Braten aufgetragen wurde, hielt der Oberst Herr Maschinenbesitzer Silberberg, folgende Ansprache an die Frühstückgäste:

“Werte Festgenossen! Namens des festgebenden Vereins, des Jägercorps Springe, heiße ich Sie Alle herzlich willkommen.
Wir haben uns heute in diesen geschmückten Räumen zu einem frohen Fest versammelt, ein Schützenfest zu feiern, wie solche vor uralten Zeiten von unseren Vorfahren eingeführt und gefeiert worden sind.
Diese Feste der Schützen, der deutschen Schützen, haben weithin in ferne Länder ihren Einzug gehalten und ihrer edlen, ritterlichen Eigenschaft wegen große Dimensionen angenommen. Erst wieder im letzten Jahre beim deutschen Bundesschießen in unserer Nachbarstadt Hannover waren Schützenbrüder nicht nur aus allen Gauen Deutschlands, sondern sogar über den Ozean aus dem fernen Amerika herbeigeeilt, um Zeugnis abzulegen von dem sie beseelenden Interesse für die Hebung der angeborenen Einigkeit und Brüderlichkeit.
Der schönste und wertvollste Sport ist und bleibt die Hantierung mit der Schußwaffe, diese und die Einigkeit haben Deutschland zu den angesehensten und mächtigsten Völkern der Erde gemacht. (Beherzigen wir die schönen Worte “Ueb Aug und Hand für´s Vaterland!”) In unseren Schützenvereinen ist auch solchen Männern Gelegenheit geboten, die Schußwaffe kennen und gebrauchen zu lernen, welche nicht die Ehre hatten, des Königs Waffenrock zu tragen, um bei einer drohenden Gefahr auch dem Vaterlande dienen zu können. Se. Majestät unser allergnädigster Kaiser erkennt dies auch an, indem er den Schützenverbänden die größte Sympathien und Ehrungen, Schenkungen und persönliche Teilnahme entgegenbringt.
Werte Festgenossen! Hierfür müssen wir uns auch dankbar zeigen und wollen deshalb Sr. Majestät unserm allergnädigsten Kaiser, den Schirmherrn der deutschen Schützen, ein Hoch ausbringen. Ich fordere Sie alle hiermit auf, mit mir die Gläser zu erheben und einzustimmen in den Ruf: “Se. Majestät unser allergnädigster Kaiser und König Wilhelm II., er lebe hoch, hoch, hoch!”

Nach beendigter Tafel begann nach kurzer Pause das Nachmittags-Konzert und abends der letzte Ball. Auch dieser verlief in voller Eintracht zu Aller Zufriedenheit. Möge auch künftig die Freude am Schützenwesen nicht erlahmen und unser Jägercorps dafür sorgen, daß jedes Jahr ein solch fröhliches Fest gefeiert werde.

Beachtenswert ist, daß im Vorfeld zu diesem Fest vom Comite des Festes eine Bedürfnisanstalt für Männer und Frauen, möglichst in einem feststehenden Gebäude, aus Gründen der Sittlichkeit beantragt und zu selbigen Schützenfest vom Magistrat auch errichtet wurde. Die Veranstalter hatten hierfür jeweils 30 Mark zu zahlen und für einen brauchbaren Zustand der Anstalt zu sorgen.

1908

Wegen der schon erwähnten Zwistigkeiten zwischen den beiden Springer Schützenvereinen wurde das nächste Schützenfest erst wieder 1908, dieses Mal durch die Schützengesellschaft veranstaltet, abgehalten.
Während man sich zwischenzeitlich durch Preisschießen sowie Vergnügen und Bälle fit hielt, konnten als beste Männer 1908 in der Reihenfolge die Schützen Goldschmidt, Zimmermann, A. Jansen, Fr. Marock, Fr. Wolters, H. Sohns, Bonin, Klages und Budde beim schießen auf die Jägerscheibe aufgeführt werden.

1909 - 1912

1910 war das Jägercorps wieder mit einem Schützenfest an der Reihe. Die schlechte allgemeine Geschäfts- und Wirtschaftslage ließ dieses Fest jedoch erst wieder im Jahr 1912 zu. So wurden in diesen Jahren erneut nur Preisschießen und Vergnügen durchgeführt, so zum Beispiel am 16.01.1909 im Gasthof Stadt Bremen mit den Siegern C. Gassmann, W. Winkelmann jr. und A. Jansen.
Als bester Mann wird in den Jahren 1909, 1910 und 1911 Franz Goldschmidt geführt. Das letzte Schützenfest vor dem ersten Weltkrieg fand am 6., 7., 8. Und 9. Juni 1912 statt. Im Zuge dieses Festes, und des bei weitem gebesserten Verhältnis beider Schützenvereine, wurde die Schützengesellschaft mit dem folgendem Schreiben sowie Programm ebenso persönlich angeschrieben wie der Magistrat.

An die verehrliche Schützengesellschaft Springe!

Mit gegenwärtigem Schreiben gestatten wir uns die verehrliche Schützen-gesellschaft zu dem diesjährigen Schützenfeste am 6., 7., 8. und 9. Juli ergebens einzuladen und ersuchen um rege Beteiligung.
Sie wollen uns gefälligst ein namentliches Verzeichnis der teilnehmenden Mitglieder ihrer Gesellschaft bei Beginn der Gastlichkeit übermitteln.

Nachstehendes Festprogramm zur gefälligen Kenntnisnahme.

Das Comite des Jägercorps
H. Springer

Festprogramm zum Schützenfest am 6., 7., 8. und 9. Juli 1912
Sonnabend den 6 Juli et Abends 8 Uhr Zapfenstreich
Sonntag den 7. Juli
Morgens 6 Uhr Wecken
Morgens 9 1/2 Uhr Kirchgang
Morgens 11 Uhr Aufziehen der Wache
Nachmittags 2 1/2 Uhr Aufstellung des Festzuges und Umzug durch die Stadt nach dem Schützenplatze
daselbst Conzert bis 7 Uhr
Abends 8 Uhr Ball in den Festzelten
Montag den 8. Juli
Morgens 6 Uhr Wecken
Morgens 8 Uhr bis nachmittags 7 Uhr Preisschießen der Bürger und Schützen in der städtischen Sandkuhle
Morgens 10 1/2 Uhr Frühstück in den Festzelten
Nachmittags 2 Uhr Festzug der Schützen, Jäger und der Schulkinder zum Festplatze, hierauf Kinderball in den Festzelten bis Abends 7 Uhr
Abends 8 Uhr Ball in den Festzelten
Dienstag den 9. Juli
Morgens 6 Uhr Wecken
Morgens 8 Uhr bis nachmittags 5 Uhr Preisschießen der Schützen und Jäger
Nachmittags 3 Uhr Festzug der Schützen und Jäger nach dem Festplatze daselbst Conzert bis Abends 7 Uhr.
Nachmittags 6 Uhr Einholen der Besten Männer vom Schießstande
Abends 8 Uhr an Ball in den Festzelten

Als Oberst fungierte bei diesem Fest der Dampfpflugbesitzer E. Silberberg. Bester Mann auf der Jägerscheibe wurde der Eisenbahnoberbaumeister Wilhelm Wehrmann. In den nun folgenden Jahren wurden bis 1914 noch einige Versammlungen des Jägercorps durchgeführt.
Danach sind bis zum Jahr 1920 infolge des Krieges keinerlei Unterlagen mehr vorhanden.

1920 - 1921

24.02.1920 lädt das Jägercorps zu einem Wintervergnügen ein und am 10.11.1921 schließen die Schützengesellschaft sowie das Jägercorps einen Vertrag mit dem Inhalt, künftige Schützen-feste gemeinsam zu veranstalten und den Gewinn zu teilen bzw. ihn später zum Bau eines Schützenhauses oder Schießstandes zu verwenden.
Die städtischen Körperschaften begrüßten diesen Entschluß, welcher auf Jägercorpsseite von den Schützen Temps, Bartling, Jansen, A. Marock, Pape und Silberberg unterzeichnet wurde. Zu Schützendeputierten wurden C. Silberberg und Fr. Lechlin gewählt.

1922

Am 22. Juli 1922 wurde den Vorsitzenden der Schützenvereine vom Magistrat mitgeteilt (vom Jägercorps war Fr. Körner der Vorsitzende), daß der Festumzug jedes militärischen Charakters zu entkleiden sei. Somit waren der Parademarsch genauso verboten wie das Aufstellen von Posten. Auch das Anlegen von Achselstücken und das Führen von Säbeln war untersagt. Auch Holzgewehre und schwarz-weiß-rote Fahnen oder sonstige Embleme durften nicht mitgeführt werden.

1927

Nicht nur dieses Verbot, sondern auch die schweren wirtschaftlichen Zeiten wie die Inflation, dürften dazu geführt haben, daß ein Schützenfest in Springe erst wieder im Jahr 1927 gefeiert wurde.
Dieses Fest wurde wieder gemeinsam von der Schützengesellschaft und dem Jägercorps durchgeführt und vereinbarungsgemäß stellte das Jägercorps in diesem Jahr durch Fr. Körner den Oberst, einen Major, einen Bürgerhauptmann, einen Damenleutnant, einen Oberstabsarzt (Chr. Hüper), einen Feldwebel sowie Unteroffiziere.
Bei den Vorbereitungen für dieses Fest wurde auch über die Einrichtung eines neuen Schießstandes gesprochen.
Das Fest selbst erinnerte an den Glanz der goldenen 20er Jahre und wurde mit großem Pomp gefeiert.
Allein die Kapellenkosten beliefen sich auf 1100 Mark. Es spielte die Kapelle Heinschen Peter mit bis zu 14 Mann Besetzung.
Zu erwähnen sei noch, daß es in diesem Jahr zum ersten Mal elektrisches Licht im Festzelt gab. Der Beste Mann des Jägercorps wurde Karl Ricke.

1928

Im Jahr 1928 fand zu Ehren der heimkehrenden Kameraden am Sonntag den 2. März in Köhlers Hotel die Generalversammlung des Jägercorps statt. Auf dieser Versammlung wurde auch der Ausschuß bestimmt, welcher die Vorbereitungen für das Schützenfest sowie die Grenzbeziehung in diesem Jahr vorbereiten sollte.
Weiter fand im gleichen Jahr ein Preisschießen der Jungjäger statt, bei welchem August Meyer siegte. Vom 7. - 10. Juli fand das Schützenfest mit Grenzbeziehung statt. Bester Mann des Jägercorps beim Schießen auf die Jägerscheibe wurde hier der Bahnassistent Fr. Möller, welcher ebenfalls die Bürgerscheibe gewann. Bei den Jungjägern siegte W. Südekum vor H. Sennholz, Fricke und Schälicke.
Ab August des gleichen Jahres begann das Schießen auf dem neu erbauten Schießstand.

1929

Da im Jahr 1929 ein Sängerfest und kein Schützenfest stattfand, wurden zahlreiche Preisschießen durchgeführt, an welchen sich die Springer Bürgerschaft beteiligen konnte. Ebenfalls fand für die Mitglieder des Corps im gleichen Jahr auch wieder das traditionelle Wintervergnügen statt. In diesem Jahr bei Friese.

1933 - 1935

Das nächste Schützenfest fand erst wieder im Jahr 1933 statt. Das Komitee für dieses Fest bildeten Bürgermeister Jürges sowie die Schützen Pape, Bussmann, A. Marock, Fr. Knigge, W. Gaßmann, W. Temps, H. Habermann und W. Sasse. Für die Preise des Bürgerkönigschießen wurden vom Magistrat 90 Reichsmark bewilligt. Zuvor wurde in Zeitungsanzeigen auf das Übungsschießen des Corps hingewiesen. So zum Beispiel am 4. Juli 1934: "Jungvolk der Jäger und Schützen, morgen Donnerstag um 1/2 9 Uhr 1. Übungsabend, Beteiligung ist Pflicht, wer nicht erscheint, kann nicht mehr mitmachen. Der Vorstand."
Nach der neuen Schießordnung durfte ab 1935 nur noch mit Wehrmachtsbüchsen geschossen werden. Anläßlich des Schützenfestes gab es für die 40 Jungjäger 25 ltr. Freibier. Eine weitere Großveranstaltung in diesem Jahr, war auch die Fahrt des Jägercorps ins Weserbergland, wo in 5 Omnibussen insgesamt 150 Teilnehmer mitfuhren.

1937

Im Jahr 1937 konnte das Jägercorps mit einem Schützenfest sein 40-jähriges Bestehen feiern. Dieses wurde bereits im Jahr 1936 vom Schützenbruder Marock für den 10. - 13. Juni 1937 angemeldet. Hierzu ein wörtlicher Auszug aus dem Protokoll der Magistratssitzung vom 14.12.1936. "Es wurde mitgeteilt, daß für den 10. - 13. Juni 1937 ein Schützenfest anläßlich des 40-jährigen Bestehens der Schützengilde und des Jägercorps angemeldet sei."
Der neue Schießstand in der verlängerten Schützenstraße konnte ebenfalls im Jahr 1937 eingeweiht werden. Dieser hatte aber keinen langen Bestand, da er bereits schon im Jahr 1945 von den Amerikanern gesprengt wurde. Ebenso ruhte nun auch ab 1939 der gesamte Vereinsbetrieb im Jägercorps.

1947

Erst nach Kriegsende wurde im Jahr 1947 wieder zaghaft, wenn auch heimlich, in der Blumeschen Scheune (heute Majewski), bei Kartoffeln und Rübenschnaps wieder mit dem Luftgewehrschießen begonnen.

1950 - 1952

Im Jahr 1950 wurde am 18. März von einem Unternehmer ein Preisschießen ausgerichtet. Als 1. Preis gab es hier ein Fahrrad zu gewinnen.
Am 13.03.1951 entstand der Kreisschützenverband Springe als Neugründung. Schon hier erwähnte die Presse die Teilnahme des damals 81-jährigen Mitbegründers des Jägercorps, August Marock, welcher sich auch in Springe für das Wiederaufleben des Schießsports einsetzen wollte.
Nachdem der Vorschlag in Springe nur noch einen Schützenverein, bestehend aus den Mitgliedern der Schützengilde und des Jägercorps, abgelehnt wurde, fand am 18. Oktober 1951 im Gasthaus Fiene eine Generalversammlung des Jägercorps statt und damit auch der Wiederbeginn nach dem 2. Weltkrieg.
Das Corps hatte zu diesem Zeitpunkt immerhin schon wieder 80 Mitglieder. In den Vorstand wurden die Schützen August Marock (1. Vorsitzender), Willi Tegtmeier (2. Vorsitzender), Willi Riese (Schriftführer), August Weber (Kassenwart) und Bernhard Beckmann (Sportwart) gewählt. Im Kreisverband waren es nun 12 Mitgliedsvereine. Bei den im gleichen Jahr stattfindenden Kreismeisterschaften wurden mit Bernhard Beckmann (Schütze) und G. Hartmann (Jungschütze) zwei Schützen des Jägercorps Kreismeister. Auch bei den Mannschaften gab es bei den Schützen einen 3. und in der Jugendklasse einen 2. Platz. Durch ihre Schießleistung erwarben auch viele Vereinsschützen das Leistungsabzeichen. Die Leistungsstärke der Corpsschützen setzte sich auch in den kommenden Jahren fort, so daß bei den verschiedenen Kreisverbandsschießen, Fernwettkämpfen, Preisschießen oder Vereinsvergleichsschießen immer wieder der Name Jägercorps oder der Schützen des Corps in den Siegerlisten auftauchten. Bei den Kreismeisterschaften 1952, so berichtete die Presse, war das Jägercorps Springe ebenfalls erfolgreichster Verein. Zitat:" Den Löwenanteil an den Erfolgen hatte das Jägercorps Springe, das in fast allen Klassen den Sieger stellte. Den Wanderpokal der Neuen Deister Zeitung holte sich ebenfalls das Jägercorps Springe. Für die beste Mannschaftsleistung erhielt gleichfalls das Springer Jägercorps (1. Mannschaft) den Pokal der Kreisverwaltung. NDZ 29. September 1952"
Am 23. September entschloß man sich in einer Mitgliederversammlung einen eigenen Spielmannszug aufzustellen, welcher die Schützen bei den Ausmärschen anführen sollte.

1953

Auf der Generalversammlung am 16. Januar 1953 wurde die neue Satzung beschlossen und der Verein wurde am 17. März 1953 unter der Nummer 63 in das Vereinsregister eingetragen. Der Vorstand setzte sich nun aus den Schützen Emil Marquard (1. Vorsitzender), Fr. Bormann (2. Vorsitzender), W. Borcherding (Schriftführer), August Weber(Schatzmeister) und B. Beckmann (Sportwart) zusammen.
Auch in diesem Jahr wurde die 1. Mannschaft des Jägercorps Kreismeister im Kleinkaliber-schießen. Bester Einzelschütze wurde B. Beckmann vor August Marock. Bei den Kreismeister-schaften im Luftgewehrschießen siegte ebenfalls die Mannschaft des Jägercorps in der Zusammenstellung B. Beckmann, K. H. Heß und W. Marock. Kreismeister im Jugendeinzelschießen wurde mit K. Malinowski ebenfalls ein Schütze des Jägercorps.
Am 7. Juli 1953 konnte dann die neue Fahne des Jägercorps Springe anläßlich einer Versammlung im Gasthaus Fiene geweiht werden. Die alte Fahne, welche während des Krieges bei einem Schützenbruder versteckt war, wurde von den Amerikanern gefunden, gevierteilt und ebenso wie die Säbel, Pokale usw. welche sich bei Friese befanden, mit nach Amerika entführt. Der Fahnenspruch der neuen Fahne, welche im übrigen möglichst der alten nachgebildet werden sollte, trägt den Fahnenspruch:" Die Einigkeit im Jägercorps Erhalt uns Gott stets nach wie vor".
Die Neue Deister Zeitung berichtete:
Springe, den 13. Juli 1953

Neue Fahne des Jägercorps feierlich geweiht
Stadtdirektor zum Ehrenmitglied ernannt - Schützen wurden ausgezeichnet

Kurz vor dem Kreis-Schützenfest in Bad Münder und dem Königsschießen anläßlich des Feuerwehrfestes in Springe, wurde am Sonnabend Abend im Saale des Gasthauses Fiene die neue kostbare Fahne des Jägercorps Springe von 1897, durch den Stadtdirektor Dr. Degenhardt feierlich geweiht.
In treuer Verbundenheit mit den Springer Jägern, deren alte, im Jahre 1900 geweihte Fahne, 1945 von den Amerikanern in vier Teile zerschnitten und als Andenken mit nach Übersee genommen worden ist, haben sich der Vizepräsident des Deutschen Schützenbundes und Vorsitzende des Schützenverbandes Niedersachsen, Hermann Wüstehoff, Hannover, Vertreter des Kreisschützenverbandes Springe, der Stadtverwaltung und des Rates, Abordnungen der Springer Schützengilde und des Schützenvereins Bad Münder, vieler Sport- und Gesangvereine und nicht zuletzt der Verkehrsvereinigung der Kreisstadt, zu dieser Feierstunde eingefunden. Nach dem Einzug der Fahnen der Springer Schützengilde, des Schützenvereins Bad Münder und des Männergesangsvereins Springe mit der verhüllten Jägerfahne, leitete der Spielmannszug des Jägercorps unter seinem Tambourmajor Hans Werner Heukeroth, die Feier mit einem flotten Marsch ein.
In seiner Begrüßungsansprache streifte der 1. Vorsitzende Emil Marquard kurz die Geschichte des Jägercorps seit 1897 und würdigte dabei die Verdienste der heute noch lebenden Mitbegründer Marock, Körner und Grupe. Leider seien die traditionsreiche Fahne, die bei August Marock versteckt worden war, sowie die zahlreichen Pokale und Säbel, die sich beim Vereinswirt Friese befanden, im Jahre 1945 mit den "Befreiern" nach Amerika abgewandert stellte der Vorsitzende weiter fest.
Trotz dem das Jägercorps erst vor wenigen Jahren wieder gegründet worden sei, habe es schon 150 Mitglieder und einen tatkräftigen Spielmannszug. In sportlicher Hinsicht liege der Verein im Kreise Springe an führender Stelle. Leider sei der alte Schießstand zerstört worden, deshalb bitte er die Vertreter der Stadt, um Unterstützung bei der Errichtung eines Neuen. Der Männerchor der Springer Liedertafel gab danach mit dem Liede "Brüder reicht die Hand zum Bunde" die rechte Einstimmung zum Weiheakt. Stadtdirektor Dr. Degenhardt sagte in seiner Weiherede dem Jägercorps jederzeit die Unterstützung der Stadt zu, und würdigte die Opfer beherzter Männer, die diese neue Fahne gestiftet haben. Der Schießsport sei wohl der älteste in Deutschland und er sei ein ehrbarer Sport, der nichts mit Militarismus zu tun habe. Die neue Fahne solle den bürgerlichen Sinn für alles Schöne, das Kameradschaftsgefühl und die Ehrenhaftigkeit der Schützen, sowie das Bewahren alter Traditionen symbolisieren.
Unter Trommelwirbel wurde die neue Fahne enthüllt, und vom Stadtdirektor mit dem Weihespruch "Möge diese Fahne die Schützenbrüder alle Zeit in Treue zusammenhalten" ihrem Träger Heinrich Fließ übergeben. Fanfaren beendeten den feierlichen Akt und mit einem Umtrunk aus dem silbernen Pokal feierte man dieses Ereignis für das Jägercorps.
Den Reigen der zahlreichen Gratulanten eröffneten Stadtdirektor Dr. Degenhardt und der stellv. Bürgermeister Wiegmann, der dem Verein die volle Unterstützung des Springer Rates zusicherte.
Die Männer der Liedertafel brachte ein fröhliches Jägerlied zu Gehör. Dann fand Vizepräsident Wüstehoff aufmunternde Wort für die Springer Jäger, denen er die herzlichen Grüße aller Deutschen Schützen übermittelte.
Er ermahnte sie, in Treue fest zu bleiben und wünschte ihnen ein Glückauf für die Zukunft, in dem er das Tuch der alten Fahne des MGV Springe von 1839 mit dem der neuen Jägerfahne zusammenlegte und so die alte Tradition auf diese übertrug.
Die Glückwünsche des Kreis-Schützenverbandes und den ersten Fahnennagel überbrachte Kreisvorsitzender Hermann Abelmann, Schulenburg. Ihm schlossen sich mit Gratulationen und weiteren Fahnennägeln die Vertreter der Schützengilde Springe, des Schützenvereins Bad Münder, der Liedertafel, der Sportsfreunde, des Luftsportvereins, der Kegelclubs, des Männergesangvereins, des Volkschores, des Verkehrs- und Verschönerungsvereins, des eigenen Spielmannszuges und der Freiwilligen Feuerwehr Springe an.
Im Namen der aktiven Schützen überreichte Schießwart Beckmann dem Vorsitzenden einen Ehrennagel zum Gedenken an die Gefallenen beider Weltkriege.
Vorsitzender Emil Marquard bedankte sich herzlich für die zahlreichen Glückwünsche, ehrenden Worte und Fahnennägel. Er ernannte auf einstimmigen Versammlungsbeschluß Stadtdirektor Dr. Degenhardt zum Ehrenmitglied des Jägercorps.
Abschließend händigte Schießwart Beckmann jr. an viele Schützen Bundes- und Vereinsauszeichnungen für gute Schießleistungen aus.

Erstmalig nach dem Krieg wurden 1953 auch wieder Schützenkönige in Springe ausgeschossen. Schützenkönig im Jägercorps wurde Heinz Marock. Geschossen wurde in der Turnhalle, 10 Schuß stehend freihändig auf 10er Ringscheibe, 10 Meter Entfernung bei beliebiger Nachlösung. Das Startgeld betrug 1,00 DM je Satz.
Als neues Schießen für die Schützenverbände rund um den Deister wurde vom Jägercorps das Schießen um die vom Bildhauer Benna geschaffene "Wildsau vom Deister" eingeführt.
Auch der Spielmannszug des Jägercorps macht mit seinen Auftritten in Bad Sooden Allendorf und beim Blumenkorso in Hannover unter der Leitung des Tambourmajors Hans Werner Heukeroth eine gute Reklame für Springe und das Jägercorps.

1954

Auf der Generalversammlung 1954 wurde Friedrich Bormann zum 1. Vorsitzenden des Jägercorps gewählt. Beim Schießen um die Wildsau vom Deister beteiligten sich mittlerweile 58 Schützengesellschaften. Bei der Endabrechnung wurde das Jägercorps hier Zweiter hinter Rodenberg.
Im Mai des gleichen Jahres gründeten 35 aktive Springer Schützen einen neuen Schützenverein, den Jagdklub Springe. Den Vorsitz führte zunächst der Exvorsitzende des Jägercorps Springe, Emil Marquard.
Am 17. Juni wurde ein weiterer Kreisverband, der Kreisverband Deister Süntel, gegründet. Diesem Verband trat die Schützengilde Springe, der Jagdklub Springe, sowie die Schützenvereine aus Bad Münder, Eldagsen, Lauenau, Altenhagen I, Neustadt, Hachmühlen, Hamelspringe, Eimbeckhausen, Messenkamp, Pohle, Hülsede, Schmarrie, Nienstedt und Klein Süntel bei.
Anläßlich des Schützenfestes in Springe wurden in der Springer Sporthalle die Schützenkönige ausgeschossen. Der Oberst des Jägercorps Blume, konnte folgende Könige bekannt geben: Schützenkönig Robert Amman, Alterskönig über 60 Jahre Fritz Averbeck und Jugendkönig Itzig.
Der Spielmannszug des Corps setzte sich nicht nur bei diesem Fest ein, sondern spielte mit großem Erfolg auch wieder bei den Schützenfesten in Hameln und Hannover.
Einen großen Verlust hatte nicht nur das Jägercorps, sondern auch das gesamte Schießwesen in der Stadt Springe zu verzeichnen. Zum Schützenfest noch als Generalfeldmarschall ausgezeichnet, verstarb im Alter von 84 Jahren der Mitbegründer sowie Ehrenvorsitzende und Alterspräsident des Jägercorps Springe, August Marock. Bei den Schützenfesten fungierte er insgesamt 6 mal als Oberst und 1 mal als General.
Das Jahr 1954 wurde am 25.12. mit einem öffentlichen Ball im Bahnhofshotel abgeschlossen.

1955

Auf der Generalversammlung 1955 wurde ein neuer Vorstand gewählt. 1. Vorsitzender wurde nun Friedrich Bormann, 2. Vorsitzender Fritz Jansen, Schriftführer W. Borcherding, Kassierer August Weber und Schießwart Robert Amman. Zum Vorstand gehörte auch der Leiter des Spielmannszuges, Hans Zacharrias.
Im Wisentschießen des Kreisverbandes siegten die Jugend- sowie die 2. Schützenmannschaft des Jägercorps.
Schützenkönig wurden Gerhard Büttner bei den Schützen, sowie Heinz Jainzyk bei der Jugend.
Das Übungsschießen wurde von Fiene in das Hotel Gröne verlegt. Der Spielmannszug brachte dem Vizepräsidenten des DSB in Hannover ein Geburtstagsständchen und gewann unter anderem einen Pokal beim Wettbewerb in Sarstedt.

1956

Ab 1956 sah der Vorstand folgendermaßen aus. 1. Vorsitzender Friedrich Bormann, 2. Vorsitzender Karl Goldschmidt, Kassierer A. Weber, Schriftführer Georg Hüper, Schießwart Robert Amman sowie vom Spielmannszug Hans Zacharias.
Das Schützenfest wurde erstmalig, nach dem Krieg, nur vom Jägercorps ausgerichtet. Jägeroberst wurde Karl Goldschmidt und Major August Meyer. König im Jägercorps wurden Willi Hüper Schützenkönig und August Flohr Alterskönig. Bei der Jugend siegte Th. Jainzyk. Hinzu kam noch der Bürgerkönig Heinz Marock.
Anläßlich des Schützenfestes wurde auf den Bahnen im Gasthaus Fiene ein Preisschießen mit Preisen im Wert von über 1.000 DM ausgerichtet.
In der Schützenklasse wurde Kurt Malinowski und in der Jugendklasse die Jugendmannschaft des Jägercorps Kreismeister. Weiterhin siegte die Jugendmannschaft im Wisentschießen 1956.
Auf eine Einladung des Jägercorps zu einem Spielmannszugwettstreit in Springe trafen sich 29 Spielmannszüge. Weit über 10.000 Zuschauer sahen nach Berichten der Presse dieses Spektakel.

1957

Auf der Generalversammlung 1957 gab der Schießwart des Jägercorps, Robert Amman, bekannt, daß 1956 insgesamt 72.000 Schuß Luftgewehrmunition verschossen wurden. Ab 1957 wird, um dieses noch zu steigern, das Luftpistolenschießen auch im Jägercorps eingeführt.
Im Kreisschützenverband Springe wurde F. Bormann 2. Vorsitzender, weiter vom Jägercorps im Vorstand als Schatzmeister Georg Hüper und als Schießwart Robert Amman.
Kreismeister in der Klasse B wurde die Schützenmannschaft des Jägercorps Springe. Bei den Schützen wurde Robert Amman und bei den Jungschützen Heinz Marock Kreismeister in der Kleinkaliberdisziplin.
Zum Jubiläumsschützenfest wurde H. Peters Oberst und Erwin Schatz Major. Schützenkönig wurde Werner Rampe, Alterskönig Fr. Flohr und Jungschützenkönig Georg Haddasch.
Zum 60jährigem Jubiläum wird das Kreisschützenfest vom Jägercorps in Springe ausgerichtet. Der Spielmannszug wurde zum Spielmannszug des Kreisverbandes ernannt. Im Vorfeld zu diesem Fest berichtete die Presse folgendes.

11. Juli 1957

Kreisschützenfest und Jägercorps-Jubelfeier
Schießen um Königswürden und Preise, Festumzug, Katerfrühstück und Feuerwerk

Das Jägercorps Springe feiert vom 13. - 16 Juli sein 60-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlaß hat der Kreisverband Springe sein Kreisschützenfest nach hier gelegt. Träger der Veranstaltung sind die Stadt und das Jägercorps von 1897 e.V. . 50 Jahre war die Schützengilde Mitveranstalterin, doch in diesem Jahr hat sie gebeten, davon Abstand nehmen zu können. Das Jägercorps hofft jedoch, daß sich die Schützengilde in Zukunft wieder an den Festen beteiligen werde, um die alte Tradition zu erhalten.
Für Schießwettbewerbe um die Königswürden, Pokale, Plaketten und Preise, hat die Stadt noch einmal die Turnhalle zur Verfügung gestellt, weil der neue Schießstand in der Harmsmühlenstraße immer noch nicht fertiggestellt ist. Wertvolle Sachen winken den Siegern des großen Preisschießens, an dem sich jedermann beteiligen kann. Den Schützen bietet sich außerdem Gelegenheit zum Pokal- und Plakettenschießen.
60 Jahre lang besteht jetzt das Jägercorps Springe, das sich als einer der größten Vereine der Stadt, größter Beliebtheit erfreut. Das Jägercorps hat sich in drei Sparten aufgegliedert.
Die erste widmet sich ganz dem Schießsport, die zweite Sparte ist der weit über die Kreisgrenze hinaus bekanntgewordene Spielmannszug mit seinem eifrigen Tambourmajor Hans Zacharias. Hinzugekommen ist ein Schüler-Spielmannszug, der zum ersten male an dem Schützenfest teilnehmen und sein Bestes zeigen will. Die dritte Sparte widmet sich der Geselligkeit.
Höhepunkte der Feiertage werden wieder der Festumzug am Sonntag nachmittag, das Katerfrühstück am Montag und ein großes Feuerwerk am Dienstag abend zum Abschluß der Jubiläumsfeiern sein. Eingeleitet wird das Volksfest am Sonnabend abend mit einem Kommers in den Festzelten, die Karl Vogel bewirtet.

Beim Spielmannszugwettbewerb in Bad Salzdetfurth belegte der Spielmannszug des Jägercorps in der Gesamtwertung und in der Einzelwertung bei starker Konkurrenz jeweils den 2. Platz. Dafür wurde der Wettbewerb in Steinhude wiederum gewonnen.

1958

Auf der Generalversammlung 1958 übernahm Werner Rempe den Posten des Schießwarts von Robert Amman. Im Juni des gleichen Jahres war endlich das neue Schützenhaus mit seinen Schießständen in der Harmsmühlenstraße fertig. Das Bürgerkönigschießen wurde nun in Kleinkaliberwertung durchgeführt.
Schützenkönig wurde Heinz Marock, Alterskönig R. Müller und Jugendkönig R. Amman jr. . Während der Spielmannszug von Erfolg zu Erfolg spielte, trat der Jugendspielmannszug, voll uniformiert, in Bodenwerder, Bennigsen, Eldagsen und Hameln auf. Weiter wurde in einem Festzelt auf dem Festplatz in Springe ein gemeinsames Konzert mit dem Spielmannszug sowie der Dyeskapelle aus Bad Münder durchgeführt. Die Leitung des Stammzuges hatte hierbei der erst 15-jährige Tambourmajor Rainer Jordan.

1959

Das Jahr 1959 begann mit einer Generalversammlung an welcher 78 Mitglieder teilnahmen. Hier wurde Fr. Bormann als 1. Vorsitzender bestätigt.
Im Februar fand auf der Deisterpforte ein Kappenfest des Jägercorps statt. Schießsportlich ging es im Schießen um die August Marock Ehrenscheibe, sowie um die Göbelplaketten.
Am 6., 7. Und 8. Juni wurde in Zusammenarbeit mit der Stadt Springe das vorerst letzte Schützenfest mit Beteiligung des Jägercorps ausgerichtet. Erstmalig war an die Stadt Springe ein Platzgeld von 400,- DM zu zahlen.
Könige des Jägercorps wurden: Schützenkönig Heinz Marock Feldstraße, Alterskönig Fr. Flohr und Jugendkönig Alfred Schäfer.
Auch auf der Kreisebene gab es eine Neuerung. So schlossen sich die Kreisverbände Springe Deister und Deister Süntel zusammen und es entstand der noch existierende Kreisverband Deister-Süntel-Calenberg. Das Siegel des Kreisverbandes ziert seit dem ein Wisentkopf.

1960

Auf der Generalversammlung 1960 trat der 1. Vorsitzende Fr. Bormann aus gesundheitlichen Gründen zurück. Sein Nachfolger wurde Werner Rempe, so daß sich der Vorstand nun wie folgt zusammensetzte: 1. Vorsitzender Werner Rempe, 2. Vorsitzender Karl Goldschmidt, Kassenwart August Weber, Schriftführer Georg Hüper, Jugendwart Konrad Bennecke sowie als Schießwarte Fricke und Merbt. Fr. Bormann wurde einstimmig als Ehrenvorsitzender des Jägercorps Springe gewählt. Anläßlich dieser Generalversammlung wurde beantragt und beschlossen, dem Schützenkönig künftig einen stehenden Schützen als Preis zu verleihen. Des weiteren sollen die Könige künftig nur noch auf dem Königsball proklamiert werden.
Der Jugendspielmannszug hatte in diesem Jahr 30 Jugendliche als Mitglieder.

Schützenkönig wurde Erhard Feigs, Jundschützenkönig Jürgen Fricke und Alterskönig Werner Rempe. In der Wintermeisterschaft des Kreisverbandes wurde in der Oberstufe sowie in der Unterstufe jeweils ein erster Platz durch die Mannschaften des Jägercorps belegt. Vereinsmeister im Luftgewehrbereich wurden 1960 Kurt Malinowski (Schütze) und Hellberg (Jugend).

1961

Anläßlich der Generalversammlung 1961 wurde Karl Pelzmeier als Schatzmeister für seinen langjährigen Vorgänger Weber gewählt. Neu als Schießwart fungiert nun W. Hartmann. Zum Ehrenmitglied wurde das älteste Mitglied im Jägercorps, Karl Grupe, ernannt.
Im Mai des gleichen Jahres kam dann das, was sich den Eingeweihten schon länger angedeutet hatte, der Stammspielmannszug trennte sich vom Jägercorps und führte nunmehr den Namen "Spielmannszug und Hörnercorps der Stadt Springe". Nach gegenseitigen Schuldzuweisungen, die letztendlich zur Auflösung des Stammmspielmannszug des Jägercorps und dem Ausschluß seiner Mitglieder führte, war eine 10 Jahre dauernde Episode beendet.
Schießsportlich ging es jedoch weiter bergauf, so konnten zu den Bezirksmeisterschaften in Bückeburg auf Grund der guten Kreismeisterschaftsleistungen eine Mannschaft in der Schützenklasse, eine Jugendmannschaft sowie Georg Bialetzki als Einzelschütze gemeldet werden.
Schützenkönig wurde erneut Erhard Feigs, Jungschützenkönig Alfred Schäfer und Alterskönig Werner Rempe. Vereinsmeister KK-Bereich wurde H. Marock I, im Luftgewehrbereich Klaus Idzig bei den Schützen und in der Jugend Jürgen Fricke.

1962

Im Jahr 1962 konnte das Jägercorps durch H. Marock I wieder einmal den Bürgerkönig stellen. Selbiger wurde auch Schützenkönig 1962. Jugendkönig wurde Eberhard Apelt und Alterskönig wurde Hans Höhne. In der Seniorenklasse siegte Friedrich Flohr. Die Presse berichtete:

24. Oktober 1962
Schützenkönig vom Jägercorps wurde H. Marock I
Am letzten Sonnabend veranstaltete das Jägercorps von 1897 Springe seinen traditionellen Königsball in der Deisterforte. Nachdem die Schützen auf die Königswürde auf 10er Ringscheibe, Distanz 50m, Kleinkaliber und die Jungschützen auf 10er Ringscheibe, 10m, Luftgewehr im fröhlichen Wettstreit gekämpft haben, konnte der 1. Vorsitzende Werner Rempe die Sieger bekanntgeben.
Sieger in der Schützenklasse und Schützenkönig wurde mit 59 Ring Schützenbruder H. Marock I, Ellernstr., Jungschützenkönig wurde mit 42 Ring Jungschütze Eberhard Apelt.
Als bester Mann in der Altersklasse konnte sich Hans Höhne mit 35 Ring plazieren und in der Seniorenklasse wurde bester Mann Friedrich Flohr mit 36 Ring.
Werner Rempe dankte den alten Schützenkönigen und ehrte die neuen Könige durch überreichen von Geschenken und Auszeichnungen. Der neue Schützenkönig Heinz Marock erhielt nach herkömmlicher Art als äußeres Zeichen seiner Würde, die altehrwürdige Königskette seines Vereins.
Anschließend eröffneten die neuen Könige den Ball. Unterstützt durch die flotten Weisen der Harmonic Stars erreichte die Stimmung alsbald ihren Höhepunkt, die anhielt bis zum Ende dieses in jeder Weise schön und harmonisch verlaufenen Königballes.

Einen besonderen Sieg landete man beim Schießen um den Herzogs-Pokal.

02. November 1962
Jägercorps von Springe errang den Herzog-Pokal
Nachdem Ende Oktober der schießsportliche Wettstreit um den Wanderpokal des Herzogs von Braunschweig beendet werden konnte, ladet der Kleinkaliberschießverein "Ernst August" zu Morgen, Sonnabend abend zu einer Siegerehrung ein. An diesem Pokalschießen hatten sich viele Vereine aus dem Kreis Springe und auch aus Nachbarkreisen beteiligt, sodaß es morgen gewiß zu einem großen Schützentreffen in Schulenburg kommen wird.
Diesmal gelang es dem Jägercorps Springe von 1897, den Wanderpokal zu erringen, den der Vorsitzende des Jägercorps aus den Händen des Herzogs entgegennehmen wird. In diesem Kampf Sieger geworden zu sein, ist eine beachtenswerte Leistung, denn insgesamt 23 Mannschaften machten ihn unter sich streitig. Auch 3 Damenmannschaften bestritten zum ersten mal einen Wettkampf, und von der Jugend traten 8 Mannschaften zum Wettkampf an.
Die Ergebnisse der Mannschaften sind: (auszugsweise)
1. Jägercorps Springe von 1897 I 372 Ringe (Wanderpokalsieger)
2. KKSV Ernst August I 359 Ringe (Pokalhumpen)
3. S.V.Gr. Düngen I 351 Ringe (Pokalbecher)

Einen weiteren Pokalgewinn konnte man in Lauenau verzeichnen.

1963

Für den zurückgetretenen Schießwart Waldemar Hartmann wurde auf der Generalversammlung 1963 Georg Hüper zum neuen Schießmeister gewählt, seinen Posten als Schriftführer übernahm laut Versammlungsbeschluß Robert Müller.
Schützenkönige im Jahr 1963 wurden Kurt Malinowski, Schützen, Eberhard Apelt, Jungschützenkönig, und Hans Höhne Alterskönig.

Die Presse berichtete am 19. September 1963:
Schießsportleiter ausgezeichnet. Auf Grund seiner hervorragenden schießsportlichen Ergebnisse erhielt Robert Amman jr. Springe, Mitglied des Jägercorps Springe vom Deutschen Schützenbund die Einladung zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften im Luftgewehrschießen in Wiesbaden. Robert Amman erzielte dort mit 60 Schuß, 560 Ring. In Anerkennung für diese Leistung erhielt er vom Deutschen Schützenbund eine wertvolle Medaille und ein Geschenk.

Sein Vater Robert Amman wurde im gleichen Jahr mit dem Amt des Jugendschießwart im Jägercorps Springe betraut.
Auch der Jugendspielmannszug wurde ab 1963 wieder aktiv. Dieser wurde unter anderem zu der Abschiedsparade von Bundeskanzler Adenauer eingeladen.

23. November 1963
Spielmannszug des Jägercorps sehr aktiv
- Springer Jungen sollen im nächsten Jahr nach Frankreich fahren -

Nach längerer Unterbrechung hielt das Jägercorps von 1897 e.V. Springe im Vereinslokal Fiene eine Mitgliederversammlung ab. Mit Interesse folgten die zahlreich erschienenen Mitglieder den Ausführungen des 1. Vorsitzenden Werner Rempe, der über die sportlichen Leistungen und Erfolge der Schützenmannschaften, die dieser als die derzeitigen Repräsentanten des Vereins herausstellte. Die Mannschaften des Jägercorps haben sich an fast allen schießsportlichen Veranstaltungen innerhalb und außerhalb des Kreises beteiligt, nicht oft erhielten sie die Siegestrophäe, aber immer waren sie unter den ersten Mannschaften zu finden.
Der erfreuliche Zugang junger Nachwuchsschützen wurde besonders erwähnt und der Vorsitzende empfahl diese hoffnungsvolle Jugend der besonderen Obhut und Pflege seines Vereins, denn so sagte Werner Rempe, diese Jungen sollen einmal in unseren Verein hineinwachsen, um den Schießsport und das Jägercorps zu Fördern und Erhalten. Als bewährter Jugendausbilder war Robert Amman sen. sofort bereit, die Ausbildung der Jungen zu übernehmen.
Aber auch der Jugendspielmannszug im Jägercorps war rührig und hat fleißig unter seinen Ausbildern geübt. Unter der Obhut seines Betreuers August Meyer hat der Zug auf Schützenfesten und zu anderen Gelegenheiten im Kreis Springe und im Weserbergland gespielt. Überall waren die Jungen im grünen Schützenrock eine willkommene, fröhliche Spielmannsschar. Zum Abschluß der Saison fuhr der Zug auf Einladung zum Fliegerhorst Wunstorf. Der von der Luftwaffe gestellte Autobus brachte die Jungen nach Wunstorf. Dort Begrüßung durch einen Hauptmann und anschließende Besichtigung aller Dinge, die ein Jungenherz höher schlagen lassen. Insbesondere konnte eine Transportmaschine von Innen besehen und "befummelt" werden. Dann Essen im Uffz-Kasino, Eisbein mit Sauerkraut, danach als Dank einige flotte Märsche vor dem Stabsgebäude. Großer Beifall aller Zuhörer. Zum Abschluß Besichtigung der Fallschirmhalle und ein gemütliches Beisammensein im Kasino.
Als Ersatz für den Versprochenen, aber auf später verschobenen Rundflug, konnten die jungen Spielleute einige Tage danach an der gleichen Stelle, daß große Schauspiel der Abschiedsparade für den Bundeskanzler Adenauer aus nächster Nähe erleben. So haben die Jungen im grünen Schützenrock viel gesehen und erlebt.

1964

Ab 1964 übernahm Herbert Hansemann das Amt des Schriftführers im Jägercorps Springe. Des weiteren wurde erstmalig ein Ostereierschießen durchgeführt.
Die Mitglieder Heinrich Katz und Heinrich Marock konnten für 60jährige Mitgliedschaft geehrt werden, während Fr. Thies, Fr. Schramme, A. Flohr und K. Rodewald für ihre 50jährige Mitgliedschaft geehrt wurden. Schützenkönige 1964 wurden Robert Amman jr., Schützen, August Meyer, Alterskönig und Eberhard Apelt Jugendkönig.
Der Jugendspielmannszug konnte beim 11. Landestreffen der Spielmannszüge den 1. Platz erreichen.
Auf der Mitgliederversammlung vom 18.10.1964 wurde beschlossen erstmalig eine Damenmannschaft aufzustellen. Damit wurde das Jägercorps nun endlich auch für Damen geöffnet.

1965

Das Amt des Schießwartes bekleidet ab 1965 Robert Amman sen. . Im Mai des gleichen Jahres tritt der 1. Vorsitzende Werner Rempe zurück, da sich seiner Meinung nach, am Kreisschützenfest in Altenhagen zuwenig Schützen des Jägercorps beteiligt hätten.
Auf der nachfolgenden Versammlung wurde der 2. Vorsitzende Karl Goldschmidt als 1. Vorsitzender gewählt und der Schützenbruder Karl Friedrich Bartels als 2. Vorsitzender nachgezogen. Königswürden im Jahr 1965 errangen: Fritz Müller Schützenkönig, Peter Hoffmann Jugendkönig und August Flohr Alterskönig. Mit Beendigung des Jahres 1965 stellte auch der Jugendspielmannszug mangels genügender Interesse seine Arbeit ein. Das Thema Musik im Jägercorps wurde endgültig ad acta gelegt.

1966

Anläßlich der Generalversammlung 1966 wurde der Schützenbruder Georg Bialetzki, nun schon zum wiederholten Mal, als bester Jahresschütze des Jägercorps ermittelt. Außerdem bestätigte die Generalversammlung den Beschluß der Mitgliederversammlung zur Neuwahl des 1. Vorsitzenden Karl Goldschmidt und des 2. Vorsitzenden Karl Friedrich Bartels. Als Schriftführer wurde Hans Ziehlke neu gewählt.
Bei den Kreismeisterschaften des gleichen Jahres konnte der erst im Vorjahr eingetretene Jungschütze Klaus Greve in der Jugendklasse Gold gewinnen und wurde somit Kreismeister. Schützenkönige 1966 wurden Leopold Zimmermann Schützenklasse, August Flohr Altersklasse und D. Glagau Jugendklasse. Jahresbester Schütze wurde Kurt Malinowski. In diesem Jahr wurden 385.000 Schuß Luftgewehrmunition sowie 2.500 Schuß KK-Munition verbraucht. Erstmalig wurde auch durch den Reiseleiter Hans Höhne eine Mehrtagesfahrt-Moselfahrt nach Enkirch durchgeführt.

1967

Auf der Generalversammlung 1967 wurde die Meldung einer Damenmannschaft beschlossen. Die Damensprecherin wurde Ingrid Jainzyk. Die Schützenbrüder Zimmermann und Kosak übernahmen die Betreuung der Jugend. Königswürden errangen 1967: Schützenkönig Heinz Marock Ellernstr., Jungschützenkönig Kl.-D. Thiede, Alterskönig August Meyer und erste Damenkönigin im Jägercorps Springe wurde Karin Müller. Jahresbester wurde erneut Kurt Malinowski.
Erstmalig wurden auch Vereinsmeister in der Damenklasse (I. Jainzyk) und Juniorenklasse (K. Greve) ausgeschossen. Weitere Vereinsmeister wurden H. T. Jainzyk Schützanklasse, G. v. Overstraten Jugendklasse sowie R. Amman Altersklasse.

1968

Der Schützenbruder Thiede wurde auf der Generalversammlung 1968 als Jugendleiter gewählt. Für den Mitte des Jahres ausgeschiedenen Schießmeister Robert Amman wurden Friedrich Müller und Heinz Marock eingesetzt. Schützenkönig 1968 wurde Theodor Jainzyk, Jungschützenkönig Klaus Greve, Alterskönig August Meyer und Damenkönigin Ursel Mantel.
Erneut unternahm das Jägercorps Springe im September eine Rheinfahrt um den befreundeten Schützenverein Bingen Dietersheim zu besuchen. Der Schützenbruder und Bürgermeister von Springe, Walter Lichtenberg, nahm an dieser Fahrt teil und überreichte dem Schützenverein Bingen Dietersheim ein Gastgeschenk der Stadt Springe. Die Presse berichtete:

Schützenfreundschaft gefestigt
Jägercorps aus Springe zum Gegenbesuch in Bingen

"Das Wetter war gut und die Stimmung prima. Unser Gegenbesuch beim befreundeten Schützenverein in Bingen war ein voller Erfolg", melden uns jetzt die Mitglieder des Jägercorps. Sie waren besonders froh darüber, daß Bürgermeister Walter Lichtenberg mit von der Partie war. Auf dem Bingerbrücker Bahnhof empfing eine Abordnung des Schützenvereins "St. Hubertus" das Jägercorps aus Springe. Gastgeber und Gäste nutzten sofort die Gelegenheit, in persönlichen Gesprächen die Freundschaft zu bekräftigen.
Nachmittags wurden die Springer Schützen mit Bürgermeister Walter Lichtenberg an der Spitze im Binger Rathaus von dem 1. Beigeordneten Ernst Jung empfangen. Jung würdigte die freundschaftliche Beziehung zwischen den Schützen und ließ anklingen, daß dieser Kontakt auch auf beide Städte ausgebaut werden könne. Er überreichte Bürgermeister Lichtenberg eine golden Erinnerungsmünze. Der Springer Bürgermeister revanchierte sich mit einem Gastgeschenk.
Bei einem Mannschaftswettbewerb der Sportschützen auf dem Schießstand in Dietersheim gingen die Binger Schützen als Sieger hervor. Der 2. Vorsitzende des Jägercorps, Karl-Friedrich Bartels, und Hans Höhne überreichten bei dieser Gelegenheit ihren Gastgebern einen Fahnenwimpel und - was konnte es auch sonst sein - einen Wisent.
Viel Spaß hatten die Gäste aus Springe schließlich noch an einer Rheinfahrt. Den Abschluß bildete eine Besichtigung der Domstadt Köln.

1969

Anläßlich der Generalversammlung 1969 wurde Friedrich Müller als Schießmeister für den ausgeschiedenen Robert Amman bestätigt und gewählt. Im Februar des gleichen Jahres fand im Kulturheim wieder das traditionelle Karnevalsvergnügen statt. Dieses mal wurde es gemeinsam mit dem Spielmanns und Hörnercorps Springe durchgeführt. Die Presse berichtete:

Beim Karneval wurden sie wieder Freunde

Ein Segen, daß seinerzeit das Kulturheim an der Haller so stabil errichtet wurde, denn sonst hätte es den karnevalistischen Ansturm am Wochenende kaum standgehalten. Kein Blatt hätte unbelangt zur Erde fallen können als der Elferrat, an der Spitze mit seinem Präsidenten Hans Höhne, unter dem brausenden Jubel der Närrinnen und Narren seinen Einzug hielt. Eine Lachsalve löste die andere ab als Büttenredner auf Büttenredner die Stimmung zum Siedepunkt anheizte. Und das alles bei zwei Springer Gemeinschaften, die jahrelang ein wenig spinnefeind waren. Das Jägercorps und das Spielmanns- und Hörnercorps haben sich wieder zusammengerauft, und wie der Vorsitzende der Spielleute, Georg Henßen, in seiner Begrüßung ganz richtig vermerkte, ist in Springe etwas Wahrheit geworden, Worauf viele Deutsche in der großen Politik schon viele Jahre warten. Auf alle Fälle darf man beiden Vereinen bescheinigen, diese Veranstaltung war gelungen. Ob es die, vom letzten Schützenfest noch gut in Erinnerung, pausenlos aufspielende Kapelle Plötz war, die große Tombola oder die farbenprächtigen Kostüme der Teilnehmer, alles paßte sich harmonisch dem Verlauf des recht langen Abends an.

Einmal mehr bewies der Schützenbruder Hans Höhne, daß er mit seiner Kölner Frohnatur auch die sturen Niedersachsen in Wallung bringen konnte.
Schützenkönige des Jahres 1969 wurden: Fritz Müller Schützen, Klaus Dieter Thiede Jugendkönig, August Meyer Alterskönig und Brigitte Wicht Damenkönigin.

1970

Eine Änderung gab es im Vorstand anläßlich der Generalversammlung 1970. Kurt Meyer wurde für Hans Ziehlke Schriftführer und Hans Ziehlke übernahm das Amt des Gerätewartes. Zum Ehrenmitglied wurde August Flohr ernannt. Somit hatte das Jägercorps neben Heinrich Katz nun ein weiteres Ehrenmitglied.
Vom Kreisverband wurde Karl Goldschmidt mit der silbernen Ehrennadel, die Schützenbrüder Karl-Friedrich Bartels, Karl Pelzmeier, August Meyer und Albert Marock mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.
Im Kulturheim fand wieder eine Karnevalsveranstaltung statt und die Tagesfahrt ging in diesem Jahr an die Möhnetalsperre.
Als Könige konnten bekanntgegeben werden, Robert Hamann Schützenkönig, Heiko Groth Jugendkönig, Karl Goldschmidt Alterskönig und Brigitte Wicht Damenkönigin.

1971

Erneut eine Änderung im Vorstand gab es auf der Generalversammlung 1971. Friedrich Müller wurde nun neben dem Schießwart auch zum 2. Vorsitzenden gewählt. Der Schützenbruder Achim Wicht wurde zum neuen Jugendleiter gewählt.
Im Kreisverband wurde in der Saison 1970/71 das Auflageschießen eingeführt. Schießsportleiter für dieses Auflageschießen wurde Friedrich Müller. Dieser konnte im Jahr 1971 zu den ersten Kreismeisterschaften der Auflageschützen in das Schützenhaus in Springe einladen. Bei den Kreismeisterschaften wurde Friedrich Müller Kreismeister in der Altersklasse. Kreiskönig der Junioren wurde Manfred Radny vom Jägercorps Springe. Schützenkönige des Jägercorps wurden: Schützen Jürgen Kämmerer, Junioren Jürgen Hüper, Alterskönig Karl Goldschmidt und Schützenkönigin Brigitte Wicht. Die Herbstfahrt ging erneut an den Rhein mit dem Ziel Bingen.

1972

Das Jubiläumsjahr 1972, 75 Jahre Jägercorps, wurde würdig begangen. So fand im September eine Jubiläumsschießsportwoche statt, zu welcher alle Vereine des Kreisschützenverbandes eingeladen waren. Es ging hier um Pokale, Wanderpokale und Jubiläumsmedaillen. Die Siegerehrung fand am 21 Oktober des gleichen Jahres anläßlich einer Festveranstaltung im Springer Kulturheim statt. Fast im Alleingang wurden vom Schützenbruder Hans Höhne die Pokale besorgt. Der vom damaligen Bürgermeister Lichtenberg gestiftete Wanderpokal wird noch heute unter den drei Springer Vereinen ausgeschossen.

Beim Jägercorps ging es hoch her
Traditionsreicher Jubilar feiert 75jähriges Bestehen

Das Jägercorps Springe von 1897, daß sich dem Schießsport und der Geselligkeit verschrieben hat, beging dieser Tage im festlichen Rahmen sein 75jähriges Jubiläum. Während der erste Tag als Auftakt zu der Jubiläumsfeier dem Empfang und der Begrüßung der vielen Vereine und Gratulanten gewidmet war, trafen sich am Wochenende die Schützenbrüder und -schwestern mit ihren Freunden und Gästen im Springer Kulturheim, um ausgiebig das Tanzbein zu schwingen.
Beim Empfangsabend konnte der erste Vorsitzende Karl Goldschmidt unter den zahlreichen Gratulanten viele Ehrengäste begrüßen. Als äußeres Zeichen der Anerkennung für das Corps übergab der Vorsitzende des Kreisschützenverbandes Deister-Süntel-Calenberg im Auftrage des Landesverbandes dem Jubilar eine Plakette. Für langjährige Vereinstreue erhielten die goldene Ehrennadel des Deutschen Schützenbundes die Schützen Karl Goldschmidt, Karl Pelzmeier, Hans Höhne, Fritz Fricke, Heinrich Blume, Hermann Kastorf, Albert Marock, August Meyer. Zahlreiche Schützen wurden ausgezeichnet, die seit 15 Jahren dem Kreisverband und dem Jägercorps angehören, darunter Bürgermeister Walter Lichtenberg.

Die Jugendmannschaft, bestehend aus Jürgen Hüper, Axel Manger und Joachim Kebel, wurde im gleichen Jahr Kreismeister. Joachim Kebel wurde in der Einzelwertung Kreismeister.
Schützenkönige des Jahres 1972 wurden: Schützen Georg Bialetzki, Jungschützen Jürgen Hüper, Alterskönig Karl Goldschmidt und Damenkönigin Brigitte Sprengel.
Die Herbstfahrt führte die Mitglieder und Gäste nach Bad Münster am Stein.

1973

Bei der Generalversammlung 1973 wurde der Vorstand des Jägercorps bis auf den aus persönlichen Gründen ausscheidenden Schriftführer Kurt Meyer bestätigt. Neuer Schriftführer wurde nun Werner Thiede. Als neues Ehrenmitglied wurde Friedrich Thies aufgenommen. Es wird beschlossen im Jugendbereich ab diesem Jahr einen Jugend- sowie einen Juniorenkönig auszuschießen.
Mit einem großem Karnevalsvergnügen wurden die Jubiläumsfeierlichkeiten abgeschlossen. Neben der Vatertagstour wurde eine Damenfahrt sowie eine Rheinfahrt zum befreundeten Schützenverein nach Bingen unternommen. Folgende Majestäten gab es 1973 im Jägercorps: Schützenkönig Klaus Dieter Thiede, Jugendkönig Matthias Gaedke, Juniorenkönig Horst Ziehlke, Alterskönig August Meyer. Eine Damenkönigin wurde in diesem Jahr nicht ausgeschossen.

1974

Auf der Generalversammlung 1974 wurde die Satzung, die im großen Stil vom Schützenbruder Ernst Marock überarbeitet wurde, angenommen. So wird es ab sofort "Jägercorps Springe von 1897" heißen. Diese Versammlung besuchten über 50% der Mitglieder (= 72 Mitglieder).
Zahlreiche Pokalschießen auf die Jubiläumspokale wurden durchgeführt und auch an den Pokalschießen auswärtiger Vereine wurde teilgenommen. Im Rundenwettkampf 74/75 wurde die 1. Mannschaft des Jägercorps Kreismeister. Die Schützenkönige des Jahres 1974 waren: Fritz Müller Schützenklasse, Matthias Gaedke Jugendkönig, Horst Ziehlke Juniorenkönig, August Meyer Alterskönig und Damenkönigin Helga Marock.
Als Herbstfahrt wurde eine Moselfahrt nach Bernkastel-Andel durchgeführt.

1975

Anläßlich der Generalversammlung 1975 wurde der Schützenbruder Ernst Marock als Hauptschießsportleiter neu in den Vorstand gewählt. Damit wurde die jahrelange Doppelfunktion des Schützenbruders Friedrich Müller als Hauptschießsportleiter und als 2. Vorsitzender beendet. Aufgrund ihrer Leistungen erhielten die Schützenbrüder Karl Pelzmeier, Friedrich Müller sowie Hans Höhne die Verdienstnadel des Jägercorps Springe in Gold. Im Februar wurde mit einem Schützenball eine Tradition, nämlich die Karnevalsfeier, im Kulturheim fortgesetzt.
Mit der Schützenschwester Ruth Hüper stellte das Jägercorps in diesem Jahr die Kreisdamenkönigin. Die Damenauflagemannschaft sowie die Juniorenmannschaft wurden Kreismeister. Bei den Junioren lagen in der Einzelwertung mit A. Funke und J. Knebel ebenfalls 2 Schützen des Jägercorps an der Spitze.
Schützenmajestäten im Jägercorps waren: Schützenkönig Jürgen Kämmerer, Jugendkönig Erich Ziehlke, Juniorenkönig Jürgen Hüper, Alterskönig August Meyer und Damenkönigin Ruth Hüper.
Die Herbstfahrt ging erneut an die Mosel.

1976

Anläßlich der Generalversammlung 1976 konnten wieder zahlreiche Mitglieder für eine 50jährige Mitgliedschaft im Jägercorps Springe geehrt werden.. Zum Ehrenmitglied wurde nach 49jähriger Mitgliedschaft der langjährige Fahnenträger des Jägercorps Springe, Heinrich Gödecke, ernannt. Nicht zuletzt die enorme Teilnahme von 90 Mitgliedern an der Generalversammlung zeugt davon, welch großer Corpsgeist zu dieser Zeit vorherrschte. Die Presse berichtete dazu:

Fünf Jubilare standen beim Jägercorps von 1897 im Mittelpunkt

Die Zeit ist wieder da, wo Vereine und Gemeinschaften zum fröhlichen Umtrunk mit kräftiger Stärkung einladen. Am Wochenende traf sich diese gemütliche Runde im Schützenhaus, wo das Jägercorps von 1897 traditionell Kameradschaftsabend feierte.
Der Hauptschießsportleiter Ernst Marock stellte den knapp 90 Anwesenden die Jubilare vor, die seit über 50 Jahren eifrige Mitglieder des Jägercorps Springe sind. Obwohl sie schon vor geraumer Zeit vom Verein geehrt wurden, war es nun endlich die höchste Auszeichnung des Deutschen Schützenbundes, die goldene Ehrennadel dieses Dachverbandes, die ihnen zuteil wurde.

Kreiskönigin in diesem Jahr wurde Ruth Hüper vom Jägercorps Springe, welche damit ihren Vorjahreserfolg wiederholen konnte. Mit Georg Schulze (Jugendbereich) und Helmut Ehlers (Schützen) konnte das Jägercorps beide Schützenbürgerkönige stellen. Schützenkönige wurden: Georg Wilhelm Hüper Schützenkönig, Georg Schulze Jugendkönig, Jürgen Hüper Juniorenkönig, Karl Goldschmidt Alterskönig und Christel Marock Damenkönigin. Zum ersten Mal wurde auch ein Schülerkönig proklamiert. Diesen Titel erschoß sich Ralf Kallinich. Bei den Rundenwettkämpfen 1976/77 wurde die 1. Mannschaft in der 1. Kreisklasse Sieger und stieg somit auf.
Erstmalig wurde in diesem Jahr auch das im Jägercorps sehr beliebte Hubertusschießen durchgeführt.
Die traditionelle Herbstfahrt ging in diesem Jahr nach Luxemburg. Leider war es die letzte vom Schützenbruder Hans Höhne geleitete Fahrt. Schon während der Fahrt von einer schweren Krankheit gezeichnet, verstarb er 76jährig im Dezember des Jahres 1976. Ein großer Aktivposten im Jägercorps wurde mit ihm zu Grabe getragen.

1977

Auf der Generalversammlung 1977 gab es einen Wechsel an der Führungsspitze des Jägercorps Springe. Nach 21jähriger Vorstandsarbeit, davon allein 11 Jahre als 1. Vorsitzender, legte Karl Goldschmidt sein Amt aus Alters und Gesundheitsgründen nieder. Die NDZ berichtete über den Rücktritt von Karl Goldschmidt unter anderem: " Karl Goldschmidt hat diesen Entschluß nach 20jähriger Tätigkeit im Vorstand des Jägercorps, dem er seine ganze Kraft und Erfahrung uneigennützig gewidmet hat, schweren Herzens gefaßt. " Die Ära Goldschmidt, welche durch eine ruhige und erfolgreiche Zeit für das Jägercorps bezeichnet werden darf, fand mit der Ernennung von Karl Goldschmidt zum Ehrenvorsitzenden ein Ende. Aber mit der Wahl von Friedrich Müller zum neuen 1. Vorsitzenden und Jürgen Kämmerer zum 2. Vorsitzenden begann eine neue Ära, welche noch lange währen sollte.
Mit der Vorbereitung und Durchführung der Herbstfahrten wurde der Schützenbruder Gerd Gehlen beauftragt.
Der 80jährige Geburtstag des Jägercorps wurde mit einem stimmungsvollen Ball im Kulturheim begangen. Einen großen Bericht gab es anläßlich des 80jährigen Jubiläums auch in der Presse.

Zu den Schießabenden kommen Rund 60 Aktive
80 Jahr Jägercorps Springe - Gute Nachwuchsarbeit

Auch Vereine haben ihre Geschichte. Haben Höhen und Tiefen, gute und schlechte Zeiten, Krisen und glanzvolle Epochen. Immer aber ist dieses Auf und Ab, ist dieser ständige Wechsel des Geschehens durch alle Jahre mit Namen und Personen verbunden, die in leitender Position aber auch durch treue Mitgliedschaft und Mitarbeit einen Verein tragen.
Einer dieser alten Traditionsvereine ist das Jägercorps Springe von 1897 e.V., welches in diesem Jahr sein 80. Jubiläum hat. Dieses Jubiläum wird nicht besonders groß gefeiert, kommen doch die Mittel für die schießsportlichen Leistungen zur Förderung der aktiven Schützen zugute. In erster Linie ist an die Jugend gedacht - für die Generation, die einst den Fortbestand des Corps sichern soll. Denn Schießen ist Sport und Sportgeräte sind Sportwaffen: sind Luftgewehre, Luftpistolen und Kleinkalibergewehre, die den Sportschützen ein uneingeschränktes Recht zur Bestätigung in der von ihnen gewählten Sportart zusteht und für sportliche Zwecke bestimmt sind.
Menschen aller Altersklassen und vor allen Dingen der Jugend, bietet sich hier ein weites Betätigungsfeld mit schießsportlichen Leistungen an. "Jugendförderung"! Jeder spricht davon. In den Reihen der Jäger gibt es 6 Vereinsmitglieder, die schon ihr 50jähriges Mitgliedsjubiläum feierten. Aber ebenso gibt es zur Zeit über 30 aktive Mitglieder unter 20 Jahren. Die Schützendamen haben sich einen guten Platz in den Reihen der Schützen des Kreisverbandes "Deister-Süntel-Calenberg" verschafft.
Jeden Freitag ist für die Schützen des Jägercorps im Schützenhaus Schießabend. An diesem Tag herrscht Hochbetrieb, stehen doch im Schnitt jedesmal rund 60 aktive Schützen vor den Scheiben, um ihr sportliches Können unter Beweis zu stellen. Über 100 aktive Schützen, Schützendamen, Junioren, Jugend, Schüler und Senioren, letztere über 70 Jahre, nehmen im Laufe der Schießsaison mit regem Interesse am Schießsport teil.
Neben den jährlichen Vereinsmeisterschaften in den einzelnen Disziplinen - LG, LP, KK und KK-Dreistellungskampf - steht das Schießen auf über 20 Vereins-, Jubiläums- und sonstige Schützenpokale auf dem laufenden Terminplan.
An den Kreisrundenwettkämpfen nimmt das Jägercorps zur Zeit mit 8 Mannschaften teil, und hat sich beachtlich gute Plätze in den einzelnen Kreisklassen ihrer Gruppe gesichert. Einmal im Jahr wird ein großes Preisschießen veranstaltet. Zum Jahresausklang findet das Jahresabschießen mit anschließendem gemütlichen Beisammensein statt. Im übrigen werden beim Jägercorps die meisten Pokale auf Teiler ausgeschossen.
Das bedeutet zum Beispiel ein Ergebnis eines 10 Teilers: Um 10/1000 mm verfehlte der Schuß die Mitte der Scheibe. Der Höhepunkt ist dann aber wohl immer noch das Schützenfest. Nehmen doch alle aktiven Schützen am Schießen um die Königswürde in den einzelnen Klassen teil. Fünf Majestäten sind zu ermitteln, und hierbei geht es ehrlich und streng vonstatten.
Gleichzeitig wird traditionell auf die Marock-Ehrenscheibe mit dem Luftgewehr geschossen. In der selben Zeit findet auch das Schießen zur Kreiskönigswürde statt und hier hatten wir die Chance in den zwei vergangenen Jahren die Kreiskönigin zu stellen. Aber auch Bürger- und Jungbürgerkönig sind immer schon beliebte Ziele, errungen von Schützen des Jägercorps, gewesen.
Selbstverständlich ist das Übungsschießen letztlich nicht zu vergessen, denn erst durch Übung und Training wie in jeder Sportart, sind auch im Schießsport nur Leistungen zu erreichen - und welcher Sportler möchte seine Leistungen nicht steigern.
Das Leben und Fortbestehen eines Vereins ruht auf zwei Säulen: einmal auf der Lebendigkeit und Gestaltungskraft in der Bewältigung der sportlichen Ziele und zweitens der Geselligkeit. Das neben dem Sportlichen nicht das Gesellschaftliche zu kurz kommt, dafür sorgt der Vergnügungsausschuß. Keiner der Beteiligten, die an Fahrten ins Rheinland oder am Wintervergnügungen im Februar teilgenommen haben, wird je die herzliche Kameradschaft im Jägercorps vergessen.
Diese Information zeigt, wie die Terminpläne des Jägercorps gerafft voll interessanter, sportlicher und gesellschaftlicher Möglichkeiten sind und für die verantwortlichen Spartenleiter termingerecht unterzubringen sind.
Selbstverständlich sind alle Interessierten am Schießsport ab dem 12. Lebensjahr immer gern gesehen. Kommen Sie doch einmal an einem Freitag zu unserem Schießabend. Fragen Sie unsere aktiven Schützen. Sie werden begeistert sein von unserem aufrichtigen, fairen Sport - und der Geselligkeit.

Durch den 2. Vorsitzenden Jürgen Kämmerer wurde in diesem Jahr der Jugendabteilung eine eigene Standarte mit den Worten " Diese Standarte soll Euch ein köstlich Kleinod sein, stets sollt Ihr Euch im Zeichen der Kameradschaft und Brüderlichkeit unter dieser Fahne zusammenfinden. Sie soll Euch zur Begeisterung für den Schießsport und zum Erfolg führen. Die Standarte echten Schützengeistes wehe über unseren Reihen zum Segen und Wohle aller die sich um sie scharen."
Die 1. Schützenmannschaft und die 1. Auflagemannschaft stiegen in die Kreisliga auf und auch die Damenauflagemannschaft wurde Sieger in ihrer Klasse und konnte somit aufsteigen. Die Könige des Jahres 1977 lauteten: Schützenkönig Achim Wicht, Schülerkönig Ralf Kallinich, Jugendkönigin Monika Kämmerer, Juniorenkönig Herbert Ziehlke, Damenkönigin Ruth Hüper und Alterskönig Karl Pelzmeier.
Die Herbstfahrt führte 1977 nach Rothenburg ob der Tauber

1978

Auf der Generalversammlung 1978 konnte der Schützenschwester Ruth Hüper, aus Anlaß des Erreichen des dreimaligen Sieges beim Kreiskönigsschießens in Folge, die goldene Ehrennadel des Jägercorps Springe überreicht werden. Der Schützenbruder Heinrich Blume erhielt die goldene Ehrennadel des Deutschen Schützenbundes. Gute Leistungen gab es auch wieder beim Kreiskönigsschießen, hier wurde Ruth Hüper erneut Kreisdamenkönigin, Werner Thiede wurde Kreisalterskönig und Robert Hamann erreichte den Titel eines 1. Ritters.
Schützenkönig 1978 wurde Jürgen Hüper, Jugendkönig Erich Ziehlke, Juniorenkönig Heinz Wolters, Alterskönig Friedrich Müller, Schülerkönig Markus Kämmerer und Damenkönigin Helga Marock.
Die Herbstfahrt führte die Teilnehmer dieses Jahr mit einem Bus in die geteilte Hauptstadt Berlin.

1979

Nach dem der bisherige Jugendleiter des Jägercorps Achim Wicht, nach fast 10jähriger Tätigkeit, sein Amt auf der Generalversammlung 1979 aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung gestellt hatte, wurde Jürgen Hüper als dessen Nachfolger gewählt. Sein Stellvertreter wurde Klaus Greve, welcher ab März des gleichen Jahres die Funktion des Jugendleiters übernahm. Neben einer Veranstaltung eines Discoabends wurde zum ersten Mal eine Jugendfreizeit in St. Andreasburg durchgeführt.
Im Juni verstarb der Ehrenvorsitzende Karl Goldschmidt, ein Mann, dem das Jägercorps unheimlich viel zu verdanken hat. Ebenfalls wurde im gleichen Jahr mit Albert Marock ein verdientes Mitglied und ein großer Förderer des Vereins zu Grabe getragen.
Könige des Jahres 1979 wurden: Helmut Ehlers Schützenkönig, Jens Tegtmeier Jugendkönig, Regina Mägde Juniorenkönigin, Friedrich Müller Alterskönig, Gisela Schatz Damenkönigin und Schülerkönig Markus Kämmerer
Erstmalig wurde die Herbstfahrt über 5 Tage durchgeführt. Sie führte die Mitglieder des Jägercorps in den Bayrischen Wald nach Obernzell. Auch eine Weihnachtsfeier für die Kinder der Vereinsmitglieder wurde in diesem Jahr zum ersten Mal durchgeführt.
Der Mitgliederbestand zum Jahresende betrug 179 Mitglieder.

1980

Mit Wirkung vom 1.1.1980 beantragte das Jägercorps Springe die Aufnahme in den Landessportbund. Für 70jährige Mitgliedschaft im Corps und 60jährige Mitgliedschaft im Deutschen Schützenbundes wurde dem Schützenbruder Friedrich Thies die goldene Ehrennadel des Deutschen Schützenbundes überreicht.
Bei den Kreismeisterschaften wurden Markus Kämmerer in der Schülerklasse und Ralf Kallinich in der Jugendklasse Kreismeister.
Könige des Jägercorps waren in diesem Jahr: Markus Kämmerer Schülerkönig, Detlef Immig Jugendkönig, Monika Kämmerer Juniorenkönigin, Heinz Wolters Schützenkönig, Helga Marock Damenkönigin, Erwin Schatz Alterskönig und Karl Pelzmeier Seniorenbester. Jungschützenbürgerkönig der Stadt Springe wurde Ralf Kallinich.
Die Herbstfahrt des Corps ging nach Berchtesgarden.

1981

Die Generalversammlung 1981 brachte erneut eine Veränderung in der Jugendleitung. Für den zurückgetretenen Jugendleiter Klaus Greve übernahm nun Horst Ziehlke die Führung der Jugendabteilung. Sein Stellvertreter wurde Erich Ziehlke. Klaus Dieter Thiede wurde Referent für Luftpistolen. Eine besonders geschaffene Ehrennadel des Jägercorps wurde dem ältesten Mitglied des Jägercorps, Fr. Thies, für seine langjährige Vereinstreue verliehen.
Auch das Schützenfest brachte Änderungen mit sich. Erstmalig war der Festplatz am Hallenbad. Trotz allem wird das Programm des Schützenfestes sowie die Beteiligung an selbem sich für das Jägercorps Springe nicht ändern. Auf alte Tradition bauend, wird man sich in altbewährter Weise an allen Festtagen beteiligen.
Bei den Kreismeisterschaften im KK-Bereich konnte die Auflagemannschaft den Titel erringen. Neuer Jugendleiter wurde mit Wirkung zum 13.06.81 Klaus Dieter Thiede. Mit einem Grillfest am Pfadfinderheim, verbunden mit einer Jugendfreizeit führte er sich bei den Jugendlichen hervorragend ein.
Auch bei den Rundenwettkämpfen konnte die KK-Auflagemannschaft den 1. Platz mit 8:0 Punkten belegen. Ebenso Siegreich war die Damen-Auflagemannschaft, welche in der Kreisliga im Luftgewehr Kreissieger wurde.
Schützenkönige 1981 wurden: Walter Haller Schützenkönig, Markus Kämmerer Jugendkönig, Monika Kämmerer Juniorenkönigin, Jochen Kokott Schülerkönig, Ernst Marock Alterskönig und Helga Marock Damenkönigin.
Das Langjährige Mitglied des Jägercorps und der ehemalige Bürgermeister der Stadt Springe Walter Lichtenberg verstarb in diesem Jahr.
Die Herbstfahrt des Corps ging nach Bühlertal.

1982

Am 6. April des Jahres 1982 wurde die Standarte der Feuerwehr Springe geweiht, sie wurde von dem damaligen Kreisbrandmeister Heine symbolisch mit der Fahne des Jägercorps Springe verbunden.
Stolz war man im Jägercorps Springe auf den noch in der Schülerklasse schießenden Carsten Spilker, er wurde Landesmeister mit der Luftpistole. Beim Bürgerkönigschießen wurde Markus Kämmerer Schützenjungbürgerkönig. Als Schützenmajestäten wurde proklamiert: Schützenkönig Georg Wilhelm Hüper, Jugendkönig Markus Kämmerer, Juniorenkönig Erich Ziehlke, Schülerkönigin Kerstin Bialetzki, Alterskönig Friedrich Müller und Damenkönigin Elsa Clodius.
Erstmalig hatte die Jugendabteilung anläßlich des Ausmarsches am Sonntag ihre neue Schützenkleidung angelegt. Man marschierte in schwarzer Hose, weißem Hemd, grünem Halstuch mit braunen Lederknoten sowie mit einem Barett. Die mittlerweile ca. 40 Jungschützen starke Jugendabteilung unternahm in diesem Jahr eine Jugenfreizeit in der Lüneburger Heide. In der NDZ wurde darüber folgendes berichtet:

Ein Angelsee gehörte zum Zeltplatz
Jugendliche des Jägercorps Springe verlebten eine Freizeit in der Lüneburger Heide

Gut erholt kehrten 21 Jugendliche des Jägercorps Springe aus der Lüneburger Heide zurück. Die Nachwuchsschützen hatten kürzlich die NDZ-Leser vom Hüttenseepark Meißendorf gegrüßt. Jugendleiter Klaus-Dieter Thiede und die Betreuer Benita Thiede und Georg Bialetzki hatten das schwere Gepäck mit der Verpflegung auf einem VW-Transporter vorausgeschickt.
Neun Tage bei herrlichem Sommerwetter wurden zu einem schönen Erlebnis. Die Freizeit wurde zum Teil aus der eigenen Tasche, aber hauptsächlich dem Sparschwein Fridolin entnommen. Im Herbst ist schon jetzt ein Grillabend und im kommenden Jahr wieder eine größere Freizeit eingeplant.
Die Jugendfreizeit in der Heide brachte eine Fülle von Erlebnissen und Ausflügen. Eine Radtour zur Gedenkstätte Bergen in Bergen-Belsen gehörte mit zum Programm und hinterließ einen nachhaltigen Eindruck einer grausigen vergangenen Zeit. Zum Zeltplatz gehört auch ein großer Angelsee und unsere "Heidebutschers" machten reichhaltig Gebrauch den Fischen zu Leibe zu gehen, zumal der Schorse, ein alter Angler, regelrecht die Flinte ins Korn warf. Viel Glück hatte der Andreas, 28 Fische waren allein sein Rekord.
Die Jagd nach dem Metall auf dem Zeltplatz wurde mit einem Metallsucher generalstabsmäßig durchgeführt und füllte die Kasse an einem Tag mit 63 Mark auf. Das gab ein gutes Grillfest ab. Björn, der 12jährige Steppke, entpuppte sich als regelrechter Schalk und manchmal auch als Schreckgespenst mit dem Taschenlampentrick.
Besuch von den Eltern gab es auch. So wurden unter anderem 200 Dosen Erfrischungsgetränke und ein Riesenfladen-Kuchen aus Springe exportiert. Die Gruppe vergrößerte sich zum letzten Wochenende um einige jüngere Schützen, die sich sehr lobend über das Geschehene und Erlebte aussprachen.
Die Abende wurden in geselliger Runde bei Fackelschein und Gitarrenspiel verbracht. Viele der Zeltnachbarn gesellten sich dazu und trugen ihren Obolus zur Gemütlichkeit bei. Mit Schwierigkeiten in irgendwelcher Art hatte man gerechnet, aber es gab einfach keine, sieht man von einem Gabelbruch auf der Rückfahrt ab.

Die Herbstfahrt des Corps ging wieder einmal an die Mosel nach Bernkastel Andel.
Anläßlich des 85jährigen Vereinsjubiläums wurde ein Pokalschießen ausgerichtet. Hauptschießsportleiter Ernst Marock konnte von einer Beteiligung von ca. 12 Vereinen mit 50 Mannschaften berichten. Die Siegerehrung fand anläßlich eines Jubiläumsballs auf der Deisterpforte statt. Die NDZ berichtete:

Der Landesmeister wurde besonders ausgezeichnet

Das Jägercorps Springe feierte sein 85jähriges Vereinsjubiläum in einem besonders eingebetteten Rahmen. Schon in den Sommerferien begann das ausgeschriebene Pokalschießen für das die Schützenvereine des Kreisverbandes "Deister-Süntel-Calenberg". 168 Schützen in 53 Mannschaften nahmen daran teil. Unter den etwa 200 Festteilnehmern wurden 11 Schützenvereinen wertvolle Pokale überreicht und acht der besten Einzelschützen ausgezeichnet. Den neuen Jubiläumspokal, welcher nun innerhalb des Corps ausgeschossen wird, gewann der diesjährige Jugendkönig und Jungbürgerkönig Markus Kämmerer.
Der 1. Vorsitzende Friedrich Müller eröffnete in einer kurzen Laudatio der 85jährigen Geschichte des Jägercorps den Festakt. Für außerordentliche Verdienste im Corps wurden Jürgen Kämmerer, Erni Marock und Werner Thiede mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet. Für die emporstrebende Jugendarbeit erhielten Klaus-Dieter Thiede und Benita Thiede die goldene Ehrennadel.
Der 1. Vorsitzende des Kreisverbandes, Pansegrau, wünschte dem Jubilar weitere erfolgreiche Jahre vor den Scheiben und zeichnete unseren erfolgreichsten Jungschützen, den Landesmeister 1982 für Luftpistole, Carsten Spilker, mit der Schützennadel aus.
In den weiteren Gratulationen ist es erwähnenswert, die Übergabe der Geburtsurkunde aus dem Jahre 1897 des Corps durch Ludwig Schnelle von der Schützengilde Springe hervorzuheben.
Leckerbissen dieses Festes war bestimmt die großgefächerte Tombola mit 200 wertvollen Preisen. Ein gelungenes Geburtstagsfest, welches das Jägercorps veranstaltete, war der Tenor der Teilnehmer - schade, daß nicht bald wieder Jubiläum ist.

Bei einem Einbruch im Schützenhaus entstand dem Jägercorps ein Gesamtschaden infolge der gestohlenen Gewehre in Höhe von ca. 8.500 DM.
Weiterhin verstarb im Jahr 1982 das Ehrenmitglied des Jägercorps, Heinrich Gödecke.

1983

Aus gesundheitlichen Gründen trat im Mai des Jahres 1983 der 1. Vorsitzende Friedrich Müller zurück. Seit 1969 war Friedrich Müller in verschiedenen Vorstandsämtern als Schießwart und 2. Vorsitzender tätig, ehe er im Jahr 1977 die Nachfolge von Karl Goldschmidt antrat. Auch in den Reihen des Kreisverbandes war Friedrich Müller aktiv. Seine Nachfolge trat zunächst kommissarisch sein Vertreter Jürgen Kämmerer an.
Großartig schossen in diesem Jahr die Pistolenschützen, so wurde Carsten Spilker in der Jugendklasse und Erwin Schatz in der Seniorenklasse jeweils Kreismeister.
Schützenkönige des Jahres 1983 wurden: Erich Ziehlke Schützenkönig, Carsten Marock Jugendkönig, Carsten Fuß Juniorenkönig, Kerstin Bialetzki Schülerkönigin, Friedrich Müller Alterskönig und Helga Marock Damenkönigin.

1984

Größere Veränderungen gab es anläßlich der Generalversammlung 1984, hier wurde zunächst der bisherige 2. Vorsitzende, Jürgen Kämmerer, als Nachfolger für den zurückgetretenen 1. Vorsitzenden, Friedrich Müller, gewählt. Neuer 2. Vorsitzender wurde Karl Friedrich Bartels, welcher dieses Amt bereits von 1966 bis 1970 ausgeübt hatte.
Nachdem er das Amt des Schatzmeisters im Jägercorps Springe 23 Jahre zur Zufriedenheit aller und ohne auch nur einmalige Beanstandungen ausgeübt hatte, trat auch der Schatzmeister Karl Pelzmeier zurück. Einer der letzten der alten Garde schied aus dem Vorstand aus und beendete damit wieder ein Stück Jägercorpsgeschichte.
Auf Vorschlag des 1. Vorsitzenden Jürgen Kämmerer ernannte ihn die Generalversammlung aus Dankbarkeit und als Anerkennung für all seine Leistungen zum Ehrenschatzmeister. Seine Nachfolge als Schatzmeister trat Kurt Meyer an. Neuer Jugendleiter im Jägercorps wurde Georg Bialetzki.
Friedrich Müller erhielt auf dem Kreisschützentag die Landesverdienstnadel in Gold. Kreisjugendkönig des Jahres wurde Carl Schulze, Einzelsieger bei den Kreispokalschießen wurde Carsten Fuß. Schützenkönige des Jahres 1984 waren: Wolfgang Zimmermann Schützenkönig, Jochen Kokott Jugendkönig, Markus Kämmerer Juniorenkönig, Andrea Gohlke Schülerkönigin, Jürgen Kämmerer Alterskönig, Regina Teppe Damenkönigin und Katharina Wiebigke Seniorenbeste. Bei den Kreismeisterschaften stellte das Corps mit Carsten Fuß und Carsten Spilker jeweils die besten Einzelschützen. Die Damenauflagemannschaft wurde erneut Kreismeister. Bei den Rundenwettkämpfen konnten die Damen ebenso die erste Schützenmannschaft den Sieg erringen.
Viel zu früh, für alle die ihn kannten, verstarb der Schriftführer des Corps Werner Thiede. Werner Thiede der insgesamt 12 Jahre den Posten als Schriftführer im Jägercorps Springe ausübte, war insbesondere ein starker Förderer der Jugendarbeit im Corps und ein großer Freund der Jugend. Unvergessen ist aber sein Organisationstalent, wenn es darum ging Preise für die Tombola, oder Pokale für den Verein zu beschaffen. Auch im Festausschuß war er stets zugegen wenn er gebraucht wurde. Zu seinem Nachfolger wurde Gerd Gehlen auf der Mitgliederversammlung vom 17.08.1984 gewählt.
Die Herbstfahrt 1984 ging nach Heidelberg.

1985

Anläßlich des Volksfestes 1985 wurde beschlossen einen Mottowagen herzurichten. Der Mottowagen des Jägercorps wurde von der Jury auf den ersten Platz gesetzt.
Beim Königsschießen konnten sich folgende Schützenschwestern und Schützenbrüder in die Siegerlisten eintragen: Kurt Meyer Schützenkönig, Kerstin Bialetzki Jugendkönigin, Jochen Kokott Juniorenkönig, Kristin Doege Schülerkönigin, Friedrich Müller Alterskönig, Elisabeth Ziehlke Damenkönigin, und Katharina Wiebigke Seniorenbeste.
Nach Füssen zu den Königsschlössern Hohenschwangau und Neuschwanstein führte die Herbstfahrt 1985.

1986

Auf der Generalversammlung 1986 konnte der Ehrenschatzmeister Karl Pelzmeier für seine 60jährige Mitgliedschaft im Jägercorps geehrt werden. Für 75jährige Mitgliedschaft im Jägercorps wurde das Ehrenmitglied Friedrich Thies geehrt. Für besondere Verdienste im Jägercorps wurde der Schützenbruder Gerd Gehlen mit der goldenen Verdienstmedaille ausgezeichnet.
Eine Neuerung gab es beim Königsschießen. Der alten Tradition folgend wird das Königsschießen auf einen Sonntag gelegt. Gemeinsam mit dem Musikverein Alvesrode wurde im Schützenrock vom Markt zum Schützenhaus marschiert. Hier wurde dann den ganzen Tag auf die Königsscheibe geschossen. Mittags gab es zünftiges Essen, so daß von einem Familienfest des Corps gesprochen werden konnte. Da sich auch zahlreiche Mitglieder an diesem Sonntag beteiligten, die sonst weniger beim Schießen zu sehen waren, konnte von einem großem Erfolg gesprochen werden. Zusätzlich gab es zu der Königs- bzw. Ritterwürde auch Preise für die erstplatzierten der jeweiligen Klassen. Auf Grund des großen Erfolges wird das Königsschießen noch heute nach diesem Modus ausgeführt.
Die ersten nach diesem Modus ausgeschossenen Könige waren: Kurt Malinowski Schützenkönig, Kerstin Bialetzki Jugendkönigin, Carl Schulze Juniorenkönig, Kristin Doege Schülerkönigin, Jürgen Kämmerer Alterskönig, Erna Gohlke Damenkönigin und Katharina Wiebigke Seniorenbeste. Beim Bürgerkönigschießen wurde Carsten Fuß Schützenbürgerkönig.
Die Luftpistolenmannschaft beendete die Rundenwettkämpfe 1986/87 als Sieger in der 2. Kreisklasse.
Anläßlich des Schützenfestes konnte für die Beiträge zu den jeweiligen Umzügen das Jägercorps bei der Jugend einen zweiten Platz und beim Festwagen erneut ein erster Platz errungen werden.

1987

Als neuer Spielmannszug für das Königsschießen wurde 1987 der Spielmannszug Süd-Ost Hannover verpflichtet. Es wurde bei dieser Verpflichtung mit einer Partnerschaft begonnen, welche bis zum heutigen Tag anhält.
Carsten Spilker konnte bei den Kreismeisterschaften der Juniorenschützen erneut einen ersten Platz bei den Luftpistolenschützen belegen. Bei den Kreismeisterschaften der Junioren im KK-Standart wurde Carl Schulze Kreismeister.
In bewährter Manier wurde auch wieder das Königsschießen durchgeführt. Nach dem den ganzen Tag um die Königswürde geschossen wurde und der Spielmannszug Süd-Ost Hannover sein Bestes zur Unterhaltung gab, konnte der 1. Vorsitzende Jürgen Kämmerer sowie der Hauptschießsportleiter Ernst Marock abends folgende Könige bekanntgeben: Heinrich Teppe Schützenkönig, Andrea Gohlke Jugendkönigin, Rainer Grabs Juniorenkönig, Antonia Claus Schülerkönigin, Jürgen Kämmerer Alterskönig, Inge Schälicke Schützenkönigin und Käthe Wiebigke Seniorenbeste.
Anläßlich der Rundenwettkämpfe konnten die 1. und die 2. Schützenfreihandmannschaft, sowie die Luftpistolenmannschaft, den Aufstieg schaffen.
Zum 2. Mal in Folge konnte der Bruno Faltinat Pokal von der Mannschaft des Jägercorps, bestehend aus den Schützen Dieter Clodius, Hans Jürgen Schälicke und Heinz Sohns, gewonnen werden.
Erfreulicherweise konnte das Corps auch in diesem Jahr beim Schützenfestumzug mit seinem Festwagen den ersten Platz belegen.
Bedauerlicher Weise mußte das Corps auch in diesem Jahr wieder von 2 verdienten Mitgliedern Abschied nehmen. So verstarb des Ehrenmitglied Fr. Thies sowie der Ehrenschatzmeister des Corps, Karl Pelzmeier. Beide werden auf Grund ihrer besonderen Verdienste einen bleibenden Platz in der Geschichte des Jägercorps Springe von 1897 e.V. haben.
Die Herbstfahrt führte die Teilnehmer 1987 nach Berchtesgaden

1988

Anläßlich der Generalversammlung 1988 wurde beschlossen, das künftig, nach dem großen Festumzug am Sonntag, auf dem Festzelt verblieben wird. Des weiteren wurde der Vorstand von der Versammlung beauftragt, künftig ab dem 60. Geburtstag der Mitglieder, diesen alle 5 Jahre ein Präsent zu überreichen.
Der Vergnügungsausschuß unter der Leitung von Otto Gohlke lud im Februar des gleichen Jahres zu einem Kappenfest ein.
Nach langer Zeit nahm das Jägercorps in diesem Jahr erstmalig wieder am Festumzug des größten Schützenfestes der Welt in Hannover teil.
Eine großartige Beteiligung gab es auch beim Königsschießen, wo folgende Sieger ermittelt wurden: Carsten Marock Schützenkönig, Antonia Claus Jugendkönigin, Carl Schulze Juniorenkönig, Carmen Schatz Schülerkönigin, Jürgen Kämmerer Alterskönig, Karin Zimmermann Schützenkönigin und Käthe Wiebigke Seniorenbeste. Schützenbürgerkönig 1988 wurde Carsten Fuß vom Jägercorps.
Anläßlich des Schützenfestes konnte der Festwagen des Corps den 2. Platz belegen.
Großartige Erfolge auch bei den Rundenwettkämpfen, die 1. und 2. Schützenfreihandmannschaft stiegen auf und die Luftpistolenmannschaft schießt nun auf Grund ihres Sieges in der Regionalliga. Ebenfalls aufgestiegen ist die 1. Schützenauflagemannschaft.
Die Teilnehmer der Herbstfahrt hatten sich erneut Rothenburg ob der Tauber als Ziel ausgesucht.
Im Jahr 1988 verstarb der Schützenbruder Walter Haller, welcher sich durch seine Tätigkeit im Jugendbereich, als Weckoffizier und bei jederart Hilfeleistungen stets auszeichnete. Ebenfalls verstarb der ehemalige Schriftführer und Gerätewart Hans Ziehlke. Weiter verstarben Ernst Kuschnerus sowie Klaus Niedergesäß.

1989

Anläßlich der Generalversammlung 1989 wurde als neuer Jugendleiter Carsten Marock gewählt und als seine Stellvertreterin Kerstin Bialetzki.
Bei den Kreismeisterschaften siegte die Freihandmannschaft des Jägercorps Springe. Die Junioren wurden bei den Kreismeisterschaften in LG-Freihand sowie KK-Liegendkampf Kreismeister und Andrea Littig wurde Einzelsiegerin bei den Junioren.
Schützenbürgerkönig wurde Carl Schulze und die Könige im Corps wurden: Hans Jürgen Schälicke Schützenkönig, Antonia Claus Jugendkönigin, Kerstin Bialetzki Juniorenkönigin, André Zimmermann Schülerkönig, Ruth Hüper Altersköingin, Elisabeth Ziehlke Schützenkönigin und Lina Ehlers Seniorenbeste.
Auf dem Landesschützentag in Einbeck wurde der Hauptschießsportleiter des Jägercorps, Ernst Marock, mit der Landesverdienstnadel in Gold geehrt.
Der Festwagen des Jägercorps konnte einen 2. und der Beitrag zum Kinderfestumzug einen 3. Platz erreichen.
Nach Bayrisch Eisenstein und Prag zog es die Teilnehmer der Herbstfahrt. An einem Familienwandertag des Corps nahmen 70 Personen Teil und der Jahresabschluß im Schießbetrieb wurde mit einem Spanferkelessen begangen.

1990

Auf Beschluß der Generalversammlung 1990 wurde Erwin Schatz zum Ehrenmitglied ernannt. Außerdem gab es zahlreiche Ehrungen. Für besondere Verdienste erhielten Doris Ziehlke sowie Christa Hamann die Verdienstmedaille in Gold. Für langjährige Vorstandsarbeit wurde der 2. Vorsitzende Karl Friedrich Bartels sowie der Schriftführer Gerd Gehlen mit der goldenen Ehrennadel des Jägercorps ausgezeichnet.
Auf der Mitgliederversammlung vom 05. Mai 1990 wurde der Schützenbruder Jürgen Hüper zum Hauptschießsportleiter des Jägercorps Springe gewählt. Sein Vorgänger, der Schützenbruder Ernst Marock, hatte dieses Amt 16 Jahre bekleidet und mit unheimlich viel Arbeitsaufwand und Erfolg ausgeführt. Als Vorstandsmitglied hatte er hierbei auch immer eine hervorhebende Position inne, so daß ihm hier nur Dank für seine Tätigkeit für den Verein gesagt werden kann. Leider war es ihm aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich, sein Amt weiterzuführen.
Bei dem Königsschießen des Corps wurden folgende Könige ermittelt: Horst Ziehlke Schützenkönig, Elke Preschel Jugendkönigin, Silke Kattner Juniorenkönigin, André Zimmermann Schülerkönig, Heinz Sohns Alterskönig, Heide Hennies Schützenkönigin und Otto Gohlke Seniorenbester. Bürgerschützenkönig wurde mit Erich Ziehlke, erneut ein Schütze des Jägercorps Springe.
Bei den Kreismeisterschaften 1990 konnten mit Carsten Fuß und Andrea Littig erneut zwei Kreismeister im KK-Bereich gestellt werden. An den Landesverbandsmeisterschaften nahmen Carsten Fuß, Andrea Littig und Carsten Spilker teil. Bei den Rundenwettkämpfen siegten die 2. Freihandmannschaft, die 1. LP-Mannschaft sowie die 2. Altersauflagemannschaft.
Kufstein war das Ziel der diesjährigen Herbstfahrt.

1991

Auf der Generalversammlung 1991 wurde der im Jahr 1990 zurückgetretene Hauptschießsportleiter, Ernst Marock, auf einstimmigen Beschluß der Versammlung, zum Ehrenhauptschießsportleiter ernannt. Für 40jährige Vereinszugehörigkeit konnten die Mitglieder Erwin Schatz, Georg Hüper und Willi Hüper mit der Ehrennadel in Gold sowie einer Ehrenurkunde geehrt werden.
Erstmalig wurde das Bürgerkönigsschießen in Springe auf dem Marktplatz durchgeführt. Für die Verpflegung sorgten die drei Schützenvereine.
Auf Wunsch vieler Teilnehmer der Herbstfahrten, ging es in diesem Jahr nach Passau und Wien.
Der Schützenbruder Friedrich Müller wurde vom NSSV für 40jährige Mitgliedschaft geehrt. Kurt Malinowski erhielt vom Kreisschützenverband die Kreisverdienstnadel in Gold.
Großartige Ergebnisse auch wieder beim Bürgerkönigsschießen, hier wurde Jürgen Kämmerer Sieger in der Schützenklasse und André Zimmermann Jungbürgerkönig.
Bei den Kreismeisterschaften belegte Carsten Fuß einen ersten Platz und war somit für die Landesmeisterschaften startberechtigt. Mit 8 : 0 Punkten konnte die Altersmannschaft der Damen die Kreisrundenwettkämpfe siegreich beenden und somit aufsteigen. König im Jägercorps wurde Jürgen Hüper, die Schützenkönigin hieß Kerstin Kusibor, Alterskönig wurde Herbert Hüper und Seniorenbester Friedrich Müller. Beim Nachwuchs waren mit Katja Czajka (Schüler ), Carmen Schatz ( Jugend ) und Silke Parusel (Junioren) ausschließlich nur unsere Mädchen erfolgreich.
Erstmalig wurde auch eine Autoorientierungsfahrt für die Mitglieder veranstaltet.

1992

Auf der Jugendversammlung 1992 wurden Frank Zipsner und Kerstin Kusibor als gleichberechtigte Jugendleiter gewählt und von der Generalversammlung bestätigt. Für 40jährige Mitgliedschaft wurde der Schützenbruder Gustav Gehring geehrt. Für den aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen 2. Vorsitzenden, Karl Friedrich Bartels, wurde Gerd Gehlen zum neuen 2. Vorsitzenden von der Versammlung gewählt. Seinen Posten als Schriftführer übernahm die Schützenschwester Elisabeth Ziehlke.
Bei den KK-Kreismeisterschaften schlugen die KK-Schützen zu. Die Mannschaft bestehend aus Carl Schulze, Carsten Fuß und Erich Ziehlke konnte 2 Kreismeistertitel, 2 Vize Meisterschaften sowie 4 Einzeltitel erringen. Nachdem es im Jugendbereich bei den Schülermannschaften ebenfalls einen Einzelsieg im LG-Bereich und durch Stefanie Czajka einen Einzelsieg im LP-Bereich gab, wurden nunmehr insgesamt 8 Kreismeistertitel sowie 6 Vizemeisterschaften verzeichnet.
Erstmalig konnten auch zwei 1. Plätze beim Schießen um die Springer Pokale (Trophäe des Ortsrats, Schwarze- und Bormann-Pokal ) belegt werden. Ein großer Erfolg konnte auch bei dem Wettkampf um den Kreiswisent erzielt werden. Die NDZ berichtete am 21.11.92: ”Jägercorps holt den Kreiswisent. Überraschung beim Kreiswisentschießen der KK-Standardschützen: Nicht die Favoriten gewannen, sondern die Mannschaft des Jägercorps Springe mit Carsten Fuß, Carl Schulze und Erich Ziehlke holte sich die begehrte Trophäe mit einem Schnitt von 776 Ringen".
Der Schützenbürgerkönig wurde mit Manfred Radny erneut vom Jägercorps Springe gestellt. Als Ergebnis des Königsschießens gab es folgende Sieger: Frank Zipsner Schützenkönig, Inge Schälicke Schützenkönigin, Maik Seehaver Jugendkönig, Silke Parusel Juniorenkönigin, André Zimmermann Schülerkönig, Eberhard Littig Alterskönig und Gustav Gehring Seniorenbester.
Die Herbstfahrt wurde in das Ost Erzgebirge nach Oberwiesenthal unternommen.

1993

Zahlreiche Ehrungen gab es auch anläßlich der Generalversammlung 1993. So wurde die goldene Kreisverdienstnadel an den Schützenbruder Georg Bialetzki verliehen. 40 Jahre im Jägercorps waren Kurt Malinowski, Heinz Sohns und Klaus Wente. Für die zurückgetretene Schriftführerin Elisabeth Ziehlke, wurde Erich Ziehlke Schriftführer. Ebenfalls seinen Rücktritt hatte der Schatzmeister Kurt Meyer erklärt. Kurt Meyer, der lange Zeit im Vorstand als Schriftführer und Schatzmeister tätig war und auch ein Aktivposten im Vergnügungsausschuß war, gebührt ebenfalls für seine nicht immer leichte Aufgabe, ein besonderer Dank. Die Nachfolge in diesem Amt trat auf Versammlungsbeschluß der Schützenbruder Peter Kusibor an.
Neben den vielen Aktivitäten des Vergnügungsausschuß fand auch wieder eine Herbstfahrt, dieses Mal nach Garmisch Partenkirchen, statt.
Schützenkönige 1993 wurden: Carl Schulze Schützenkönig, Kerstin Kusibor Schützenkönigin, Katja Czajka Jugendkönigin, Sven Könecke Schülerkönig, Kurt Malinowski Alterskönig und Seniorenkönig Gustav Gehring.
Die KK-Mannschaft in der Disziplin 100m wurde Kreismeister. Hier wurde in der Einzelwertung Carsten Fuß ebenfalls Kreismeister wie auch in der Disziplin KK-Standard. In der Disziplin Freie Waffe 120 Schuß wurde die Mannschaft des Jägercorps ebenfalls Kreismeister. Nachdem bei den Kreisrundenwettkämpfen die erste sowie die zweite Schützenfreihandmannschaft jeweils erste Plätze in ihrer Klasse belegte, konnte mit der ersten Schützenfreihandmannschaft erstmalig eine Mannschaft in die Regionalliga aufsteigen. Die Namen dieser erfolgreichen Schützen lauten: Carsten Fuß, Carl Schulze und Carsten Marock. Ebenfalls aufsteigen konnten die erste Schützenauflagemannschaft sowie die Damenaltersmannschaft.
Zwei Pokale konnten beim Springer Pokalschießen gewonnen werden und der Schützenjungbürgerkönig kam mit Maik Seehaver ebenfalls vom Jägercorps Springe.
Leider riß der Tod auch wieder eine schmerzliche Lücke in die Reihen des Corps. Mit Karl Friedrich Bartels verstarb ein Schützenbruder, welcher sich stets für die Belange des Jägercorps eingesetzt hat. So war er zweiter Vorsitzender, Mitarbeiter im Vergnügungs- und Festausschuß und war stets zur Stelle, wenn es darum ging Geburtstags- oder Krankenbesuche bei den Mitgliedern zu verrichten. Auf dem letzten Weg unserer Vereinsmitglieder war er immer derjenige, welcher die Abschiedsworte des Corps sprach.
Letztendlich bleibt festzuhalten, daß das Jägercorps Springe im Jahr 1993 an insgesamt 43 Schießabenden 41 Pokale vereinsintern ausgeschossen hat

1994

Auf eine 40jährige Mitgliedschaft im Jägercorps Springe sowie im DSB konnte der Schützenbruder Heinz Marock im Jahr 1994 zurückblicken. Eine besondere Ehrung wurde anläßlich der Generalversammlung durchgeführt.
Schützenkönige des Jahres 1994 wurden: Jürgen Hüper Schützenkönig, Sibylle Gasch Schützenkönigin, Katja Czajka Jugendkönigin, Sven Sohns Schülerkönig, Hans Jürgen Schälicke Alterskönig und Eberhard Littig Seniorenbester. Im Jugendbereich konnte mit Nicole Ziehlke auch wieder die Jungschützenbürgerkönigin gestellt werden. Bei den Kreismeisterschaften im Bereich der Luftdruckwaffen konnte Carsten Fuß in der Einzelwertung den Sieg erringen. Auch im Kleinkaliberbereich konnte er sich bei den Standardschützen sowie in der Disziplin Freie Waffe den Kreismeistertitel holen. Auch die Mannschaften standen dem nicht nach und holten sich in den Disziplinen Freie Waffe sowie 60 Schuß liegend die begehrten Titel. Die Schützenfreihandmannschaft sowie die l. Altersauflagemannschaft siegte im Luftdruckwaffenbereich bei den Rundenwettkämpfen. In der Regionalliga Deister Weser belegten die Schützen des Corps einen hervorragenden 2. Platz. Die Trophäe des Ortsrates ging zum 3. Mal in den Besitz des Jägercorps. Beim Kreispokalschießen, dem Pokalschießen des Jagdklubs sowie beim Schießen um den Goldenen Löwen von Lauenau siegten wiederum die Mannschaften des Jägercorps Springe. Der Kreiswisent wurde 1994 zum 3. Mal in Folge nach Springe geholt.
Die Herbstfahrt ging nach Reit im Winkl mit einer Tagesfahrt in die Dolomiten.
Auch in diesem Jahr verstarben wieder 2 sehr aktive Mitglieder des Jägercorps. So verstarb der langjährige Fahnenträger Heinrich Bormann sowie Otto Gohlke. Otto Gohlke war jahrelang Hauptgedankengeber beim Festwagenbau, ebenso bemühte er sich um die Beiträge der Kinderfestumzüge. Als Mitglied des Vergnügungsausschußes war er fast ständig im Einsatz, und zahlreiche Veranstaltungen werden mit seinem Namen verbunden bleiben. Letztendlich betrieb er auch aktiv den Schießsport.
Außergewöhnlich zahlreich die Veranstaltungen des Vergnügungsausschuß, so wurden 1994 2 Skatabende mit Knobeln, ein Glühweinabend, Preisschießen, Ostereierschießen, Tagesfahrt, Autoorientierungsfahrt, Herbstfahrt, Hubertusschießen und Weihnachtsfeiern für die Senioren und Kinder der Vereinsmitglieder durchgeführt. Des weiteren wurde auch noch an auswertigen Schützenfesten wie in Hannover und Bakede teilgenommen.

1995

Anläßlich der Generalversammlung 1995 wurden die Schützenbrüder Georg Bialetzki sowie Georg Wilhelm Hüper für ihre 40jährige Mitgliedschaft geehrt. Der 1. Vorsitzende Jürgen Kämmerer erhielt auf Grund seiner Leistungen für das Jägercorps den Orden für besondere Verdienste überreicht. Erstmalig, nach l0 Jahren Pause wurde auch wieder ein Tanzvergnügen auf der Deisterpforte unternommen.
Zwei Kreismeistertitel konnten vom Jägercorps Springe im Luftdruckbereich errungen werden und mit Carsten Fuß und Kerstin Kusibor nehmen 2 Schützen an den Landesverbandsmeisterschaft teil. Großartige Erfolge auch im KK-Bereich, so konnten hier in diesem Jahr 7 Kreismeistertitel errungen werden. Die Schützen Carsten Fuß und Carl Schulze werden auch hier an den Landesverbandsmeisterschaften teilnehmen. Auch bei den Rundenwettkämpfen gab es gute Ergebnisse, so konnte die 2. Schützenfreihandmannschaft mit Kerstin Kusibor, Erich Ziehlke und Ralf Kallinich in die Regionalklasse Deister Weser aufsteigen. Kreissieger in der 1. Kreisklasse wurde ebenfalls die Damenaltersauflagemannschaft. In der Regionalliga Deister Weser konnte der Vorjahreserfolg mit dem 2. Platz in der Mannschafts- und Einzelwertung wiederholt werden. Beim Springer Pokalschießen konnte erneut der Gluchypokal sowie die Trophäe des Ortsrates gewonnen werden. Noch erfolgreicher war man beim Schießen um die Schützenbürgerkönige. Hier konnten von 7 möglichen, 6 Preise gewonnen werden. So stellt das Jägercorps mit Normen Seehaver den Jungschützenbürgerkönig und mit Hans Jürgen Schälicke den Bürgerkönig der Schützen. Beim Pokalschießen in Altenhagen konnten drei 1. und beim Pokalschießen im Eldagsen ein 1. Platz belegt werden.
Schützenkönige des Jahres 1995 wurden: Jürgen Hüper Schützenkönigin, Monika Volker Schützenkönigin, Nadine Bitomsky Jugendkönigin, Maik Seehaver Juniorenkönig, Stefan Ziehlke Schülerkönig, Hans Jürgen Schälicke Alterskönig und Friedrich Müller Seniorenbester.
Mit einer Tagesfahrt an die Küste sowie der Herbstfahrt nach Lindau im Bodensee wurden den Mitgliedern weitere Höhepunkte geboten. Bei einer Autoorientierungsfahrt war eine gute Nase und Wissen gefragt. Der Preisskat am 11.11. sowie Abschießen und Weihnachtsfeier für die Kinder der Vereinsmitglieder und die Jahresabschlußfeier beendeten letztlich ein sehr erfolgreiches Vereinsjahr.

1996

Auf der Generalversammlung 1996 wurde eine Neuerung vorgestellt, künftig werden, herausgegeben von Hans Jürgen Schälicke und Harald Carsten von Oesen, Vereinsnachrichten erscheinen, um so auch die Mitglieder erreichen zu können, welche nicht regelmäßig am Schießbetrieb oder an den Versammlungen teilnehmen. Ein sehr umfangreiches Programm wurde auch vom Vergnügungsausschuß vorgestellt. Mit dem Preisskat, Wandern und Grillen, Königsschießen, Kreisschützenfest, Schützenfest Hannover mit Vormarsch, Bustagesfahrt nach Sangerhausen, Orientierungsfahrt, Herbstfahrt nach Bad Schandau und Prag, Hubertusschießen, Abschießen, Weihnachtsfeier für die Kinder der Vereinsmitglieder sowie der Jahresabschlußfeier war ein Programm vorgegeben, welches es wieder einmal in sich hatte. Bedenkt man, daß hierzu noch die wöchentlichen Schießabende kommen, so stellt man fest, das es im Jägercorps Springe keinen Müßiggang gab.
Schützenkönig des Jahres 1996 wurde Carsten Marock, Kerstin Kusibor Schützenkönigin, Stefan Ziehlke Jugendkönig, Steve Reupert Juniorenkönig, Daniel Gerberding Schülerkönig, Hans Jürgen Schälicke Alterskönig und Jürgen Kämmerer Seniorenbester. Die Bürgerschützenkönigin der Stadt Springe wurde Inge Schälicke.
Im Luftdruckwaffenbereich konnte erneut die Kreismeisterschaft durch die Schützenfreihandmannschaft belegt werden, während es im KK-Bereich 7 Titel und vier 2. Plätze gab. Die Trophäe des Ortsrates wurde zum 5. mal in Folge gewonnen und auch beim Schießen um den Bormann und den Gluchy Pokal war das Jägercorps siegreich. In Nienstedt und in Feggendorf konnten ebenfalls erste Plätze belegt werden. Beim Kreisvergleichsschießen wurden vom Jägercorps Springe die Schützin Kerstin Kusibor sowie die Schützen Carl Schulze, Carsten Fuß und Erich Ziehlke eingesetzt. Bei den Rundenwettkämpfen im KK-Bereich belegten die Schützenauflagemannschaft sowie die 2. Altersauflagemannschaft jeweils erste Plätze. Die KK-Standardmannschaft stieg von der Kreis- in die Regionalliga auf und belegte hier einen 5. Platz, wobei Carsten Fuß von 34 eingesetzten Schützen 2. wurde. Auch beim Abschießen in Altenhagen siegte die Mannschaft des Jägercorps Springe nun schon zum 4. Mal in Folge.
Die gelungene Jahresabschlußfeier war ein guter Abschluß des Jahres 1996 und mit der Bekanntgabe der Vereinsmeister des Jahres 1997 ein würdiger Beginn des 100jährigen Vereinsjubiläums.

1997

Das Jägercorps Springe von 1897 e.V. im Jubiläumsjahr

Im Jahr des 100jährigen Bestehens hat das Jägercorps Springe 143 Mitglieder. Von diesen gehören 21 Mitglieder der Jugendabteilung, 42 der Damenabteilung und 80 der Schützenabteilung an.
Schießabend des Jägercorps ist jeden Freitag im Schützenhaus Springe. Geschossen wird Luftgewehr, Luftpistole sowie Kleinkalibergewehr. Zusätzlich zum Trainingsschießen stehen an den einzelnen Freitagen noch 44 Wanderpokale in den einzelnen Sparten zum Ausschießen zur Verfügung. Zur Zeit schießen im Jägercorps 1 KK-Standardmannschaft in der Regionalliga Deister-Weser, 1 KK-Schützenauflagemannschaft in der 2. Kreisklasse Gruppe A, 2 KK-Altersauflagemannschaften in der 1. und 2. Kreisklasse. Im Bereich der Luftdruckwaffen stellt das Jägercorps Springe 1 Schützenfreihandmannschaft mit 5 Schützen in der Bezirksliga, 1 Luftpistolenmannschaft mit 5 Schützen in der Kreisliga, 1 Damenauflagemannschaft, 1 Damen Altersauflagemannschaft, 2 Schützenauflagemannschaften sowie 2 Seniorenauflagemannschaften.
Neben den einzelnen Wanderpokalschießen werden auch noch das Frühjahrspreisschießen, das Ostereierschießen, das Preisschießen, das Hubertusschießen sowie das Jahresabschießen durchgeführt.
Ein besonderer Tag im Vereinsschießen ist das jährliche Königsschießen. Hier wird in Schützenbekleidung gemeinsam vom Markt unter Vorausmarsch einer Kapelle zum Schützenhaus marschiert, um dann gemeinsam den ganzen Tag über um die jeweiligen Königswürden zu schießen. Für musikalische Unterhaltung und Kurzweil ist genauso gesorgt wie für Speisen und Getränke. Bei der Siegerehrung am Abend erhalten die besten 3 jeder Klasse zusätzlich zu den Königs- und Ritterorden auch noch Ehrenpreise. In gemütlicher Runde wird abschließend der Tag beendet.
Aber auch im geselligen Bereich kommt beim Jägercorps Springe keine Langeweile auf. Unser Vergnügungsausschuß ist das ganze Jahr über im Einsatz. So findet zunächst der Spielabend mit Skat, Rommé und Knobeln statt, weiter wird das Preisschießen ausgerichtet. Grillen und Wandern stehen ebenso auf dem Programm wie eine Tagesfahrt. Auch eine Autoorientierungsfahrt steht fest im Jahresprogramm. Eine weitere feste Größe ist der zweite Preisskat im Jahr um die Pokale (das es auch hier für jeden Teilnehmer einen Preis gibt ist Ehrensache). Weiter wird die Jahresabschlußfeier ebenso vom Vergnügungsausschuß ausgearbeitet wie Tanzveranstaltungen und die Familienweihnachtsfeier des Jägercorps. Einen weiteren Höhepunkt stellt jedes Jahr die Mehrtagesfahrt (5 Tage ) des Corps im Herbst dar.
Aber auch unsere Damen sind sehr rührig, nach dem die Damenabteilung eine wichtige Säule bei uns ist, führt sie neben dem Schießbetrieb Gemeinsamkeiten wie Kniffel- und Romméturniere, Kegeln, Geburtstagsessen sowie Besuche Kultureller Veranstaltungen durch. Auch steht sie immer ihre Frau wenn sie zur Unterstützung bei Veranstaltungen innerhalb des Corps benötigt wird.
Unsere Jugend unternimmt mit ihrem Jugendleiter neben dem Schießbetrieb ebenfalls Tages und Mehrtagesfahrten, macht gemeinsame Kinobesuche und veranstaltet Kegel- bzw. Bowlingnachmittage.
Sollten Sie Interesse an unserem Verein haben, so kommen Sie ruhig an den freitäglichen Schießabenden vorbei, oder besuchen Sie eine unserer Veranstaltungen. Gern geben Ihnen aber auch alle Vorstandsmitglieder über uns Auskunft.

Chronik

Pfeifer

Trommler

1.

Pagel, Hans-Joachim

17.

Herhold, Erhard

2.

Viole, Karl Friedrich

18.

Bernd, Peter

3.

Siebert, Rolf

19.

Pitschner, Manfred

4.

Tielinski, Hans Jürgen

20.

Bennecke, Reinhardt

5.

Reichelt, Manfred

21.

Hobein, Walter

6.

Pubantz, Reiner

22.

Hungerland, Karl Friedrich

7.

Schneeloch, Karl

23.

Spohr, Hans-Walter

8.

Janus, Dieter

24.

Helbig, Heinz

9.

Büsing, Rolf

25.

Strecker, Wolfgang

10.

Rückert, Peter

26.

Haun, Wolfgang

11.

Wedig, Gerd

27.

Stiffel, Wolfgang

12.

Bevens, Horst

28.

Hampe, Dieter

13.

Stelter, Hans-Joachim

29.

Engel, Udo

14.

Mülhans, Peter

30.

Senft, Edmund

15.

Krewin, Uwe

16.

Scholz, Wolfgang

Schützenkönig wurde Erhard Feigs, Jundschützenkönig Jürgen Fricke und Alterskönig Werner Rempe. In der Wintermeisterschaft des Kreisverbandes wurde in der Oberstufe sowie in der Unterstufe jeweils ein erster Platz durch die Mannschaften des Jägercorps belegt. Vereinsmeister im Luftgewehrbereich wurden 1960 Kurt Malinowski (Schütze) und Hellberg (Jugend).

1961

Anläßlich der Generalversammlung 1961 wurde Karl Pelzmeier als Schatzmeister für seinen langjährigen Vorgänger Weber gewählt. Neu als Schießwart fungiert nun W. Hartmann. Zum Ehrenmitglied wurde das älteste Mitglied im Jägercorps, Karl Grupe, ernannt.
Im Mai des gleichen Jahres kam dann das, was sich den Eingeweihten schon länger angedeutet hatte, der Stammspielmannszug trennte sich vom Jägercorps und führte nunmehr den Namen "Spielmannszug und Hörnercorps der Stadt Springe". Nach gegenseitigen Schuldzuweisungen, die letztendlich zur Auflösung des Stammmspielmannszug des Jägercorps und dem Ausschluß seiner Mitglieder führte, war eine 10 Jahre dauernde Episode beendet.
Schießsportlich ging es jedoch weiter bergauf, so konnten zu den Bezirksmeisterschaften in Bückeburg auf Grund der guten Kreismeisterschaftsleistungen eine Mannschaft in der Schützenklasse, eine Jugendmannschaft sowie Georg Bialetzki als Einzelschütze gemeldet werden.
Schützenkönig wurde erneut Erhard Feigs, Jungschützenkönig Alfred Schäfer und Alterskönig Werner Rempe. Vereinsmeister KK-Bereich wurde H. Marock I, im Luftgewehrbereich Klaus Idzig bei den Schützen und in der Jugend Jürgen Fricke.

1962

Im Jahr 1962 konnte das Jägercorps durch H. Marock I wieder einmal den Bürgerkönig stellen. Selbiger wurde auch Schützenkönig 1962. Jugendkönig wurde Eberhard Apelt und Alterskönig wurde Hans Höhne. In der Seniorenklasse siegte Friedrich Flohr. Die Presse berichtete:

24. Oktober 1962
Schützenkönig vom Jägercorps wurde H. Marock I
Am letzten Sonnabend veranstaltete das Jägercorps von 1897 Springe seinen traditionellen Königsball in der Deisterforte. Nachdem die Schützen auf die Königswürde auf 10er Ringscheibe, Distanz 50m, Kleinkaliber und die Jungschützen auf 10er Ringscheibe, 10m, Luftgewehr im fröhlichen Wettstreit gekämpft haben, konnte der 1. Vorsitzende Werner Rempe die Sieger bekanntgeben.
Sieger in der Schützenklasse und Schützenkönig wurde mit 59 Ring Schützenbruder H. Marock I, Ellernstr., Jungschützenkönig wurde mit 42 Ring Jungschütze Eberhard Apelt.
Als bester Mann in der Altersklasse konnte sich Hans Höhne mit 35 Ring plazieren und in der Seniorenklasse wurde bester Mann Friedrich Flohr mit 36 Ring.
Werner Rempe dankte den alten Schützenkönigen und ehrte die neuen Könige durch überreichen von Geschenken und Auszeichnungen. Der neue Schützenkönig Heinz Marock erhielt nach herkömmlicher Art als äußeres Zeichen seiner Würde, die altehrwürdige Königskette seines Vereins.
Anschließend eröffneten die neuen Könige den Ball. Unterstützt durch die flotten Weisen der Harmonic Stars erreichte die Stimmung alsbald ihren Höhepunkt, die anhielt bis zum Ende dieses in jeder Weise schön und harmonisch verlaufenen Königballes.

Einen besonderen Sieg landete man beim Schießen um den Herzogs-Pokal.

02. November 1962
Jägercorps von Springe errang den Herzog-Pokal
Nachdem Ende Oktober der schießsportliche Wettstreit um den Wanderpokal des Herzogs von Braunschweig beendet werden konnte, ladet der Kleinkaliberschießverein "Ernst August" zu Morgen, Sonnabend abend zu einer Siegerehrung ein. An diesem Pokalschießen hatten sich viele Vereine aus dem Kreis Springe und auch aus Nachbarkreisen beteiligt, sodaß es morgen gewiß zu einem großen Schützentreffen in Schulenburg kommen wird.
Diesmal gelang es dem Jägercorps Springe von 1897, den Wanderpokal zu erringen, den der Vorsitzende des Jägercorps aus den Händen des Herzogs entgegennehmen wird. In diesem Kampf Sieger geworden zu sein, ist eine beachtenswerte Leistung, denn insgesamt 23 Mannschaften machten ihn unter sich streitig. Auch 3 Damenmannschaften bestritten zum ersten mal einen Wettkampf, und von der Jugend traten 8 Mannschaften zum Wettkampf an.
Die Ergebnisse der Mannschaften sind: (auszugsweise)
1. Jägercorps Springe von 1897 I 372 Ringe (Wanderpokalsieger)
2. KKSV Ernst August I 359 Ringe (Pokalhumpen)
3. S.V.Gr. Düngen I 351 Ringe (Pokalbecher)

Einen weiteren Pokalgewinn konnte man in Lauenau verzeichnen.

1963

Für den zurückgetretenen Schießwart Waldemar Hartmann wurde auf der Generalversammlung 1963 Georg Hüper zum neuen Schießmeister gewählt, seinen Posten als Schriftführer übernahm laut Versammlungsbeschluß Robert Müller.
Schützenkönige im Jahr 1963 wurden Kurt Malinowski, Schützen, Eberhard Apelt, Jungschützenkönig, und Hans Höhne Alterskönig.

Die Presse berichtete am 19. September 1963:
Schießsportleiter ausgezeichnet. Auf Grund seiner hervorragenden schießsportlichen Ergebnisse erhielt Robert Amman jr. Springe, Mitglied des Jägercorps Springe vom Deutschen Schützenbund die Einladung zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften im Luftgewehrschießen in Wiesbaden. Robert Amman erzielte dort mit 60 Schuß, 560 Ring. In Anerkennung für diese Leistung erhielt er vom Deutschen Schützenbund eine wertvolle Medaille und ein Geschenk.

Sein Vater Robert Amman wurde im gleichen Jahr mit dem Amt des Jugendschießwart im Jägercorps Springe betraut.
Auch der Jugendspielmannszug wurde ab 1963 wieder aktiv. Dieser wurde unter anderem zu der Abschiedsparade von Bundeskanzler Adenauer eingeladen.

23. November 1963
Spielmannszug des Jägercorps sehr aktiv
- Springer Jungen sollen im nächsten Jahr nach Frankreich fahren -

Nach längerer Unterbrechung hielt das Jägercorps von 1897 e.V. Springe im Vereinslokal Fiene eine Mitgliederversammlung ab. Mit Interesse folgten die zahlreich erschienenen Mitglieder den Ausführungen des 1. Vorsitzenden Werner Rempe, der über die sportlichen Leistungen und Erfolge der Schützenmannschaften, die dieser als die derzeitigen Repräsentanten des Vereins herausstellte. Die Mannschaften des Jägercorps haben sich an fast allen schießsportlichen Veranstaltungen innerhalb und außerhalb des Kreises beteiligt, nicht oft erhielten sie die Siegestrophäe, aber immer waren sie unter den ersten Mannschaften zu finden.
Der erfreuliche Zugang junger Nachwuchsschützen wurde besonders erwähnt und der Vorsitzende empfahl diese hoffnungsvolle Jugend der besonderen Obhut und Pflege seines Vereins, denn so sagte Werner Rempe, diese Jungen sollen einmal in unseren Verein hineinwachsen, um den Schießsport und das Jägercorps zu Fördern und Erhalten. Als bewährter Jugendausbilder war Robert Amman sen. sofort bereit, die Ausbildung der Jungen zu übernehmen.
Aber auch der Jugendspielmannszug im Jägercorps war rührig und hat fleißig unter seinen Ausbildern geübt. Unter der Obhut seines Betreuers August Meyer hat der Zug auf Schützenfesten und zu anderen Gelegenheiten im Kreis Springe und im Weserbergland gespielt. Überall waren die Jungen im grünen Schützenrock eine willkommene, fröhliche Spielmannsschar. Zum Abschluß der Saison fuhr der Zug auf Einladung zum Fliegerhorst Wunstorf. Der von der Luftwaffe gestellte Autobus brachte die Jungen nach Wunstorf. Dort Begrüßung durch einen Hauptmann und anschließende Besichtigung aller Dinge, die ein Jungenherz höher schlagen lassen. Insbesondere konnte eine Transportmaschine von Innen besehen und "befummelt" werden. Dann Essen im Uffz-Kasino, Eisbein mit Sauerkraut, danach als Dank einige flotte Märsche vor dem Stabsgebäude. Großer Beifall aller Zuhörer. Zum Abschluß Besichtigung der Fallschirmhalle und ein gemütliches Beisammensein im Kasino.
Als Ersatz für den Versprochenen, aber auf später verschobenen Rundflug, konnten die jungen Spielleute einige Tage danach an der gleichen Stelle, daß große Schauspiel der Abschiedsparade für den Bundeskanzler Adenauer aus nächster Nähe erleben. So haben die Jungen im grünen Schützenrock viel gesehen und erlebt.

1964

Ab 1964 übernahm Herbert Hansemann das Amt des Schriftführers im Jägercorps Springe. Des weiteren wurde erstmalig ein Ostereierschießen durchgeführt.
Die Mitglieder Heinrich Katz und Heinrich Marock konnten für 60jährige Mitgliedschaft geehrt werden, während Fr. Thies, Fr. Schramme, A. Flohr und K. Rodewald für ihre 50jährige Mitgliedschaft geehrt wurden. Schützenkönige 1964 wurden Robert Amman jr., Schützen, August Meyer, Alterskönig und Eberhard Apelt Jugendkönig.
Der Jugendspielmannszug konnte beim 11. Landestreffen der Spielmannszüge den 1. Platz erreichen.
Auf der Mitgliederversammlung vom 18.10.1964 wurde beschlossen erstmalig eine Damenmannschaft aufzustellen. Damit wurde das Jägercorps nun endlich auch für Damen geöffnet.

1965

Das Amt des Schießwartes bekleidet ab 1965 Robert Amman sen. . Im Mai des gleichen Jahres tritt der 1. Vorsitzende Werner Rempe zurück, da sich seiner Meinung nach, am Kreisschützenfest in Altenhagen zuwenig Schützen des Jägercorps beteiligt hätten.
Auf der nachfolgenden Versammlung wurde der 2. Vorsitzende Karl Goldschmidt als 1. Vorsitzender gewählt und der Schützenbruder Karl Friedrich Bartels als 2. Vorsitzender nachgezogen. Königswürden im Jahr 1965 errangen: Fritz Müller Schützenkönig, Peter Hoffmann Jugendkönig und August Flohr Alterskönig. Mit Beendigung des Jahres 1965 stellte auch der Jugendspielmannszug mangels genügender Interesse seine Arbeit ein. Das Thema Musik im Jägercorps wurde endgültig ad acta gelegt.

1966

Anläßlich der Generalversammlung 1966 wurde der Schützenbruder Georg Bialetzki, nun schon zum wiederholten Mal, als bester Jahresschütze des Jägercorps ermittelt. Außerdem bestätigte die Generalversammlung den Beschluß der Mitgliederversammlung zur Neuwahl des 1. Vorsitzenden Karl Goldschmidt und des 2. Vorsitzenden Karl Friedrich Bartels. Als Schriftführer wurde Hans Ziehlke neu gewählt.
Bei den Kreismeisterschaften des gleichen Jahres konnte der erst im Vorjahr eingetretene Jungschütze Klaus Greve in der Jugendklasse Gold gewinnen und wurde somit Kreismeister. Schützenkönige 1966 wurden Leopold Zimmermann Schützenklasse, August Flohr Altersklasse und D. Glagau Jugendklasse. Jahresbester Schütze wurde Kurt Malinowski. In diesem Jahr wurden 385.000 Schuß Luftgewehrmunition sowie 2.500 Schuß KK-Munition verbraucht. Erstmalig wurde auch durch den Reiseleiter Hans Höhne eine Mehrtagesfahrt-Moselfahrt nach Enkirch durchgeführt.

1967

Auf der Generalversammlung 1967 wurde die Meldung einer Damenmannschaft beschlossen. Die Damensprecherin wurde Ingrid Jainzyk. Die Schützenbrüder Zimmermann und Kosak übernahmen die Betreuung der Jugend. Königswürden errangen 1967: Schützenkönig Heinz Marock Ellernstr., Jungschützenkönig Kl.-D. Thiede, Alterskönig August Meyer und erste Damenkönigin im Jägercorps Springe wurde Karin Müller. Jahresbester wurde erneut Kurt Malinowski.
Erstmalig wurden auch Vereinsmeister in der Damenklasse (I. Jainzyk) und Juniorenklasse (K. Greve) ausgeschossen. Weitere Vereinsmeister wurden H. T. Jainzyk Schützanklasse, G. v. Overstraten Jugendklasse sowie R. Amman Altersklasse.

1968

Der Schützenbruder Thiede wurde auf der Generalversammlung 1968 als Jugendleiter gewählt. Für den Mitte des Jahres ausgeschiedenen Schießmeister Robert Amman wurden Friedrich Müller und Heinz Marock eingesetzt. Schützenkönig 1968 wurde Theodor Jainzyk, Jungschützenkönig Klaus Greve, Alterskönig August Meyer und Damenkönigin Ursel Mantel.
Erneut unternahm das Jägercorps Springe im September eine Rheinfahrt um den befreundeten Schützenverein Bingen Dietersheim zu besuchen. Der Schützenbruder und Bürgermeister von Springe, Walter Lichtenberg, nahm an dieser Fahrt teil und überreichte dem Schützenverein Bingen Dietersheim ein Gastgeschenk der Stadt Springe. Die Presse berichtete:

Schützenfreundschaft gefestigt
Jägercorps aus Springe zum Gegenbesuch in Bingen

"Das Wetter war gut und die Stimmung prima. Unser Gegenbesuch beim befreundeten Schützenverein in Bingen war ein voller Erfolg", melden uns jetzt die Mitglieder des Jägercorps. Sie waren besonders froh darüber, daß Bürgermeister Walter Lichtenberg mit von der Partie war. Auf dem Bingerbrücker Bahnhof empfing eine Abordnung des Schützenvereins "St. Hubertus" das Jägercorps aus Springe. Gastgeber und Gäste nutzten sofort die Gelegenheit, in persönlichen Gesprächen die Freundschaft zu bekräftigen.
Nachmittags wurden die Springer Schützen mit Bürgermeister Walter Lichtenberg an der Spitze im Binger Rathaus von dem 1. Beigeordneten Ernst Jung empfangen. Jung würdigte die freundschaftliche Beziehung zwischen den Schützen und ließ anklingen, daß dieser Kontakt auch auf beide Städte ausgebaut werden könne. Er überreichte Bürgermeister Lichtenberg eine golden Erinnerungsmünze. Der Springer Bürgermeister revanchierte sich mit einem Gastgeschenk.
Bei einem Mannschaftswettbewerb der Sportschützen auf dem Schießstand in Dietersheim gingen die Binger Schützen als Sieger hervor. Der 2. Vorsitzende des Jägercorps, Karl-Friedrich Bartels, und Hans Höhne überreichten bei dieser Gelegenheit ihren Gastgebern einen Fahnenwimpel und - was konnte es auch sonst sein - einen Wisent.
Viel Spaß hatten die Gäste aus Springe schließlich noch an einer Rheinfahrt. Den Abschluß bildete eine Besichtigung der Domstadt Köln.

1969

Anläßlich der Generalversammlung 1969 wurde Friedrich Müller als Schießmeister für den ausgeschiedenen Robert Amman bestätigt und gewählt. Im Februar des gleichen Jahres fand im Kulturheim wieder das traditionelle Karnevalsvergnügen statt. Dieses mal wurde es gemeinsam mit dem Spielmanns und Hörnercorps Springe durchgeführt. Die Presse berichtete:

Beim Karneval wurden sie wieder Freunde

Ein Segen, daß seinerzeit das Kulturheim an der Haller so stabil errichtet wurde, denn sonst hätte es den karnevalistischen Ansturm am Wochenende kaum standgehalten. Kein Blatt hätte unbelangt zur Erde fallen können als der Elferrat, an der Spitze mit seinem Präsidenten Hans Höhne, unter dem brausenden Jubel der Närrinnen und Narren seinen Einzug hielt. Eine Lachsalve löste die andere ab als Büttenredner auf Büttenredner die Stimmung zum Siedepunkt anheizte. Und das alles bei zwei Springer Gemeinschaften, die jahrelang ein wenig spinnefeind waren. Das Jägercorps und das Spielmanns- und Hörnercorps haben sich wieder zusammengerauft, und wie der Vorsitzende der Spielleute, Georg Henßen, in seiner Begrüßung ganz richtig vermerkte, ist in Springe etwas Wahrheit geworden, Worauf viele Deutsche in der großen Politik schon viele Jahre warten. Auf alle Fälle darf man beiden Vereinen bescheinigen, diese Veranstaltung war gelungen. Ob es die, vom letzten Schützenfest noch gut in Erinnerung, pausenlos aufspielende Kapelle Plötz war, die große Tombola oder die farbenprächtigen Kostüme der Teilnehmer, alles paßte sich harmonisch dem Verlauf des recht langen Abends an.

Einmal mehr bewies der Schützenbruder Hans Höhne, daß er mit seiner Kölner Frohnatur auch die sturen Niedersachsen in Wallung bringen konnte.
Schützenkönige des Jahres 1969 wurden: Fritz Müller Schützen, Klaus Dieter Thiede Jugendkönig, August Meyer Alterskönig und Brigitte Wicht Damenkönigin.

1970

Eine Änderung gab es im Vorstand anläßlich der Generalversammlung 1970. Kurt Meyer wurde für Hans Ziehlke Schriftführer und Hans Ziehlke übernahm das Amt des Gerätewartes. Zum Ehrenmitglied wurde August Flohr ernannt. Somit hatte das Jägercorps neben Heinrich Katz nun ein weiteres Ehrenmitglied.
Vom Kreisverband wurde Karl Goldschmidt mit der silbernen Ehrennadel, die Schützenbrüder Karl-Friedrich Bartels, Karl Pelzmeier, August Meyer und Albert Marock mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.
Im Kulturheim fand wieder eine Karnevalsveranstaltung statt und die Tagesfahrt ging in diesem Jahr an die Möhnetalsperre.
Als Könige konnten bekanntgegeben werden, Robert Hamann Schützenkönig, Heiko Groth Jugendkönig, Karl Goldschmidt Alterskönig und Brigitte Wicht Damenkönigin.

1971

Erneut eine Änderung im Vorstand gab es auf der Generalversammlung 1971. Friedrich Müller wurde nun neben dem Schießwart auch zum 2. Vorsitzenden gewählt. Der Schützenbruder Achim Wicht wurde zum neuen Jugendleiter gewählt.
Im Kreisverband wurde in der Saison 1970/71 das Auflageschießen eingeführt. Schießsportleiter für dieses Auflageschießen wurde Friedrich Müller. Dieser konnte im Jahr 1971 zu den ersten Kreismeisterschaften der Auflageschützen in das Schützenhaus in Springe einladen. Bei den Kreismeisterschaften wurde Friedrich Müller Kreismeister in der Altersklasse. Kreiskönig der Junioren wurde Manfred Radny vom Jägercorps Springe. Schützenkönige des Jägercorps wurden: Schützen Jürgen Kämmerer, Junioren Jürgen Hüper, Alterskönig Karl Goldschmidt und Schützenkönigin Brigitte Wicht. Die Herbstfahrt ging erneut an den Rhein mit dem Ziel Bingen.

1972

Das Jubiläumsjahr 1972, 75 Jahre Jägercorps, wurde würdig begangen. So fand im September eine Jubiläumsschießsportwoche statt, zu welcher alle Vereine des Kreisschützenverbandes eingeladen waren. Es ging hier um Pokale, Wanderpokale und Jubiläumsmedaillen. Die Siegerehrung fand am 21 Oktober des gleichen Jahres anläßlich einer Festveranstaltung im Springer Kulturheim statt. Fast im Alleingang wurden vom Schützenbruder Hans Höhne die Pokale besorgt. Der vom damaligen Bürgermeister Lichtenberg gestiftete Wanderpokal wird noch heute unter den drei Springer Vereinen ausgeschossen.

Beim Jägercorps ging es hoch her
Traditionsreicher Jubilar feiert 75jähriges Bestehen

Das Jägercorps Springe von 1897, daß sich dem Schießsport und der Geselligkeit verschrieben hat, beging dieser Tage im festlichen Rahmen sein 75jähriges Jubiläum. Während der erste Tag als Auftakt zu der Jubiläumsfeier dem Empfang und der Begrüßung der vielen Vereine und Gratulanten gewidmet war, trafen sich am Wochenende die Schützenbrüder und -schwestern mit ihren Freunden und Gästen im Springer Kulturheim, um ausgiebig das Tanzbein zu schwingen.
Beim Empfangsabend konnte der erste Vorsitzende Karl Goldschmidt unter den zahlreichen Gratulanten viele Ehrengäste begrüßen. Als äußeres Zeichen der Anerkennung für das Corps übergab der Vorsitzende des Kreisschützenverbandes Deister-Süntel-Calenberg im Auftrage des Landesverbandes dem Jubilar eine Plakette. Für langjährige Vereinstreue erhielten die goldene Ehrennadel des Deutschen Schützenbundes die Schützen Karl Goldschmidt, Karl Pelzmeier, Hans Höhne, Fritz Fricke, Heinrich Blume, Hermann Kastorf, Albert Marock, August Meyer. Zahlreiche Schützen wurden ausgezeichnet, die seit 15 Jahren dem Kreisverband und dem Jägercorps angehören, darunter Bürgermeister Walter Lichtenberg.

Die Jugendmannschaft, bestehend aus Jürgen Hüper, Axel Manger und Joachim Kebel, wurde im gleichen Jahr Kreismeister. Joachim Kebel wurde in der Einzelwertung Kreismeister.
Schützenkönige des Jahres 1972 wurden: Schützen Georg Bialetzki, Jungschützen Jürgen Hüper, Alterskönig Karl Goldschmidt und Damenkönigin Brigitte Sprengel.
Die Herbstfahrt führte die Mitglieder und Gäste nach Bad Münster am Stein.

1973

Bei der Generalversammlung 1973 wurde der Vorstand des Jägercorps bis auf den aus persönlichen Gründen ausscheidenden Schriftführer Kurt Meyer bestätigt. Neuer Schriftführer wurde nun Werner Thiede. Als neues Ehrenmitglied wurde Friedrich Thies aufgenommen. Es wird beschlossen im Jugendbereich ab diesem Jahr einen Jugend- sowie einen Juniorenkönig auszuschießen.
Mit einem großem Karnevalsvergnügen wurden die Jubiläumsfeierlichkeiten abgeschlossen. Neben der Vatertagstour wurde eine Damenfahrt sowie eine Rheinfahrt zum befreundeten Schützenverein nach Bingen unternommen. Folgende Majestäten gab es 1973 im Jägercorps: Schützenkönig Klaus Dieter Thiede, Jugendkönig Matthias Gaedke, Juniorenkönig Horst Ziehlke, Alterskönig August Meyer. Eine Damenkönigin wurde in diesem Jahr nicht ausgeschossen.

1974

Auf der Generalversammlung 1974 wurde die Satzung, die im großen Stil vom Schützenbruder Ernst Marock überarbeitet wurde, angenommen. So wird es ab sofort "Jägercorps Springe von 1897" heißen. Diese Versammlung besuchten über 50% der Mitglieder (= 72 Mitglieder).
Zahlreiche Pokalschießen auf die Jubiläumspokale wurden durchgeführt und auch an den Pokalschießen auswärtiger Vereine wurde teilgenommen. Im Rundenwettkampf 74/75 wurde die 1. Mannschaft des Jägercorps Kreismeister. Die Schützenkönige des Jahres 1974 waren: Fritz Müller Schützenklasse, Matthias Gaedke Jugendkönig, Horst Ziehlke Juniorenkönig, August Meyer Alterskönig und Damenkönigin Helga Marock.
Als Herbstfahrt wurde eine Moselfahrt nach Bernkastel-Andel durchgeführt.

1975

Anläßlich der Generalversammlung 1975 wurde der Schützenbruder Ernst Marock als Hauptschießsportleiter neu in den Vorstand gewählt. Damit wurde die jahrelange Doppelfunktion des Schützenbruders Friedrich Müller als Hauptschießsportleiter und als 2. Vorsitzender beendet. Aufgrund ihrer Leistungen erhielten die Schützenbrüder Karl Pelzmeier, Friedrich Müller sowie Hans Höhne die Verdienstnadel des Jägercorps Springe in Gold. Im Februar wurde mit einem Schützenball eine Tradition, nämlich die Karnevalsfeier, im Kulturheim fortgesetzt.
Mit der Schützenschwester Ruth Hüper stellte das Jägercorps in diesem Jahr die Kreisdamenkönigin. Die Damenauflagemannschaft sowie die Juniorenmannschaft wurden Kreismeister. Bei den Junioren lagen in der Einzelwertung mit A. Funke und J. Knebel ebenfalls 2 Schützen des Jägercorps an der Spitze.
Schützenmajestäten im Jägercorps waren: Schützenkönig Jürgen Kämmerer, Jugendkönig Erich Ziehlke, Juniorenkönig Jürgen Hüper, Alterskönig August Meyer und Damenkönigin Ruth Hüper.
Die Herbstfahrt ging erneut an die Mosel.

1976

Anläßlich der Generalversammlung 1976 konnten wieder zahlreiche Mitglieder für eine 50jährige Mitgliedschaft im Jägercorps Springe geehrt werden.. Zum Ehrenmitglied wurde nach 49jähriger Mitgliedschaft der langjährige Fahnenträger des Jägercorps Springe, Heinrich Gödecke, ernannt. Nicht zuletzt die enorme Teilnahme von 90 Mitgliedern an der Generalversammlung zeugt davon, welch großer Corpsgeist zu dieser Zeit vorherrschte. Die Presse berichtete dazu:

Fünf Jubilare standen beim Jägercorps von 1897 im Mittelpunkt

Die Zeit ist wieder da, wo Vereine und Gemeinschaften zum fröhlichen Umtrunk mit kräftiger Stärkung einladen. Am Wochenende traf sich diese gemütliche Runde im Schützenhaus, wo das Jägercorps von 1897 traditionell Kameradschaftsabend feierte.
Der Hauptschießsportleiter Ernst Marock stellte den knapp 90 Anwesenden die Jubilare vor, die seit über 50 Jahren eifrige Mitglieder des Jägercorps Springe sind. Obwohl sie schon vor geraumer Zeit vom Verein geehrt wurden, war es nun endlich die höchste Auszeichnung des Deutschen Schützenbundes, die goldene Ehrennadel dieses Dachverbandes, die ihnen zuteil wurde.

Kreiskönigin in diesem Jahr wurde Ruth Hüper vom Jägercorps Springe, welche damit ihren Vorjahreserfolg wiederholen konnte. Mit Georg Schulze (Jugendbereich) und Helmut Ehlers (Schützen) konnte das Jägercorps beide Schützenbürgerkönige stellen. Schützenkönige wurden: Georg Wilhelm Hüper Schützenkönig, Georg Schulze Jugendkönig, Jürgen Hüper Juniorenkönig, Karl Goldschmidt Alterskönig und Christel Marock Damenkönigin. Zum ersten Mal wurde auch ein Schülerkönig proklamiert. Diesen Titel erschoß sich Ralf Kallinich. Bei den Rundenwettkämpfen 1976/77 wurde die 1. Mannschaft in der 1. Kreisklasse Sieger und stieg somit auf.
Erstmalig wurde in diesem Jahr auch das im Jägercorps sehr beliebte Hubertusschießen durchgeführt.
Die traditionelle Herbstfahrt ging in diesem Jahr nach Luxemburg. Leider war es die letzte vom Schützenbruder Hans Höhne geleitete Fahrt. Schon während der Fahrt von einer schweren Krankheit gezeichnet, verstarb er 76jährig im Dezember des Jahres 1976. Ein großer Aktivposten im Jägercorps wurde mit ihm zu Grabe getragen.

1977

Auf der Generalversammlung 1977 gab es einen Wechsel an der Führungsspitze des Jägercorps Springe. Nach 21jähriger Vorstandsarbeit, davon allein 11 Jahre als 1. Vorsitzender, legte Karl Goldschmidt sein Amt aus Alters und Gesundheitsgründen nieder. Die NDZ berichtete über den Rücktritt von Karl Goldschmidt unter anderem: " Karl Goldschmidt hat diesen Entschluß nach 20jähriger Tätigkeit im Vorstand des Jägercorps, dem er seine ganze Kraft und Erfahrung uneigennützig gewidmet hat, schweren Herzens gefaßt. " Die Ära Goldschmidt, welche durch eine ruhige und erfolgreiche Zeit für das Jägercorps bezeichnet werden darf, fand mit der Ernennung von Karl Goldschmidt zum Ehrenvorsitzenden ein Ende. Aber mit der Wahl von Friedrich Müller zum neuen 1. Vorsitzenden und Jürgen Kämmerer zum 2. Vorsitzenden begann eine neue Ära, welche noch lange währen sollte.
Mit der Vorbereitung und Durchführung der Herbstfahrten wurde der Schützenbruder Gerd Gehlen beauftragt.
Der 80jährige Geburtstag des Jägercorps wurde mit einem stimmungsvollen Ball im Kulturheim begangen. Einen großen Bericht gab es anläßlich des 80jährigen Jubiläums auch in der Presse.

Zu den Schießabenden kommen Rund 60 Aktive
80 Jahr Jägercorps Springe - Gute Nachwuchsarbeit

Auch Vereine haben ihre Geschichte. Haben Höhen und Tiefen, gute und schlechte Zeiten, Krisen und glanzvolle Epochen. Immer aber ist dieses Auf und Ab, ist dieser ständige Wechsel des Geschehens durch alle Jahre mit Namen und Personen verbunden, die in leitender Position aber auch durch treue Mitgliedschaft und Mitarbeit einen Verein tragen.
Einer dieser alten Traditionsvereine ist das Jägercorps Springe von 1897 e.V., welches in diesem Jahr sein 80. Jubiläum hat. Dieses Jubiläum wird nicht besonders groß gefeiert, kommen doch die Mittel für die schießsportlichen Leistungen zur Förderung der aktiven Schützen zugute. In erster Linie ist an die Jugend gedacht - für die Generation, die einst den Fortbestand des Corps sichern soll. Denn Schießen ist Sport und Sportgeräte sind Sportwaffen: sind Luftgewehre, Luftpistolen und Kleinkalibergewehre, die den Sportschützen ein uneingeschränktes Recht zur Bestätigung in der von ihnen gewählten Sportart zusteht und für sportliche Zwecke bestimmt sind.
Menschen aller Altersklassen und vor allen Dingen der Jugend, bietet sich hier ein weites Betätigungsfeld mit schießsportlichen Leistungen an. "Jugendförderung"! Jeder spricht davon. In den Reihen der Jäger gibt es 6 Vereinsmitglieder, die schon ihr 50jähriges Mitgliedsjubiläum feierten. Aber ebenso gibt es zur Zeit über 30 aktive Mitglieder unter 20 Jahren. Die Schützendamen haben sich einen guten Platz in den Reihen der Schützen des Kreisverbandes "Deister-Süntel-Calenberg" verschafft.
Jeden Freitag ist für die Schützen des Jägercorps im Schützenhaus Schießabend. An diesem Tag herrscht Hochbetrieb, stehen doch im Schnitt jedesmal rund 60 aktive Schützen vor den Scheiben, um ihr sportliches Können unter Beweis zu stellen. Über 100 aktive Schützen, Schützendamen, Junioren, Jugend, Schüler und Senioren, letztere über 70 Jahre, nehmen im Laufe der Schießsaison mit regem Interesse am Schießsport teil.
Neben den jährlichen Vereinsmeisterschaften in den einzelnen Disziplinen - LG, LP, KK und KK-Dreistellungskampf - steht das Schießen auf über 20 Vereins-, Jubiläums- und sonstige Schützenpokale auf dem laufenden Terminplan.
An den Kreisrundenwettkämpfen nimmt das Jägercorps zur Zeit mit 8 Mannschaften teil, und hat sich beachtlich gute Plätze in den einzelnen Kreisklassen ihrer Gruppe gesichert. Einmal im Jahr wird ein großes Preisschießen veranstaltet. Zum Jahresausklang findet das Jahresabschießen mit anschließendem gemütlichen Beisammensein statt. Im übrigen werden beim Jägercorps die meisten Pokale auf Teiler ausgeschossen.
Das bedeutet zum Beispiel ein Ergebnis eines 10 Teilers: Um 10/1000 mm verfehlte der Schuß die Mitte der Scheibe. Der Höhepunkt ist dann aber wohl immer noch das Schützenfest. Nehmen doch alle aktiven Schützen am Schießen um die Königswürde in den einzelnen Klassen teil. Fünf Majestäten sind zu ermitteln, und hierbei geht es ehrlich und streng vonstatten.
Gleichzeitig wird traditionell auf die Marock-Ehrenscheibe mit dem Luftgewehr geschossen. In der selben Zeit findet auch das Schießen zur Kreiskönigswürde statt und hier hatten wir die Chance in den zwei vergangenen Jahren die Kreiskönigin zu stellen. Aber auch Bürger- und Jungbürgerkönig sind immer schon beliebte Ziele, errungen von Schützen des Jägercorps, gewesen.
Selbstverständlich ist das Übungsschießen letztlich nicht zu vergessen, denn erst durch Übung und Training wie in jeder Sportart, sind auch im Schießsport nur Leistungen zu erreichen - und welcher Sportler möchte seine Leistungen nicht steigern.
Das Leben und Fortbestehen eines Vereins ruht auf zwei Säulen: einmal auf der Lebendigkeit und Gestaltungskraft in der Bewältigung der sportlichen Ziele und zweitens der Geselligkeit. Das neben dem Sportlichen nicht das Gesellschaftliche zu kurz kommt, dafür sorgt der Vergnügungsausschuß. Keiner der Beteiligten, die an Fahrten ins Rheinland oder am Wintervergnügungen im Februar teilgenommen haben, wird je die herzliche Kameradschaft im Jägercorps vergessen.
Diese Information zeigt, wie die Terminpläne des Jägercorps gerafft voll interessanter, sportlicher und gesellschaftlicher Möglichkeiten sind und für die verantwortlichen Spartenleiter termingerecht unterzubringen sind.
Selbstverständlich sind alle Interessierten am Schießsport ab dem 12. Lebensjahr immer gern gesehen. Kommen Sie doch einmal an einem Freitag zu unserem Schießabend. Fragen Sie unsere aktiven Schützen. Sie werden begeistert sein von unserem aufrichtigen, fairen Sport - und der Geselligkeit.

Durch den 2. Vorsitzenden Jürgen Kämmerer wurde in diesem Jahr der Jugendabteilung eine eigene Standarte mit den Worten " Diese Standarte soll Euch ein köstlich Kleinod sein, stets sollt Ihr Euch im Zeichen der Kameradschaft und Brüderlichkeit unter dieser Fahne zusammenfinden. Sie soll Euch zur Begeisterung für den Schießsport und zum Erfolg führen. Die Standarte echten Schützengeistes wehe über unseren Reihen zum Segen und Wohle aller die sich um sie scharen."
Die 1. Schützenmannschaft und die 1. Auflagemannschaft stiegen in die Kreisliga auf und auch die Damenauflagemannschaft wurde Sieger in ihrer Klasse und konnte somit aufsteigen. Die Könige des Jahres 1977 lauteten: Schützenkönig Achim Wicht, Schülerkönig Ralf Kallinich, Jugendkönigin Monika Kämmerer, Juniorenkönig Herbert Ziehlke, Damenkönigin Ruth Hüper und Alterskönig Karl Pelzmeier.
Die Herbstfahrt führte 1977 nach Rothenburg ob der Tauber

1978

Auf der Generalversammlung 1978 konnte der Schützenschwester Ruth Hüper, aus Anlaß des Erreichen des dreimaligen Sieges beim Kreiskönigsschießens in Folge, die goldene Ehrennadel des Jägercorps Springe überreicht werden. Der Schützenbruder Heinrich Blume erhielt die goldene Ehrennadel des Deutschen Schützenbundes. Gute Leistungen gab es auch wieder beim Kreiskönigsschießen, hier wurde Ruth Hüper erneut Kreisdamenkönigin, Werner Thiede wurde Kreisalterskönig und Robert Hamann erreichte den Titel eines 1. Ritters.
Schützenkönig 1978 wurde Jürgen Hüper, Jugendkönig Erich Ziehlke, Juniorenkönig Heinz Wolters, Alterskönig Friedrich Müller, Schülerkönig Markus Kämmerer und Damenkönigin Helga Marock.
Die Herbstfahrt führte die Teilnehmer dieses Jahr mit einem Bus in die geteilte Hauptstadt Berlin.

1979

Nach dem der bisherige Jugendleiter des Jägercorps Achim Wicht, nach fast 10jähriger Tätigkeit, sein Amt auf der Generalversammlung 1979 aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung gestellt hatte, wurde Jürgen Hüper als dessen Nachfolger gewählt. Sein Stellvertreter wurde Klaus Greve, welcher ab März des gleichen Jahres die Funktion des Jugendleiters übernahm. Neben einer Veranstaltung eines Discoabends wurde zum ersten Mal eine Jugendfreizeit in St. Andreasburg durchgeführt.
Im Juni verstarb der Ehrenvorsitzende Karl Goldschmidt, ein Mann, dem das Jägercorps unheimlich viel zu verdanken hat. Ebenfalls wurde im gleichen Jahr mit Albert Marock ein verdientes Mitglied und ein großer Förderer des Vereins zu Grabe getragen.
Könige des Jahres 1979 wurden: Helmut Ehlers Schützenkönig, Jens Tegtmeier Jugendkönig, Regina Mägde Juniorenkönigin, Friedrich Müller Alterskönig, Gisela Schatz Damenkönigin und Schülerkönig Markus Kämmerer
Erstmalig wurde die Herbstfahrt über 5 Tage durchgeführt. Sie führte die Mitglieder des Jägercorps in den Bayrischen Wald nach Obernzell. Auch eine Weihnachtsfeier für die Kinder der Vereinsmitglieder wurde in diesem Jahr zum ersten Mal durchgeführt.
Der Mitgliederbestand zum Jahresende betrug 179 Mitglieder.

1980

Mit Wirkung vom 1.1.1980 beantragte das Jägercorps Springe die Aufnahme in den Landessportbund. Für 70jährige Mitgliedschaft im Corps und 60jährige Mitgliedschaft im Deutschen Schützenbundes wurde dem Schützenbruder Friedrich Thies die goldene Ehrennadel des Deutschen Schützenbundes überreicht.
Bei den Kreismeisterschaften wurden Markus Kämmerer in der Schülerklasse und Ralf Kallinich in der Jugendklasse Kreismeister.
Könige des Jägercorps waren in diesem Jahr: Markus Kämmerer Schülerkönig, Detlef Immig Jugendkönig, Monika Kämmerer Juniorenkönigin, Heinz Wolters Schützenkönig, Helga Marock Damenkönigin, Erwin Schatz Alterskönig und Karl Pelzmeier Seniorenbester. Jungschützenbürgerkönig der Stadt Springe wurde Ralf Kallinich.
Die Herbstfahrt des Corps ging nach Berchtesgarden.

1981

Die Generalversammlung 1981 brachte erneut eine Veränderung in der Jugendleitung. Für den zurückgetretenen Jugendleiter Klaus Greve übernahm nun Horst Ziehlke die Führung der Jugendabteilung. Sein Stellvertreter wurde Erich Ziehlke. Klaus Dieter Thiede wurde Referent für Luftpistolen. Eine besonders geschaffene Ehrennadel des Jägercorps wurde dem ältesten Mitglied des Jägercorps, Fr. Thies, für seine langjährige Vereinstreue verliehen.
Auch das Schützenfest brachte Änderungen mit sich. Erstmalig war der Festplatz am Hallenbad. Trotz allem wird das Programm des Schützenfestes sowie die Beteiligung an selbem sich für das Jägercorps Springe nicht ändern. Auf alte Tradition bauend, wird man sich in altbewährter Weise an allen Festtagen beteiligen.
Bei den Kreismeisterschaften im KK-Bereich konnte die Auflagemannschaft den Titel erringen. Neuer Jugendleiter wurde mit Wirkung zum 13.06.81 Klaus Dieter Thiede. Mit einem Grillfest am Pfadfinderheim, verbunden mit einer Jugendfreizeit führte er sich bei den Jugendlichen hervorragend ein.
Auch bei den Rundenwettkämpfen konnte die KK-Auflagemannschaft den 1. Platz mit 8:0 Punkten belegen. Ebenso Siegreich war die Damen-Auflagemannschaft, welche in der Kreisliga im Luftgewehr Kreissieger wurde.
Schützenkönige 1981 wurden: Walter Haller Schützenkönig, Markus Kämmerer Jugendkönig, Monika Kämmerer Juniorenkönigin, Jochen Kokott Schülerkönig, Ernst Marock Alterskönig und Helga Marock Damenkönigin.
Das Langjährige Mitglied des Jägercorps und der ehemalige Bürgermeister der Stadt Springe Walter Lichtenberg verstarb in diesem Jahr.
Die Herbstfahrt des Corps ging nach Bühlertal.

1982

Am 6. April des Jahres 1982 wurde die Standarte der Feuerwehr Springe geweiht, sie wurde von dem damaligen Kreisbrandmeister Heine symbolisch mit der Fahne des Jägercorps Springe verbunden.
Stolz war man im Jägercorps Springe auf den noch in der Schülerklasse schießenden Carsten Spilker, er wurde Landesmeister mit der Luftpistole. Beim Bürgerkönigschießen wurde Markus Kämmerer Schützenjungbürgerkönig. Als Schützenmajestäten wurde proklamiert: Schützenkönig Georg Wilhelm Hüper, Jugendkönig Markus Kämmerer, Juniorenkönig Erich Ziehlke, Schülerkönigin Kerstin Bialetzki, Alterskönig Friedrich Müller und Damenkönigin Elsa Clodius.
Erstmalig hatte die Jugendabteilung anläßlich des Ausmarsches am Sonntag ihre neue Schützenkleidung angelegt. Man marschierte in schwarzer Hose, weißem Hemd, grünem Halstuch mit braunen Lederknoten sowie mit einem Barett. Die mittlerweile ca. 40 Jungschützen starke Jugendabteilung unternahm in diesem Jahr eine Jugenfreizeit in der Lüneburger Heide. In der NDZ wurde darüber folgendes berichtet:

Ein Angelsee gehörte zum Zeltplatz
Jugendliche des Jägercorps Springe verlebten eine Freizeit in der Lüneburger Heide

Gut erholt kehrten 21 Jugendliche des Jägercorps Springe aus der Lüneburger Heide zurück. Die Nachwuchsschützen hatten kürzlich die NDZ-Leser vom Hüttenseepark Meißendorf gegrüßt. Jugendleiter Klaus-Dieter Thiede und die Betreuer Benita Thiede und Georg Bialetzki hatten das schwere Gepäck mit der Verpflegung auf einem VW-Transporter vorausgeschickt.
Neun Tage bei herrlichem Sommerwetter wurden zu einem schönen Erlebnis. Die Freizeit wurde zum Teil aus der eigenen Tasche, aber hauptsächlich dem Sparschwein Fridolin entnommen. Im Herbst ist schon jetzt ein Grillabend und im kommenden Jahr wieder eine größere Freizeit eingeplant.
Die Jugendfreizeit in der Heide brachte eine Fülle von Erlebnissen und Ausflügen. Eine Radtour zur Gedenkstätte Bergen in Bergen-Belsen gehörte mit zum Programm und hinterließ einen nachhaltigen Eindruck einer grausigen vergangenen Zeit. Zum Zeltplatz gehört auch ein großer Angelsee und unsere "Heidebutschers" machten reichhaltig Gebrauch den Fischen zu Leibe zu gehen, zumal der Schorse, ein alter Angler, regelrecht die Flinte ins Korn warf. Viel Glück hatte der Andreas, 28 Fische waren allein sein Rekord.
Die Jagd nach dem Metall auf dem Zeltplatz wurde mit einem Metallsucher generalstabsmäßig durchgeführt und füllte die Kasse an einem Tag mit 63 Mark auf. Das gab ein gutes Grillfest ab. Björn, der 12jährige Steppke, entpuppte sich als regelrechter Schalk und manchmal auch als Schreckgespenst mit dem Taschenlampentrick.
Besuch von den Eltern gab es auch. So wurden unter anderem 200 Dosen Erfrischungsgetränke und ein Riesenfladen-Kuchen aus Springe exportiert. Die Gruppe vergrößerte sich zum letzten Wochenende um einige jüngere Schützen, die sich sehr lobend über das Geschehene und Erlebte aussprachen.
Die Abende wurden in geselliger Runde bei Fackelschein und Gitarrenspiel verbracht. Viele der Zeltnachbarn gesellten sich dazu und trugen ihren Obolus zur Gemütlichkeit bei. Mit Schwierigkeiten in irgendwelcher Art hatte man gerechnet, aber es gab einfach keine, sieht man von einem Gabelbruch auf der Rückfahrt ab.

Die Herbstfahrt des Corps ging wieder einmal an die Mosel nach Bernkastel Andel.
Anläßlich des 85jährigen Vereinsjubiläums wurde ein Pokalschießen ausgerichtet. Hauptschießsportleiter Ernst Marock konnte von einer Beteiligung von ca. 12 Vereinen mit 50 Mannschaften berichten. Die Siegerehrung fand anläßlich eines Jubiläumsballs auf der Deisterpforte statt. Die NDZ berichtete:

Der Landesmeister wurde besonders ausgezeichnet

Das Jägercorps Springe feierte sein 85jähriges Vereinsjubiläum in einem besonders eingebetteten Rahmen. Schon in den Sommerferien begann das ausgeschriebene Pokalschießen für das die Schützenvereine des Kreisverbandes "Deister-Süntel-Calenberg". 168 Schützen in 53 Mannschaften nahmen daran teil. Unter den etwa 200 Festteilnehmern wurden 11 Schützenvereinen wertvolle Pokale überreicht und acht der besten Einzelschützen ausgezeichnet. Den neuen Jubiläumspokal, welcher nun innerhalb des Corps ausgeschossen wird, gewann der diesjährige Jugendkönig und Jungbürgerkönig Markus Kämmerer.
Der 1. Vorsitzende Friedrich Müller eröffnete in einer kurzen Laudatio der 85jährigen Geschichte des Jägercorps den Festakt. Für außerordentliche Verdienste im Corps wurden Jürgen Kämmerer, Erni Marock und Werner Thiede mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet. Für die emporstrebende Jugendarbeit erhielten Klaus-Dieter Thiede und Benita Thiede die goldene Ehrennadel.
Der 1. Vorsitzende des Kreisverbandes, Pansegrau, wünschte dem Jubilar weitere erfolgreiche Jahre vor den Scheiben und zeichnete unseren erfolgreichsten Jungschützen, den Landesmeister 1982 für Luftpistole, Carsten Spilker, mit der Schützennadel aus.
In den weiteren Gratulationen ist es erwähnenswert, die Übergabe der Geburtsurkunde aus dem Jahre 1897 des Corps durch Ludwig Schnelle von der Schützengilde Springe hervorzuheben.
Leckerbissen dieses Festes war bestimmt die großgefächerte Tombola mit 200 wertvollen Preisen. Ein gelungenes Geburtstagsfest, welches das Jägercorps veranstaltete, war der Tenor der Teilnehmer - schade, daß nicht bald wieder Jubiläum ist.

Bei einem Einbruch im Schützenhaus entstand dem Jägercorps ein Gesamtschaden infolge der gestohlenen Gewehre in Höhe von ca. 8.500 DM.
Weiterhin verstarb im Jahr 1982 das Ehrenmitglied des Jägercorps, Heinrich Gödecke.

1983

Aus gesundheitlichen Gründen trat im Mai des Jahres 1983 der 1. Vorsitzende Friedrich Müller zurück. Seit 1969 war Friedrich Müller in verschiedenen Vorstandsämtern als Schießwart und 2. Vorsitzender tätig, ehe er im Jahr 1977 die Nachfolge von Karl Goldschmidt antrat. Auch in den Reihen des Kreisverbandes war Friedrich Müller aktiv. Seine Nachfolge trat zunächst kommissarisch sein Vertreter Jürgen Kämmerer an.
Großartig schossen in diesem Jahr die Pistolenschützen, so wurde Carsten Spilker in der Jugendklasse und Erwin Schatz in der Seniorenklasse jeweils Kreismeister.
Schützenkönige des Jahres 1983 wurden: Erich Ziehlke Schützenkönig, Carsten Marock Jugendkönig, Carsten Fuß Juniorenkönig, Kerstin Bialetzki Schülerkönigin, Friedrich Müller Alterskönig und Helga Marock Damenkönigin.

1984

Größere Veränderungen gab es anläßlich der Generalversammlung 1984, hier wurde zunächst der bisherige 2. Vorsitzende, Jürgen Kämmerer, als Nachfolger für den zurückgetretenen 1. Vorsitzenden, Friedrich Müller, gewählt. Neuer 2. Vorsitzender wurde Karl Friedrich Bartels, welcher dieses Amt bereits von 1966 bis 1970 ausgeübt hatte.
Nachdem er das Amt des Schatzmeisters im Jägercorps Springe 23 Jahre zur Zufriedenheit aller und ohne auch nur einmalige Beanstandungen ausgeübt hatte, trat auch der Schatzmeister Karl Pelzmeier zurück. Einer der letzten der alten Garde schied aus dem Vorstand aus und beendete damit wieder ein Stück Jägercorpsgeschichte.
Auf Vorschlag des 1. Vorsitzenden Jürgen Kämmerer ernannte ihn die Generalversammlung aus Dankbarkeit und als Anerkennung für all seine Leistungen zum Ehrenschatzmeister. Seine Nachfolge als Schatzmeister trat Kurt Meyer an. Neuer Jugendleiter im Jägercorps wurde Georg Bialetzki.
Friedrich Müller erhielt auf dem Kreisschützentag die Landesverdienstnadel in Gold. Kreisjugendkönig des Jahres wurde Carl Schulze, Einzelsieger bei den Kreispokalschießen wurde Carsten Fuß. Schützenkönige des Jahres 1984 waren: Wolfgang Zimmermann Schützenkönig, Jochen Kokott Jugendkönig, Markus Kämmerer Juniorenkönig, Andrea Gohlke Schülerkönigin, Jürgen Kämmerer Alterskönig, Regina Teppe Damenkönigin und Katharina Wiebigke Seniorenbeste. Bei den Kreismeisterschaften stellte das Corps mit Carsten Fuß und Carsten Spilker jeweils die besten Einzelschützen. Die Damenauflagemannschaft wurde erneut Kreismeister. Bei den Rundenwettkämpfen konnten die Damen ebenso die erste Schützenmannschaft den Sieg erringen.
Viel zu früh, für alle die ihn kannten, verstarb der Schriftführer des Corps Werner Thiede. Werner Thiede der insgesamt 12 Jahre den Posten als Schriftführer im Jägercorps Springe ausübte, war insbesondere ein starker Förderer der Jugendarbeit im Corps und ein großer Freund der Jugend. Unvergessen ist aber sein Organisationstalent, wenn es darum ging Preise für die Tombola, oder Pokale für den Verein zu beschaffen. Auch im Festausschuß war er stets zugegen wenn er gebraucht wurde. Zu seinem Nachfolger wurde Gerd Gehlen auf der Mitgliederversammlung vom 17.08.1984 gewählt.
Die Herbstfahrt 1984 ging nach Heidelberg.

1985

Anläßlich des Volksfestes 1985 wurde beschlossen einen Mottowagen herzurichten. Der Mottowagen des Jägercorps wurde von der Jury auf den ersten Platz gesetzt.
Beim Königsschießen konnten sich folgende Schützenschwestern und Schützenbrüder in die Siegerlisten eintragen: Kurt Meyer Schützenkönig, Kerstin Bialetzki Jugendkönigin, Jochen Kokott Juniorenkönig, Kristin Doege Schülerkönigin, Friedrich Müller Alterskönig, Elisabeth Ziehlke Damenkönigin, und Katharina Wiebigke Seniorenbeste.
Nach Füssen zu den Königsschlössern Hohenschwangau und Neuschwanstein führte die Herbstfahrt 1985.

1986

Auf der Generalversammlung 1986 konnte der Ehrenschatzmeister Karl Pelzmeier für seine 60jährige Mitgliedschaft im Jägercorps geehrt werden. Für 75jährige Mitgliedschaft im Jägercorps wurde das Ehrenmitglied Friedrich Thies geehrt. Für besondere Verdienste im Jägercorps wurde der Schützenbruder Gerd Gehlen mit der goldenen Verdienstmedaille ausgezeichnet.
Eine Neuerung gab es beim Königsschießen. Der alten Tradition folgend wird das Königsschießen auf einen Sonntag gelegt. Gemeinsam mit dem Musikverein Alvesrode wurde im Schützenrock vom Markt zum Schützenhaus marschiert. Hier wurde dann den ganzen Tag auf die Königsscheibe geschossen. Mittags gab es zünftiges Essen, so daß von einem Familienfest des Corps gesprochen werden konnte. Da sich auch zahlreiche Mitglieder an diesem Sonntag beteiligten, die sonst weniger beim Schießen zu sehen waren, konnte von einem großem Erfolg gesprochen werden. Zusätzlich gab es zu der Königs- bzw. Ritterwürde auch Preise für die erstplatzierten der jeweiligen Klassen. Auf Grund des großen Erfolges wird das Königsschießen noch heute nach diesem Modus ausgeführt.
Die ersten nach diesem Modus ausgeschossenen Könige waren: Kurt Malinowski Schützenkönig, Kerstin Bialetzki Jugendkönigin, Carl Schulze Juniorenkönig, Kristin Doege Schülerkönigin, Jürgen Kämmerer Alterskönig, Erna Gohlke Damenkönigin und Katharina Wiebigke Seniorenbeste. Beim Bürgerkönigschießen wurde Carsten Fuß Schützenbürgerkönig.
Die Luftpistolenmannschaft beendete die Rundenwettkämpfe 1986/87 als Sieger in der 2. Kreisklasse.
Anläßlich des Schützenfestes konnte für die Beiträge zu den jeweiligen Umzügen das Jägercorps bei der Jugend einen zweiten Platz und beim Festwagen erneut ein erster Platz errungen werden.

1987

Als neuer Spielmannszug für das Königsschießen wurde 1987 der Spielmannszug Süd-Ost Hannover verpflichtet. Es wurde bei dieser Verpflichtung mit einer Partnerschaft begonnen, welche bis zum heutigen Tag anhält.
Carsten Spilker konnte bei den Kreismeisterschaften der Juniorenschützen erneut einen ersten Platz bei den Luftpistolenschützen belegen. Bei den Kreismeisterschaften der Junioren im KK-Standart wurde Carl Schulze Kreismeister.
In bewährter Manier wurde auch wieder das Königsschießen durchgeführt. Nach dem den ganzen Tag um die Königswürde geschossen wurde und der Spielmannszug Süd-Ost Hannover sein Bestes zur Unterhaltung gab, konnte der 1. Vorsitzende Jürgen Kämmerer sowie der Hauptschießsportleiter Ernst Marock abends folgende Könige bekanntgeben: Heinrich Teppe Schützenkönig, Andrea Gohlke Jugendkönigin, Rainer Grabs Juniorenkönig, Antonia Claus Schülerkönigin, Jürgen Kämmerer Alterskönig, Inge Schälicke Schützenkönigin und Käthe Wiebigke Seniorenbeste.
Anläßlich der Rundenwettkämpfe konnten die 1. und die 2. Schützenfreihandmannschaft, sowie die Luftpistolenmannschaft, den Aufstieg schaffen.
Zum 2. Mal in Folge konnte der Bruno Faltinat Pokal von der Mannschaft des Jägercorps, bestehend aus den Schützen Dieter Clodius, Hans Jürgen Schälicke und Heinz Sohns, gewonnen werden.
Erfreulicherweise konnte das Corps auch in diesem Jahr beim Schützenfestumzug mit seinem Festwagen den ersten Platz belegen.
Bedauerlicher Weise mußte das Corps auch in diesem Jahr wieder von 2 verdienten Mitgliedern Abschied nehmen. So verstarb des Ehrenmitglied Fr. Thies sowie der Ehrenschatzmeister des Corps, Karl Pelzmeier. Beide werden auf Grund ihrer besonderen Verdienste einen bleibenden Platz in der Geschichte des Jägercorps Springe von 1897 e.V. haben.
Die Herbstfahrt führte die Teilnehmer 1987 nach Berchtesgaden

1988

Anläßlich der Generalversammlung 1988 wurde beschlossen, das künftig, nach dem großen Festumzug am Sonntag, auf dem Festzelt verblieben wird. Des weiteren wurde der Vorstand von der Versammlung beauftragt, künftig ab dem 60. Geburtstag der Mitglieder, diesen alle 5 Jahre ein Präsent zu überreichen.
Der Vergnügungsausschuß unter der Leitung von Otto Gohlke lud im Februar des gleichen Jahres zu einem Kappenfest ein.
Nach langer Zeit nahm das Jägercorps in diesem Jahr erstmalig wieder am Festumzug des größten Schützenfestes der Welt in Hannover teil.
Eine großartige Beteiligung gab es auch beim Königsschießen, wo folgende Sieger ermittelt wurden: Carsten Marock Schützenkönig, Antonia Claus Jugendkönigin, Carl Schulze Juniorenkönig, Carmen Schatz Schülerkönigin, Jürgen Kämmerer Alterskönig, Karin Zimmermann Schützenkönigin und Käthe Wiebigke Seniorenbeste. Schützenbürgerkönig 1988 wurde Carsten Fuß vom Jägercorps.
Anläßlich des Schützenfestes konnte der Festwagen des Corps den 2. Platz belegen.
Großartige Erfolge auch bei den Rundenwettkämpfen, die 1. und 2. Schützenfreihandmannschaft stiegen auf und die Luftpistolenmannschaft schießt nun auf Grund ihres Sieges in der Regionalliga. Ebenfalls aufgestiegen ist die 1. Schützenauflagemannschaft.
Die Teilnehmer der Herbstfahrt hatten sich erneut Rothenburg ob der Tauber als Ziel ausgesucht.
Im Jahr 1988 verstarb der Schützenbruder Walter Haller, welcher sich durch seine Tätigkeit im Jugendbereich, als Weckoffizier und bei jederart Hilfeleistungen stets auszeichnete. Ebenfalls verstarb der ehemalige Schriftführer und Gerätewart Hans Ziehlke. Weiter verstarben Ernst Kuschnerus sowie Klaus Niedergesäß.

1989

Anläßlich der Generalversammlung 1989 wurde als neuer Jugendleiter Carsten Marock gewählt und als seine Stellvertreterin Kerstin Bialetzki.
Bei den Kreismeisterschaften siegte die Freihandmannschaft des Jägercorps Springe. Die Junioren wurden bei den Kreismeisterschaften in LG-Freihand sowie KK-Liegendkampf Kreismeister und Andrea Littig wurde Einzelsiegerin bei den Junioren.
Schützenbürgerkönig wurde Carl Schulze und die Könige im Corps wurden: Hans Jürgen Schälicke Schützenkönig, Antonia Claus Jugendkönigin, Kerstin Bialetzki Juniorenkönigin, André Zimmermann Schülerkönig, Ruth Hüper Altersköingin, Elisabeth Ziehlke Schützenkönigin und Lina Ehlers Seniorenbeste.
Auf dem Landesschützentag in Einbeck wurde der Hauptschießsportleiter des Jägercorps, Ernst Marock, mit der Landesverdienstnadel in Gold geehrt.
Der Festwagen des Jägercorps konnte einen 2. und der Beitrag zum Kinderfestumzug einen 3. Platz erreichen.
Nach Bayrisch Eisenstein und Prag zog es die Teilnehmer der Herbstfahrt. An einem Familienwandertag des Corps nahmen 70 Personen Teil und der Jahresabschluß im Schießbetrieb wurde mit einem Spanferkelessen begangen.

1990

Auf Beschluß der Generalversammlung 1990 wurde Erwin Schatz zum Ehrenmitglied ernannt. Außerdem gab es zahlreiche Ehrungen. Für besondere Verdienste erhielten Doris Ziehlke sowie Christa Hamann die Verdienstmedaille in Gold. Für langjährige Vorstandsarbeit wurde der 2. Vorsitzende Karl Friedrich Bartels sowie der Schriftführer Gerd Gehlen mit der goldenen Ehrennadel des Jägercorps ausgezeichnet.
Auf der Mitgliederversammlung vom 05. Mai 1990 wurde der Schützenbruder Jürgen Hüper zum Hauptschießsportleiter des Jägercorps Springe gewählt. Sein Vorgänger, der Schützenbruder Ernst Marock, hatte dieses Amt 16 Jahre bekleidet und mit unheimlich viel Arbeitsaufwand und Erfolg ausgeführt. Als Vorstandsmitglied hatte er hierbei auch immer eine hervorhebende Position inne, so daß ihm hier nur Dank für seine Tätigkeit für den Verein gesagt werden kann. Leider war es ihm aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich, sein Amt weiterzuführen.
Bei dem Königsschießen des Corps wurden folgende Könige ermittelt: Horst Ziehlke Schützenkönig, Elke Preschel Jugendkönigin, Silke Kattner Juniorenkönigin, André Zimmermann Schülerkönig, Heinz Sohns Alterskönig, Heide Hennies Schützenkönigin und Otto Gohlke Seniorenbester. Bürgerschützenkönig wurde mit Erich Ziehlke, erneut ein Schütze des Jägercorps Springe.
Bei den Kreismeisterschaften 1990 konnten mit Carsten Fuß und Andrea Littig erneut zwei Kreismeister im KK-Bereich gestellt werden. An den Landesverbandsmeisterschaften nahmen Carsten Fuß, Andrea Littig und Carsten Spilker teil. Bei den Rundenwettkämpfen siegten die 2. Freihandmannschaft, die 1. LP-Mannschaft sowie die 2. Altersauflagemannschaft.
Kufstein war das Ziel der diesjährigen Herbstfahrt.

1991

Auf der Generalversammlung 1991 wurde der im Jahr 1990 zurückgetretene Hauptschießsportleiter, Ernst Marock, auf einstimmigen Beschluß der Versammlung, zum Ehrenhauptschießsportleiter ernannt. Für 40jährige Vereinszugehörigkeit konnten die Mitglieder Erwin Schatz, Georg Hüper und Willi Hüper mit der Ehrennadel in Gold sowie einer Ehrenurkunde geehrt werden.
Erstmalig wurde das Bürgerkönigsschießen in Springe auf dem Marktplatz durchgeführt. Für die Verpflegung sorgten die drei Schützenvereine.
Auf Wunsch vieler Teilnehmer der Herbstfahrten, ging es in diesem Jahr nach Passau und Wien.
Der Schützenbruder Friedrich Müller wurde vom NSSV für 40jährige Mitgliedschaft geehrt. Kurt Malinowski erhielt vom Kreisschützenverband die Kreisverdienstnadel in Gold.
Großartige Ergebnisse auch wieder beim Bürgerkönigsschießen, hier wurde Jürgen Kämmerer Sieger in der Schützenklasse und André Zimmermann Jungbürgerkönig.
Bei den Kreismeisterschaften belegte Carsten Fuß einen ersten Platz und war somit für die Landesmeisterschaften startberechtigt. Mit 8 : 0 Punkten konnte die Altersmannschaft der Damen die Kreisrundenwettkämpfe siegreich beenden und somit aufsteigen. König im Jägercorps wurde Jürgen Hüper, die Schützenkönigin hieß Kerstin Kusibor, Alterskönig wurde Herbert Hüper und Seniorenbester Friedrich Müller. Beim Nachwuchs waren mit Katja Czajka (Schüler ), Carmen Schatz ( Jugend ) und Silke Parusel (Junioren) ausschließlich nur unsere Mädchen erfolgreich.
Erstmalig wurde auch eine Autoorientierungsfahrt für die Mitglieder veranstaltet.

1992

Auf der Jugendversammlung 1992 wurden Frank Zipsner und Kerstin Kusibor als gleichberechtigte Jugendleiter gewählt und von der Generalversammlung bestätigt. Für 40jährige Mitgliedschaft wurde der Schützenbruder Gustav Gehring geehrt. Für den aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen 2. Vorsitzenden, Karl Friedrich Bartels, wurde Gerd Gehlen zum neuen 2. Vorsitzenden von der Versammlung gewählt. Seinen Posten als Schriftführer übernahm die Schützenschwester Elisabeth Ziehlke.
Bei den KK-Kreismeisterschaften schlugen die KK-Schützen zu. Die Mannschaft bestehend aus Carl Schulze, Carsten Fuß und Erich Ziehlke konnte 2 Kreismeistertitel, 2 Vize Meisterschaften sowie 4 Einzeltitel erringen. Nachdem es im Jugendbereich bei den Schülermannschaften ebenfalls einen Einzelsieg im LG-Bereich und durch Stefanie Czajka einen Einzelsieg im LP-Bereich gab, wurden nunmehr insgesamt 8 Kreismeistertitel sowie 6 Vizemeisterschaften verzeichnet.
Erstmalig konnten auch zwei 1. Plätze beim Schießen um die Springer Pokale (Trophäe des Ortsrats, Schwarze- und Bormann-Pokal ) belegt werden. Ein großer Erfolg konnte auch bei dem Wettkampf um den Kreiswisent erzielt werden. Die NDZ berichtete am 21.11.92: ”Jägercorps holt den Kreiswisent. Überraschung beim Kreiswisentschießen der KK-Standardschützen: Nicht die Favoriten gewannen, sondern die Mannschaft des Jägercorps Springe mit Carsten Fuß, Carl Schulze und Erich Ziehlke holte sich die begehrte Trophäe mit einem Schnitt von 776 Ringen".
Der Schützenbürgerkönig wurde mit Manfred Radny erneut vom Jägercorps Springe gestellt. Als Ergebnis des Königsschießens gab es folgende Sieger: Frank Zipsner Schützenkönig, Inge Schälicke Schützenkönigin, Maik Seehaver Jugendkönig, Silke Parusel Juniorenkönigin, André Zimmermann Schülerkönig, Eberhard Littig Alterskönig und Gustav Gehring Seniorenbester.
Die Herbstfahrt wurde in das Ost Erzgebirge nach Oberwiesenthal unternommen.

1993

Zahlreiche Ehrungen gab es auch anläßlich der Generalversammlung 1993. So wurde die goldene Kreisverdienstnadel an den Schützenbruder Georg Bialetzki verliehen. 40 Jahre im Jägercorps waren Kurt Malinowski, Heinz Sohns und Klaus Wente. Für die zurückgetretene Schriftführerin Elisabeth Ziehlke, wurde Erich Ziehlke Schriftführer. Ebenfalls seinen Rücktritt hatte der Schatzmeister Kurt Meyer erklärt. Kurt Meyer, der lange Zeit im Vorstand als Schriftführer und Schatzmeister tätig war und auch ein Aktivposten im Vergnügungsausschuß war, gebührt ebenfalls für seine nicht immer leichte Aufgabe, ein besonderer Dank. Die Nachfolge in diesem Amt trat auf Versammlungsbeschluß der Schützenbruder Peter Kusibor an.
Neben den vielen Aktivitäten des Vergnügungsausschuß fand auch wieder eine Herbstfahrt, dieses Mal nach Garmisch Partenkirchen, statt.
Schützenkönige 1993 wurden: Carl Schulze Schützenkönig, Kerstin Kusibor Schützenkönigin, Katja Czajka Jugendkönigin, Sven Könecke Schülerkönig, Kurt Malinowski Alterskönig und Seniorenkönig Gustav Gehring.
Die KK-Mannschaft in der Disziplin 100m wurde Kreismeister. Hier wurde in der Einzelwertung Carsten Fuß ebenfalls Kreismeister wie auch in der Disziplin KK-Standard. In der Disziplin Freie Waffe 120 Schuß wurde die Mannschaft des Jägercorps ebenfalls Kreismeister. Nachdem bei den Kreisrundenwettkämpfen die erste sowie die zweite Schützenfreihandmannschaft jeweils erste Plätze in ihrer Klasse belegte, konnte mit der ersten Schützenfreihandmannschaft erstmalig eine Mannschaft in die Regionalliga aufsteigen. Die Namen dieser erfolgreichen Schützen lauten: Carsten Fuß, Carl Schulze und Carsten Marock. Ebenfalls aufsteigen konnten die erste Schützenauflagemannschaft sowie die Damenaltersmannschaft.
Zwei Pokale konnten beim Springer Pokalschießen gewonnen werden und der Schützenjungbürgerkönig kam mit Maik Seehaver ebenfalls vom Jägercorps Springe.
Leider riß der Tod auch wieder eine schmerzliche Lücke in die Reihen des Corps. Mit Karl Friedrich Bartels verstarb ein Schützenbruder, welcher sich stets für die Belange des Jägercorps eingesetzt hat. So war er zweiter Vorsitzender, Mitarbeiter im Vergnügungs- und Festausschuß und war stets zur Stelle, wenn es darum ging Geburtstags- oder Krankenbesuche bei den Mitgliedern zu verrichten. Auf dem letzten Weg unserer Vereinsmitglieder war er immer derjenige, welcher die Abschiedsworte des Corps sprach.
Letztendlich bleibt festzuhalten, daß das Jägercorps Springe im Jahr 1993 an insgesamt 43 Schießabenden 41 Pokale vereinsintern ausgeschossen hat

1994

Auf eine 40jährige Mitgliedschaft im Jägercorps Springe sowie im DSB konnte der Schützenbruder Heinz Marock im Jahr 1994 zurückblicken. Eine besondere Ehrung wurde anläßlich der Generalversammlung durchgeführt.
Schützenkönige des Jahres 1994 wurden: Jürgen Hüper Schützenkönig, Sibylle Gasch Schützenkönigin, Katja Czajka Jugendkönigin, Sven Sohns Schülerkönig, Hans Jürgen Schälicke Alterskönig und Eberhard Littig Seniorenbester. Im Jugendbereich konnte mit Nicole Ziehlke auch wieder die Jungschützenbürgerkönigin gestellt werden. Bei den Kreismeisterschaften im Bereich der Luftdruckwaffen konnte Carsten Fuß in der Einzelwertung den Sieg erringen. Auch im Kleinkaliberbereich konnte er sich bei den Standardschützen sowie in der Disziplin Freie Waffe den Kreismeistertitel holen. Auch die Mannschaften standen dem nicht nach und holten sich in den Disziplinen Freie Waffe sowie 60 Schuß liegend die begehrten Titel. Die Schützenfreihandmannschaft sowie die l. Altersauflagemannschaft siegte im Luftdruckwaffenbereich bei den Rundenwettkämpfen. In der Regionalliga Deister Weser belegten die Schützen des Corps einen hervorragenden 2. Platz. Die Trophäe des Ortsrates ging zum 3. Mal in den Besitz des Jägercorps. Beim Kreispokalschießen, dem Pokalschießen des Jagdklubs sowie beim Schießen um den Goldenen Löwen von Lauenau siegten wiederum die Mannschaften des Jägercorps Springe. Der Kreiswisent wurde 1994 zum 3. Mal in Folge nach Springe geholt.
Die Herbstfahrt ging nach Reit im Winkl mit einer Tagesfahrt in die Dolomiten.
Auch in diesem Jahr verstarben wieder 2 sehr aktive Mitglieder des Jägercorps. So verstarb der langjährige Fahnenträger Heinrich Bormann sowie Otto Gohlke. Otto Gohlke war jahrelang Hauptgedankengeber beim Festwagenbau, ebenso bemühte er sich um die Beiträge der Kinderfestumzüge. Als Mitglied des Vergnügungsausschußes war er fast ständig im Einsatz, und zahlreiche Veranstaltungen werden mit seinem Namen verbunden bleiben. Letztendlich betrieb er auch aktiv den Schießsport.
Außergewöhnlich zahlreich die Veranstaltungen des Vergnügungsausschuß, so wurden 1994 2 Skatabende mit Knobeln, ein Glühweinabend, Preisschießen, Ostereierschießen, Tagesfahrt, Autoorientierungsfahrt, Herbstfahrt, Hubertusschießen und Weihnachtsfeiern für die Senioren und Kinder der Vereinsmitglieder durchgeführt. Des weiteren wurde auch noch an auswertigen Schützenfesten wie in Hannover und Bakede teilgenommen.

1995

Anläßlich der Generalversammlung 1995 wurden die Schützenbrüder Georg Bialetzki sowie Georg Wilhelm Hüper für ihre 40jährige Mitgliedschaft geehrt. Der 1. Vorsitzende Jürgen Kämmerer erhielt auf Grund seiner Leistungen für das Jägercorps den Orden für besondere Verdienste überreicht. Erstmalig, nach l0 Jahren Pause wurde auch wieder ein Tanzvergnügen auf der Deisterpforte unternommen.
Zwei Kreismeistertitel konnten vom Jägercorps Springe im Luftdruckbereich errungen werden und mit Carsten Fuß und Kerstin Kusibor nehmen 2 Schützen an den Landesverbandsmeisterschaft teil. Großartige Erfolge auch im KK-Bereich, so konnten hier in diesem Jahr 7 Kreismeistertitel errungen werden. Die Schützen Carsten Fuß und Carl Schulze werden auch hier an den Landesverbandsmeisterschaften teilnehmen. Auch bei den Rundenwettkämpfen gab es gute Ergebnisse, so konnte die 2. Schützenfreihandmannschaft mit Kerstin Kusibor, Erich Ziehlke und Ralf Kallinich in die Regionalklasse Deister Weser aufsteigen. Kreissieger in der 1. Kreisklasse wurde ebenfalls die Damenaltersauflagemannschaft. In der Regionalliga Deister Weser konnte der Vorjahreserfolg mit dem 2. Platz in der Mannschafts- und Einzelwertung wiederholt werden. Beim Springer Pokalschießen konnte erneut der Gluchypokal sowie die Trophäe des Ortsrates gewonnen werden. Noch erfolgreicher war man beim Schießen um die Schützenbürgerkönige. Hier konnten von 7 möglichen, 6 Preise gewonnen werden. So stellt das Jägercorps mit Normen Seehaver den Jungschützenbürgerkönig und mit Hans Jürgen Schälicke den Bürgerkönig der Schützen. Beim Pokalschießen in Altenhagen konnten drei 1. und beim Pokalschießen im Eldagsen ein 1. Platz belegt werden.
Schützenkönige des Jahres 1995 wurden: Jürgen Hüper Schützenkönigin, Monika Volker Schützenkönigin, Nadine Bitomsky Jugendkönigin, Maik Seehaver Juniorenkönig, Stefan Ziehlke Schülerkönig, Hans Jürgen Schälicke Alterskönig und Friedrich Müller Seniorenbester.
Mit einer Tagesfahrt an die Küste sowie der Herbstfahrt nach Lindau im Bodensee wurden den Mitgliedern weitere Höhepunkte geboten. Bei einer Autoorientierungsfahrt war eine gute Nase und Wissen gefragt. Der Preisskat am 11.11. sowie Abschießen und Weihnachtsfeier für die Kinder der Vereinsmitglieder und die Jahresabschlußfeier beendeten letztlich ein sehr erfolgreiches Vereinsjahr.

1996

Auf der Generalversammlung 1996 wurde eine Neuerung vorgestellt, künftig werden, herausgegeben von Hans Jürgen Schälicke und Harald Carsten von Oesen, Vereinsnachrichten erscheinen, um so auch die Mitglieder erreichen zu können, welche nicht regelmäßig am Schießbetrieb oder an den Versammlungen teilnehmen. Ein sehr umfangreiches Programm wurde auch vom Vergnügungsausschuß vorgestellt. Mit dem Preisskat, Wandern und Grillen, Königsschießen, Kreisschützenfest, Schützenfest Hannover mit Vormarsch, Bustagesfahrt nach Sangerhausen, Orientierungsfahrt, Herbstfahrt nach Bad Schandau und Prag, Hubertusschießen, Abschießen, Weihnachtsfeier für die Kinder der Vereinsmitglieder sowie der Jahresabschlußfeier war ein Programm vorgegeben, welches es wieder einmal in sich hatte. Bedenkt man, daß hierzu noch die wöchentlichen Schießabende kommen, so stellt man fest, das es im Jägercorps Springe keinen Müßiggang gab.
Schützenkönig des Jahres 1996 wurde Carsten Marock, Kerstin Kusibor Schützenkönigin, Stefan Ziehlke Jugendkönig, Steve Reupert Juniorenkönig, Daniel Gerberding Schülerkönig, Hans Jürgen Schälicke Alterskönig und Jürgen Kämmerer Seniorenbester. Die Bürgerschützenkönigin der Stadt Springe wurde Inge Schälicke.
Im Luftdruckwaffenbereich konnte erneut die Kreismeisterschaft durch die Schützenfreihandmannschaft belegt werden, während es im KK-Bereich 7 Titel und vier 2. Plätze gab. Die Trophäe des Ortsrates wurde zum 5. mal in Folge gewonnen und auch beim Schießen um den Bormann und den Gluchy Pokal war das Jägercorps siegreich. In Nienstedt und in Feggendorf konnten ebenfalls erste Plätze belegt werden. Beim Kreisvergleichsschießen wurden vom Jägercorps Springe die Schützin Kerstin Kusibor sowie die Schützen Carl Schulze, Carsten Fuß und Erich Ziehlke eingesetzt. Bei den Rundenwettkämpfen im KK-Bereich belegten die Schützenauflagemannschaft sowie die 2. Altersauflagemannschaft jeweils erste Plätze. Die KK-Standardmannschaft stieg von der Kreis- in die Regionalliga auf und belegte hier einen 5. Platz, wobei Carsten Fuß von 34 eingesetzten Schützen 2. wurde. Auch beim Abschießen in Altenhagen siegte die Mannschaft des Jägercorps Springe nun schon zum 4. Mal in Folge.
Die gelungene Jahresabschlußfeier war ein guter Abschluß des Jahres 1996 und mit der Bekanntgabe der Vereinsmeister des Jahres 1997 ein würdiger Beginn des 100jährigen Vereinsjubiläums.

1997

Das Jägercorps Springe von 1897 e.V. im Jubiläumsjahr

Im Jahr des 100jährigen Bestehens hat das Jägercorps Springe 143 Mitglieder. Von diesen gehören 21 Mitglieder der Jugendabteilung, 42 der Damenabteilung und 80 der Schützenabteilung an.
Schießabend des Jägercorps ist jeden Freitag im Schützenhaus Springe. Geschossen wird Luftgewehr, Luftpistole sowie Kleinkalibergewehr. Zusätzlich zum Trainingsschießen stehen an den einzelnen Freitagen noch 44 Wanderpokale in den einzelnen Sparten zum Ausschießen zur Verfügung. Zur Zeit schießen im Jägercorps 1 KK-Standardmannschaft in der Regionalliga Deister-Weser, 1 KK-Schützenauflagemannschaft in der 2. Kreisklasse Gruppe A, 2 KK-Altersauflagemannschaften in der 1. und 2. Kreisklasse. Im Bereich der Luftdruckwaffen stellt das Jägercorps Springe 1 Schützenfreihandmannschaft mit 5 Schützen in der Bezirksliga, 1 Luftpistolenmannschaft mit 5 Schützen in der Kreisliga, 1 Damenauflagemannschaft, 1 Damen Altersauflagemannschaft, 2 Schützenauflagemannschaften sowie 2 Seniorenauflagemannschaften.
Neben den einzelnen Wanderpokalschießen werden auch noch das Frühjahrspreisschießen, das Ostereierschießen, das Preisschießen, das Hubertusschießen sowie das Jahresabschießen durchgeführt.
Ein besonderer Tag im Vereinsschießen ist das jährliche Königsschießen. Hier wird in Schützenbekleidung gemeinsam vom Markt unter Vorausmarsch einer Kapelle zum Schützenhaus marschiert, um dann gemeinsam den ganzen Tag über um die jeweiligen Königswürden zu schießen. Für musikalische Unterhaltung und Kurzweil ist genauso gesorgt wie für Speisen und Getränke. Bei der Siegerehrung am Abend erhalten die besten 3 jeder Klasse zusätzlich zu den Königs- und Ritterorden auch noch Ehrenpreise. In gemütlicher Runde wird abschließend der Tag beendet.
Aber auch im geselligen Bereich kommt beim Jägercorps Springe keine Langeweile auf. Unser Vergnügungsausschuß ist das ganze Jahr über im Einsatz. So findet zunächst der Spielabend mit Skat, Rommé und Knobeln statt, weiter wird das Preisschießen ausgerichtet. Grillen und Wandern stehen ebenso auf dem Programm wie eine Tagesfahrt. Auch eine Autoorientierungsfahrt steht fest im Jahresprogramm. Eine weitere feste Größe ist der zweite Preisskat im Jahr um die Pokale (das es auch hier für jeden Teilnehmer einen Preis gibt ist Ehrensache). Weiter wird die Jahresabschlußfeier ebenso vom Vergnügungsausschuß ausgearbeitet wie Tanzveranstaltungen und die Familienweihnachtsfeier des Jägercorps. Einen weiteren Höhepunkt stellt jedes Jahr die Mehrtagesfahrt (5 Tage ) des Corps im Herbst dar.
Aber auch unsere Damen sind sehr rührig, nach dem die Damenabteilung eine wichtige Säule bei uns ist, führt sie neben dem Schießbetrieb Gemeinsamkeiten wie Kniffel- und Romméturniere, Kegeln, Geburtstagsessen sowie Besuche Kultureller Veranstaltungen durch. Auch steht sie immer ihre Frau wenn sie zur Unterstützung bei Veranstaltungen innerhalb des Corps benötigt wird.
Unsere Jugend unternimmt mit ihrem Jugendleiter neben dem Schießbetrieb ebenfalls Tages und Mehrtagesfahrten, macht gemeinsame Kinobesuche und veranstaltet Kegel- bzw. Bowlingnachmittage.
Sollten Sie Interesse an unserem Verein haben, so kommen Sie ruhig an den freitäglichen Schießabenden vorbei, oder besuchen Sie eine unserer Veranstaltungen. Gern geben Ihnen aber auch alle Vorstandsmitglieder über uns Auskunft.